Dienstag, 30. Juni 2009

Wecker Beitrag wieder da!

Tataaa! .... *Trommelwirbel*
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Hier ist er:
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Mein verloren gegangener Beitrag. Eine ehrliche Finderin hat ihn per Mail bei mir abgegeben. Und sie hat nicht mal Finderlohn beansprucht. Also bis jetzt ...
Mein Dank wird ihr ewig nachschleichen. (Liebelein, Du bist einfach die beste von allen!)
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Die Weiber-WG ... Teil 1
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Am Freitag sind sie eingezogen, meine beiden fellnasigen Mitbewohnerinnen.

Verspielt, erkältet, anhänglich, hübsch, aufdringlich, kuschelig, verrotzt, respektlos, herzerweichend, dreipfotig, zurückhaltend, verschmust, neugierig, unverschämt, samtweich, scharfkrallig, schüchtern und ... namenlos.

Natürlich brauchen die beiden einen Namen. Schließlich kann ich nicht immer "Süße" sagen, wenn ich sie mal so richtig zusammenscheißen möchte. (Zum Beispiel wenn sie, wie inzwischen gefühlt mehrere hundertmal geschehen, beschlossen haben, meine Grünpflanzen auszubuddeln.)
Und damit geht das Dilemma los: welcher ist der richtige?

Nicht dass jetzt jemand denkt, ich hätte mir darüber nicht längst Gedanken gemacht, aber wie soll man sich bei der riesigen Auswahl schöner Namen denn nur entscheiden? (Das ist wie beim Italiener: ich HASSE große Speisekarten!) Schön wäre ja gewesen, sie kommen hier an, sagen: "Hallo, ich heiße *** und ich wohn´ jetzt hier" und gut wär gewesen. So aber bleibt das jetzt wieder an MIR hängen.

Was soll ich nur tun?

Ich könnte alle Namen, die mir gefallen, auf kleine Zettelchen schreiben, in einem großen Topf vermischen und dann einfach zwei ziehen. Und wenn die mir dann doch nicht mehr so gut gefallen wie gedacht, ziehe ich einfach zwei neue. Wenn das mal keine super Idee ist! So mache ich das. Und dann kann ich Euch die beiden auch endlich namentlich vorstellen.

Jetzt muss ich erstmal die 2.164 Namen auf kleine Zettelchen schreiben ...

Montag, 29. Juni 2009

Wecker Beitrag


Mein Beitrag "Die Weiber-WG ... Teil 1" ist weg! ... *heul*

Und das kam so:

Es ist Montagnachmittag und ich sitze hier so vor meinem PC und lese meinen Beitrag nochmal durch, da fällt mir doch glatt ein Rechtschreibfehler auf. "Wie konnte das passieren?" habe ich mir gedacht und hab schnell in den Bearbeitungsmodus umgeschaltet, um zu verhindern, dass mich irgendein Klugscheißer hier auf meinen Fehler aufmerksam macht und mich aussehen lässt, als sei ich der letzte Depp. Und wie ich so am Korrigieren bin, denke ich mir: "Ach, wo ich schomma dabei bin, könnte ich doch auch gleich noch die Schriftgröße ein bisschen verändern. Hier lesen ja vielleicht auch Leute, die schon was älter sind und nich mehr so gut gucken können und die freuen sich bestimmt, wenn ich alles auf extra-large mache." Also flugs den gesamten Text markiert, gelöscht und ... gespeichert.
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Seien wir doch mal ehrlich: so pralle war der doch sowieso nicht. *hüstel*
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Die Weiber-WG ... Teil 1

Freitag, 26. Juni 2009

Gedankenlos?

"Wir denken selten bei dem Licht an Finsternis, beim Glück ans Elend, bei der Zufriedenheit an Schmerz; aber umgekehrt jederzeit."


(Immanuel Kant)



Mittwoch, 24. Juni 2009

Autsch! - Jung und hübsch ...

