Kennt ihr den Satz? Ich habe den als Kind ungefähr zwölfunddreißig mal pro Woche (oder war es pro Tag?) gehört. Der fiel mir grad ein, als ich über eine Überschrift für diesen Post nachgedacht habe, aber vielleicht passt er auch gar nicht zu dem Post. Vielleicht auch doch.
Ich habe seit 7 Tagen frei und mein Plan war, an jedem Tag ein bis zwei Stündchen zu nähen. Die Realität ist, dass ich gestern Stoffe für 6 Apfel-Tablet-PC-Taschen zugeschnitten habe. Dafür habe ich ungefähr eine Stunde gebraucht (inklusive Stoffe aussuchen, bügeln und Schablone schneiden). Sonst nix. Die anderen Tage habe ich vergammelt. Nicht, dass ich was gegen vergammelte Urlaubstage hätte, wenn sie denn wenigstens erholsam wären, aber das waren sie nicht. Ständig hatte ich den Gedanken "Ich wollte doch nähen!" ... aber ich hab den Dreh nicht gekriegt. Warum ist das so? Ich denke den ganzen Tag darüber nach, wie ich was mit welcher Stoffkombination nähen möchte, sehe das Ergebnis bereits vor meinem inneren Auge und freue mich darüber, aber praktisch fällt es mir total schwer, den Anfang zu finden. Wenn ich dann einmal angefangen habe, macht es mir Spaß und ich finde kein Ende. Blöd, oder? Ich bin schon total nervös deswegen. Und ich weiß genau, dass ich mich spätestens am Dienstag, wenn ich wieder zum Dienst muss, maßlos über mich selbst ärgern werde ...