Nachdem ich einige Jahre beim selben Revier meinen Dienst versehen hatte, beschloss ich, mich neu zu orientieren und den Dienstort zu wechseln. Je näher mein letzter Arbeitstag, desto bedrückter meine Stimmung. Ich tu mich halt schwer mit Trennungen und die Kolleginnen und Kollegen waren mir in den Jahren doch ans Herz gewachsen. Die einen mehr, die anderen weniger und alles in allem war es dann doch nicht ganz so einfach, dort wegzugehen, wie ich es mir vorgestellt hatte.

An einem meiner letzten Arbeitstage, ich war gerade auf der Wache, spricht mich ein junger Kollege an:

Ob ich denn schon wisse, wer meine Nachfolgerin werden würde.

"Nein, keine Ahnung."

Ob ich denn vielleicht irgendeinen Einfluss auf die Einstellung einer Nachfolgerin nehmen könne.

"Nein. Ich weiß noch nicht einmal, ob sich jemand auf meine Stelle beworben hat."

Das ist ja schade, es wäre doch schön, wenn im Geschäftszimmer mal so eine Hübsche wäre.

Danke.

„Öhm, nein, ich meine doch so eine junge Hübsche.“

Danke!

„Oh nee, so meine ich das doch gar nicht, ich meine …“

Daraufhin kam ein Kollege hinzu und meinte:
„Junge, da ist nur noch Treibsand. Da rutschst Du immer tiefer rein. Da kommste nie wieder raus. Sag jetzt besser einfach nix mehr!“

Der Kollege am Wachtisch hat sich fast ins Hemd gemacht vor Lachen.

Und ich bin erstmal beleidigt abgezogen.

Autsch!


Dienstag, 23. Juni 2009

Meine Kieler Woche 2009 - Tag 2

Sonntag, 21. Juni 2009

Ich hatte beschlossen, der Kieler Woche noch eine zweite Chance zu geben. Um 14:45 Uhr wollte ich mir eine Figurentheater-Aufführung im Hiroshimapark ansehen und so machte ich mich bereits gegen halb zwei auf den Weg in die Stadt, um vorher noch ein wenig zu bummeln. (Sonntags haben die Geschäfte zu, da DARF man ungestraft bummeln!) Das gleiche Bild wie gestern. Nein, nicht ganz. Heute waren NOCH mehr Kinderwägen, Schreihälse, Hunde und abgenervte Eltern unterwegs. Ich frage mich ernsthaft, warum Eltern sich und ihren Kleinsten (oder Herrchen sich und ihren Hunden) das antun , wenn doch beide Seiten offensichtlich keinen Spaß dabei haben? Wie auch immer. Nachdem ich mich vom Rathausplatz bis zur Einkaufsmeile und von dort bis zum Alten Markt vorgearbeitet hatte, war mir eines sonnenklar:

Kieler Woche is nix für mich!

Um halb drei war ich im „Pavillon“ in dem die Puppenbühne aufgebaut war. (Ein tolles Bühnenbild!) Die Bierzeltbänke darin waren bereits größtenteils belegt und ich war schon wieder kurz davor, mich darüber aufzuregen, dass es sich hauptsächlich Erwachsene auf den Sitzgelegenheiten bequem gemacht hatten, während jede Menge Kinder in den hintersten Reihen stehen mussten. Hauptsache Muddi, Vaddi, Omma und Oppa. haben es bequem. Und als Student muss man ja von Natur aus keine Rücksicht auf andere nehmen. Was haben auch Kinder in einem Kindertheater verloren? Ich stellte mich brav in eine der hinteren Reihen und freute mich auf das Stück. Bevor es so richtig losging, gab es eine kurze Einführung von Marc Schnittger himself, so dass auch die Kleinsten verstehen konnten, worum es geht. Das ist keineswegs selbstverständlich und hat mich positiv überrascht.


Der Anfang des Stückes war wirklich schön: ein tolles, mit viel Liebe zum Detail gestaltetes Bühnenbild, gut geführte und charakterisierte Puppen, witzige Dialoge.

Leider musste ich bereits nach einer halben Stunde gehen, weil sich Muskelkrämpfe in den Beinen ankündigten und ich nicht riskieren wollte, später keinen Schritt mehr alleine gehen zu können. Schweren Herzens und mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch („Scheiß Rheuma verfluchtes!“), habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht.

Resümee:
Ein Event, das etwas abgelegen vom „Kieler-Woche-Trubel“ stattfindet, würde ich jederzeit wieder besuchen. Der Rest ist mir definitiv too much.

Montag, 22. Juni 2009

Meine Kieler Woche 2009 - Tag 1

Samstag, 20. Juni 2009

Nachdem es bis zum späten Vormittag wie aus Eimern gegossen hatte und dann plötzlich aufklarte, entschloss ich mich, doch noch in die Stadt zu fahren. Ich musste dringend zum Frisör und da ich gestern zu faul dazu war, musste das also heute passieren, wenn ich nicht am Montag mit meiner Wischmop-Frisur zum Dienst gehen wollte. Und das wollte ich nicht. Also ab aufs Fahrrad und los.

Bis zur Sparkassen-Arena war noch alles in Ordnung. Ab da ahnte ich bereits, was auf mich zukommen würde: Kinderwagen schiebende, Hunde und/oder schreiende Kleinkinder hinter sich her zerrende Menschenmassen, nervende Stadt-Bummler mit aller Zeit der Welt, Slalomlauf durch die Fußgängerzone. Prima. Genau das Richtige für mich! Die Wirklichkeit übertraf meine Erwartungen um ein Vielfaches. Auf einen entspannten Einkaufsbummel nach dem Frisörbesuch verzichtete ich und fuhr auf direktem Weg zu S., um sie mit meiner Gesellschaft ein bisschen zu erfreuen.

Der Kaffee war schon fertig und Kuchen hatte sie auch besorgt (obwohl sie doch genau weiß, dass mich Kuchen gewichtsmäßig gleich wieder um ein bis acht Kilos zurückwirft … aber ich verzeihe ihr, weil der Kuchen so hammerlecker war).

Resümee:
Das schönste an dem allerersten Kieler-Woche-Tag meines Lebens war der gemütliche Kaffeeklatsch bei S.

Sonntag, 21. Juni 2009

gesehen: The Women


Ich bin ja nicht so die große Kinogängerin und Filmeguckerin. Aber manchmal komme ich nicht drumherum und manchmal bin ich danach richtig begeistert und nehme mir vor, wirklich öfter mal ins Kino zu gehen oder einen DVD-Abend einzulegen. So auch gestern.

Gestern habe ich den Film "The Women - von großen und kleinen Affären" gesehen und MUSS den hier weiterempfehlen. Ein toller Frauenfilm. Nicht weil er so intellektuell anspruchsvoll wäre (das ist er nämlich nicht) sondern weil er so lustig ist. Und was mir erst beim Abspann aufgefallen ist: in diesem Film spielt quasi kein einziger Mann mit. Und es fällt nicht mal auf ...

Mein Tipp: eine oder mehrere Freundinnen in Pyjamas packen und aufs Sofa setzen, eine oder mehrere Flaschen Prosecco kalt stellen und diesen schönen Film genießen. Viel Spaß!
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Samstag, 20. Juni 2009

Vorfreude(n)

Heute ...
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... beginnt die Kieler Woche. Meine erste. Ich bin gespannt. Allerdings regnet es gerade wie aus Kübeln. Na ja, man muss ja nicht JEDEN Scheiß mitmachen ...
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Noch einmal schlafen ...
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... dann werde ich mir im Hiroshimapark das Puppenspiel "Jonas und der Engel" von Marc Schnittger ansehen. Wenn es nicht regnet. (Falls doch, könnte ich mir Zuhause "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" auf DVD angucken ...)
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Noch 6 mal schlafen ...
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... dann kommt meine Schwester aus dem viel zu fernen Rheinland zu Besuch und bringt meine beiden neuen Mitbewohnerinnen mit. (Seit Wochen feile ich bereits an der Begrüßung: "Miez, miez, miez! Ja wo sind denn meine beiden Knuddelmiezen? Ach seid ihr süüüüüß!" ...
"Hallo U." <---- das ist meine Schwester.)

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Noch 9 mal schlafen ...
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... dann ist mein erster Urlaubstag. (Dabei fällt mir ein, dass ich allmählich anfangen sollte, die Kollegen zu nerven.)
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Noch 74 mal schlafen ...
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... dann fahre ich mit S. nach Hannover ins Sprengel-Museum, um mir die Schenkung der Niki de Saint Phalle und die Grotte in den Herrenhäuser Gärten anzusehen.
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Es gibt viel zu tun!
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Freitag, 19. Juni 2009

Bea braucht ...

Da stolpere ich so durch Unmengen von Blogs und lese hin und wieder von "Stöckchen", die entweder einfach so rumliegen und von dem, der will, aufgehoben werden können oder die jemandem direkt zugeworfen werden. Und immer wieder habe ich mich gefragt: "Hä?"
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Aber so langsam dämmert es: es ist eine Art Spiel. Und je mehr ich von dieser Art Spiel erfahre, desto sicherer bin ich mir: "Das ist nix für mich."
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Ein heute entdecktes "Stöckchen" finde ich allerdings ganz lustig und deshalb bekommt es einen Platz in meinem Blog. Wer möchte, kann es aufheben und damit machen was er/sie/es will.
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Und so funktioniert es:
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Bei der Google-Suche einfach “(Dein Name) braucht” (immer mit Anführungszeichen) eingeben und die ersten 10 Treffer abschreiben - gerne gesehen sind hierzu kleine Anmerkungen, die jedoch nicht unbedingt sein müssen.
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Was ICH brauche, will ich natürlich niemandem vorenthalten:
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Bea braucht - Hilfe! ... Stimmt. Bei der Auswahl meiner Balkonkastenblumen zum Beispiel.
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Bea braucht - eine erfahrene Hand ... Kann ja nie schaden.
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Bea braucht - geduldige Menschen ... Na ja, sooo schlimm bin ich nun auch wieder nicht!
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Bea braucht - eine ruhige Hand ... Schon wieder eine? Wie viele Hände braucht ein Mensch?
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Bea braucht - nicht mal ihr Spekuliereisen hervorkramen ... Hä? Ohne = Maulwürfin!
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Bea braucht - Verstärkung! ... Jawoll! (Öhm ... für was überleg ich mir noch.)
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Bea braucht - viel Schutz und Sicherheit ... Mein Arbeitsplatz ist einer der bestbewachtesten in Schleswig-Holstein ... wenn geschützt und sicher, dann da! *hüstel*
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Bea braucht - für diesen Tag unbedingt Retos Ringelsocken und Tante Trudis verrückten Hut ... Ich kann nicht mehr! Das steht da in echt!
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Bea braucht - so einen Drucker, damit sie merkt, dass der Druck beendet ist ... Na schönen Dank auch! Ich bin zwar blond, aber ... ach lassen wir das, das führt doch zu nichts.
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Bea braucht - Dich doch noch für die Schülerzeitung, also pass auf Dich auf! ... Hm, Schülerzeitung? Das passende Outfit hätte ich im Schrank ... ob da jemand gepetzt hat? *überleg*
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PS: Das "Stöckchen" habe ich übrigens hier gefunden.
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Sonntag, 14. Juni 2009

Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle - eine beeindruckende Frau und (m)ein großes Vorbild.




Gestern war ich mit S. zur Niki-de-Saint-Phalle-Ausstellung auf Schloss Gottorf in Schleswig. Seit vielen Jahren bin ich eine glühende Verehrerin dieser großen Künstlerin. Nun habe ich einen kleinen Teil ihrer Werke hautnah erleben dürfen und bin tief beeindruckt. Natürlich kenne ich die meisten ihrer Bilder und Skulpturen aus Büchern, aber es ist dann doch nochmal etwas anderes, wenn man sie live und in Farbe, zum Anfassen nahe, vor sich sieht.
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Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Juni 2009 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und ich kann jeder/m Interessierten einen Besuch nur empfehlen. Der Eintritt kostet pro Person 8 Euro (plus 2 Euro für eine Führung, die ihr unbedingt machen solltet!).
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Meine nächste Berührung mit der Kunst der Niki de Saint Phalle wird ein Besuch im Sprengel-Museum Hannover sein. Diesem Museum hat sie den Großteil ihrer Werke, mehr als 400 Exponate, geschenkt. Der Titel der Ausstellung ist dem entsprechend "La Fête. Die Schenkung Niki de Saint Phalle". Ich hoffe, dass es mit dem Besuch noch in diesem Jahr klappt und freue mich schon sehr.
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Alles ist möglich

"If you can dream it, you can do it."

(Walt Disney)

Mittwoch, 10. Juni 2009

In diesem Leben schon gesündigt?

Ich habe bis heute für
1.033,83 €
gesündigt.

Wer ist noch schlimmer als ich?
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Hier geht´s zum Sündenrechner ---------> Klick!



(Den Link habe ich in einem anderen Blog gefunden, weiß aber leider nicht mehr in welchem.)
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Sonntag, 7. Juni 2009

Männer im Netz

oder:
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Wie schafft man(n) es, mit wenigen Worten selbst die heteroeste Heterofrau dazu zu bringen, sich ernsthaft zu überlegen, ob sie nicht doch lieber das Ufer wechseln möchte?
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Ich lebe seit einigen Jahren (wieder) single und fühle mich wohl dabei. Da ich so grundsätzlich eher der Typ Einzelgängerin bin, bin ich mit den Kontakten zu einigen wenigen Freunden und meiner personenanzahlmäßig sehr kleinen Familie vollauf ausgelastet und zufrieden. Trotzdem kommt es immer mal wieder vor, dass ich durchs Internet schleiche und mich auf die Suche nach Leuten aus meiner näheren Umgebung mache. Ich habe in verschiedenen Internet-Portalen Profile angelegt, in denen ich klar und deutlich angebe, was ich suche: Leute, also Männer und/oder Frauen, mit den gleichen oder ähnlichen Interessen (Kunst, Kultur, Musik, Sport usw.) zwecks gemeinsamer Freizeitgestaltung. Ich weise immer wieder explizit darauf hin, dass ich NICHT auf Partnersuche bin. Manche Männer können nicht lesen. Oder wollen es nicht. Oder sind der Meinung, wenn Frauen NEIN sagen, meinen sie natürlich auf jeden Fall JA. Eine Frau, die single lebt und zufrieden damit ist? Na klar, und die Erde ist eine Scheibe!

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man daüber lachen. (Und frau erst!)
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Leider habe ich die Mails, die ich von den o. g. Männern bekomme bisher immer gleich gelöscht. Das war ein Fehler, aber das merke ich erst jetzt. Könnten sie hier doch gut zur Anregung, Aufregung, Belustigung oder zumindest noch als abschreckendes Beispiel dienen.
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Und damit ihr wisst, was ich meine, hier eine kleine Auswahl von Mails, die ich in den letzten Wochen bekommen und noch nicht gelöscht habe:
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28.04.2009 von Jörg P.
Hallo, ich frage mich, wie kann ich Dich wohl anschreiben. Ich meine, ohne das Du mich gleich langweilig oder aufdringlich findest. Es wäre doch jammerschade, dass ich es jetzt wage, Dich anzuschreiben und versaue es gleich am Anfang. Am Anfang möchte ich ja doch immer einen guten Eindruck machen. Kannst Du mir nen Tipp geben ? Alles Liebe Jörg
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14.05.2009 von Jörg P.
Hallo Bea Bullentipse (ich lach mich schlapp), ich frage mich, wie kann ich Dich wohl anschreiben. Ich meine, ohne das Du mich gleich langweilig oder aufdringlich findest. Es wäre doch jammerschade, dass ich es jetzt wage, Dich anzuschreiben und versaue es gleich am Anfang. Am Anfang möchte ich ja doch immer einen guten Eindruck machen. Kannst Du mir nen Tipp geben ? Alles Liebe Jörg

(Womit dann ja wohl klar wäre, dass Jörg seine Mail lediglich kopiert und verschickt. Sehr persönlich! Ich bin beleidigt.)
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18.05.2009 von Roland G.
Gruß.

(DAS nenne ich doch mal eine klare Aussage ohne überflüssigen Schnickschnack.)
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23.05.2009 von Marlon1963
mal nen lieben Gruß und ein schönes Wochenende dir wünschen.

(Ohkeeh ... danke Marlon ... aber fehlt da nicht ein "tu" am Ende des Satzes?)
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31.05.2009 von Thomas T.
wohlt mal ein interesieres hallo hier lassen,thomas

(Thomas, vielen Dank, aber nimm Dein Hallo bitte wieder mit, es liegt hier doch nur im Weg rum.)
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02.06.2009 vom Michael Micky 52064
Liebe Bea,Da Du mir gefällst, maile ich Dir! Ich falle mal mit der Türe in`s Haus + würde Dich gerne - nach einigen Telefonaten - während der Kieler Woche in Kiel besuchen (2 - 3 Tage 20. - 28.6.09) Bringe auch TV, Antennen, Satellitenanlagen, PC + Internet auf Vordermann!Ich bin 52 J alt, 188 groß wiege ca. 96 kg, wohne alleine in der Aachener City.Meine Hobbys sind z.B. Städtereisen- Kurzurlaube - Wandern und Bewegung. Auch Elektronik (mein Job), PC, Funktechnik, Schach + Internet zählen zu meinen „Gebieten“Ich bin vielseitig interessiert und fliege 2 x im Jahr zum Mittelmeer oder auf die Kanaren.Wichtig sind mir Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit sowie echte Sympathie und Vertrauen. Bin Nichtraucher und trinke nicht.Da ich sehr gerne fotografiere und dies schon langjährig zu meinen Hobbys gehört, habe ich viele Fotos im ***(Kontaktbörse)***forum eingestellt. Wer durch Lesen mehr über besseres Fotografieren lernen möchte, ist hier gut aufgehoben:www.gw*****.de (57 DIN A 4 Seiten – ist aus meiner Feder und erhielten meine Lehrgangsteilnehmer in Fotokopien) Auch eine Sammlung netter Witze kann ich gerne senden!In meiner nächsten mail gehe ich ausführlich auf Dich und Dein Profil ein!Gruß Michael (gerne höre ich von Dir: M.B***** ät gmx.de)

(Ich überlege, ob ich dem Michael mal ein paar Hoteladressen schicken soll. MIT Preislisten ... aber nur wenn ich als Gegenleistung die Witzesammlung bekomme!)
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Nicht, dass es jetzt zu Missverständnissen kommt: ich mag Männer. Wirklich. Wenn sie witzig sind. Und charmant. Und interessant. Und höflich. Und aufmerksam. Und intelligent. Und humorvoll. Und gut erzogen. Und ganz wichtig: wenn sie mein Profil lesen BEVOR sie mich anschreiben!
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Samstag, 6. Juni 2009

Modenschau

Was macht frau wenn sie gerade nichts Besseres zu tun hat?
Genau: sie veranstaltet ihre ganz private Modenschau.
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Den Tipp einer meiner Blogleserinnen - Danke Wolkenschmeckerin :-) - habe ich in die Tat umgesetzt:
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Ich habe meinen kompletten Kleiderschrank leergeräumt und ALLE Klamotten mindestens einmal angezogen. Bis auf die, aus denen ich herausgewachsen bin *hmpf* - zum Ausgleich habe ich aber auch jede Menge Sachen gefunden, in die ich wieder reinpasse! *froi*. Was für ein Gewusel! Aber es hat Spaß gemacht. Und wie! Man glaubt gar nicht, wie viele Kombinationsmöglichkeiten sich aus ein paar Blusen, Pullis, Shirts, Schuhen und Hosen (ein Aufschrei geht durch die Hosenhasserinnengemeinde) ergeben. Und ich frage mich, warum ich bisher eigentlich immer die gleichen Sachen miteinander kombiniert habe? Nachdem ich einige sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt hatte, stellte sich tatsächlich so etwas wie ein "After-Shopping-Gefühl" ein. Zumal da auch ein paar Kleidungsstücke im Schrank waren, die ich irgendwann mal gekauft, aber nie getragen habe. (Warum tut frau sowas?!?)

Das eine oder andere Teil habe ich auch endgültig aussortiert und der Altkleidersammlung zugeführt und ich habe kein einziges "Ach, das könnte ich vielleicht ja doch noch irgendwann mal wieder anziehen wollen." gelten lassen! Ein sehr befreiendes Gefühl. Und nun ist auch wieder Platz für Neues ...
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Mittwoch, 3. Juni 2009

12 Kilo!

Heute ist ein guter Tag. Trotz allem! Heute ist Wiegetag.
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Ich habe seit dem 7. Januar 12 Kilo abgenommen!
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Ich freue mich so sehr, dass alle Schmerzen und alles was da noch mit dran hängt, total vergessen sind! 12 Kilo! Das sind 48 Päckchen Butter. Das stelle man sich mal vor! Igitt!
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Morgen gehe ich zu Lidl. Ich werde eine Nylontasche mitnehmen (weil die quasi nix wiegt) und werde diese Tasche mit 12 Tüten Zucker beladen ... öhm ... ich werde wohl 2 Taschen mitnehmen müssen. Dann werde ich die befüllten Taschen während des gesamten Einkaufs durch den Laden tragen und mir bewusst machen, dass ich dieses Gewicht noch vor gar nicht allzu langer Zeit an meinem Körper pappen und mit mir rumgeschleppt habe. Solche Aktionen helfen mir immer wieder, meine Motivation nicht zu verlieren und weiterzumachen.
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Heute ist ein guter Tag. Trotz allem!
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Ein ganz normaler Schub

4 Uhr 10. Ganz langsam gräbt sich mein Bewusstsein an die Oberfläche. Ich träume. Ich liege auf dem Rücken und bin in einem engen Eisenkorsett gefangen. Ich kann mich, vom Hals abwärts, nicht bewegen. So muss sich Leichenstarre anfühlen. Mir ist kalt. Ich bekomme Angst. Bin ich tot?
Es dauert einen Moment, bis ich realisiere, dass ich nicht mehr schlafe. Ich träume nicht. Und ich bin auch nicht tot. Ich friere, weil ich mich im Schlaf freigestrampelt habe. Ich kann mich nicht zudecken. Ich bin stocksteif.
4 Uhr 15. Mein Wecker klingelt. Ich kann ihn nicht ausmachen, ich kann mich nicht bewegen. Meine Nachbarn müssen mich hassen.
4 Uhr 30 Uhr. Ich versuche, meinen Körper zu fühlen. Dann ist er plötzlich da. Der Schmerz. Ich brauche meine Medikamente. Dringend. Und ich muss für Mädchen.
5 Uhr. Ganz langsam kann ich meinen rechten Arm bewegen. Es reicht nicht bis zum Nachttisch. Es tut so weh. Und ich muss aufs Klo!
5 Uhr 30. Ich habe es geschafft, meine Medi-Box zu öffnen und die Tabletten rauszunehmen. Ich kann sie nicht nehmen, weil ich gestern Abend vergessen habe, die Wasserflasche aufzudrehen. Meine Blase ist kurz vorm Platzen.
6 Uhr. Ich sitze auf der Bettkante und überlege, wie ich a) an was zu trinken und b) zur Toilette kommen soll.
6 Uhr 20. Meine Beine tragen mich. Mein Rücken nicht. Ich schleiche in gebückter Haltung ins Bad. 8 Meter in 4 Minuten. (Für den Hamburg-Marathon reicht das wohl nicht ganz.)
Schaffe es nicht, den Wasserhahn aufzudrehen. Also muss ich in die Küche. Nur dort gibt es eine Chance, an Wasser zu kommen. Dort habe ich eine Hebelbatterie.
6 Uhr 40. Vom Bad in die Küche. Nochmal ungefähr 8 Meter. Ich bin völlig groggy. Ich brauche meine Medikamente. Dringend! Laufen geht schon etwas besser.
7 Uhr. Ich bin wieder im Bett und habe meine Tabletten genommen. Ich brauche Novalgin. Die Schmerzen bringen mich um den Verstand.
Die Tropfen sind in einer Flasche mit kindersicherem Drehverschluss. Wer denkt sich nur so eine Scheiße aus? Ich bekomme sie nicht auf. Ich habe 1000 mg Paracetamol genommen.
7 Uhr 30. Ich habe mich eben auf der Dienststelle krank gemeldet. Schon wieder. Es ist mir so peinlich. Was sie dort wohl über mich denken? Ich habe zwar kein Geheimnis aus meinem "Zustand" gemacht, aber Theorie und Praxis liegen ja häufig sehr weit auseinander. Und man sieht es mir nicht an. Außer an Tagen wie heute, und dann bin ich ja nicht da. Vielleicht ist das sogar das größte Problem. Dass man es nicht sieht. Ich habe Angst, dass mich das irgendwann meinen Job kosten wird. Ich darf darüber nicht nachdenken, das macht es jetzt alles nur noch schlimmer.
7 Uhr 40. Ich bekomme diese beschissene Scheißflasche nicht auf! Was soll ich denn jetzt machen? Badewanne. Ich muss irgendwie in die Badewanne. Wärme hilft immer. Wenn sich meine Muskeln etwas entspannt haben, tut es auch nicht mehr so weh.
9 Uhr. Ich bin völlig fertig. Ausziehen, in die Wanne klettern, Wasserhähne aufdrehen, wieder aus der Wanne raus klettern, abtrocknen, Pyjama anziehen. Nahezu unüberwindbare Hürden. Aber ich habe es geschafft. Und bin jetzt völlig fertig. Und nass geschwitzt.
9 Uhr 20. Ich habe nochmal 1000 mg Paracetamol genommen. Ich weiß, dass das zu viel ist, aber ich bekomme diese Scheißflasche immer noch nicht auf. Was soll ich denn machen? Dr. C. meint, ich würde mich über kurz oder lang mit dem Zeug suizidieren. Ich soll Novalgin nehmen. HA HA HA!!! Ja WIE denn, wenn ich diese verkackte Scheißflasche nicht aufkriege??? (Und ob ich nun an einem irreparablen Leberschaden durch Paracetamol oder an Nierenversagen durch Novalgin krepiere ist mir im Moment nun wirklich egal!)
9 Uhr 30. Ich habe Hunger, aber ich würde vermutlich nicht mal einen Teller aus dem Schrank nehmen können. Also spare ich mir den Weg in die Küche. Ich habe immernoch Schmerzen, aber sie lassen sich aushalten.
9 Uhr 40. Ich bin müde und würde so gerne schlafen. Aber ich kann nicht. Zu viele Gedanken. Und dann dieser unaufhörliche Schmerzfluss, der sich durch meinen Körper fräst. Der wird mich eines Tages wahnsinnig machen. Dessen bin ich mir ganz sicher.
11 Uhr. Ich habe autogenes Training gemacht. Noch etwas holperig, weil ich total aus der Übung bin, aber es hat funktioniert. Sehr gut sogar. Meine Schmerzen haben sich auf knapp über Normalmaß reduziert. Vergleichbar mit starkem Muskelkater. Schmerzhaft, aber auszuhalten. Ich bin erleichtert und hoffe, es ist jetzt vorbei.
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Wie oft habe ich solche Tage in den letzten 10 Jahren erlebt? Mehrere 100 mal (ob ich die 1000 schon geknackt habe?). Ich werde mich niemals daran gewöhnen. Auch in den nächsten 10 Jahren nicht. Nie.
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PS: Ein Diktiergerät hat mich durch diesen Schub begleitet. Falls sich also jemand gewundert hat, dass ich mir sämtliche Zeiten und die Reihenfolge meiner Tätigkeiten so gut merken konnte: Nein, ich habe diesbezüglich keine besondere Begabung - nur ein Diktiergerät. ;-)