Freitag, 6. April 2012

Kann ich nicht heißt will ich nicht!?!

Kennt ihr den Satz? Ich habe den als Kind ungefähr zwölfunddreißig mal pro Woche (oder war es pro Tag?) gehört. Der fiel mir grad ein, als ich über eine Überschrift für diesen Post nachgedacht habe, aber vielleicht passt er auch gar nicht zu dem Post. Vielleicht auch doch.

Ich habe seit 7 Tagen frei und mein Plan war, an jedem Tag ein bis zwei Stündchen zu nähen. Die Realität ist, dass ich gestern Stoffe für 6 Apfel-Tablet-PC-Taschen zugeschnitten habe. Dafür habe ich ungefähr eine Stunde gebraucht (inklusive Stoffe aussuchen, bügeln und Schablone schneiden). Sonst nix. Die anderen Tage habe ich vergammelt. Nicht, dass ich was gegen vergammelte Urlaubstage hätte, wenn sie denn wenigstens erholsam wären, aber das waren sie nicht. Ständig hatte ich den Gedanken "Ich wollte doch nähen!" ... aber ich hab den Dreh nicht gekriegt. Warum ist das so? Ich denke den ganzen Tag darüber nach, wie ich was mit welcher Stoffkombination nähen möchte, sehe das Ergebnis bereits vor meinem inneren Auge und freue mich darüber, aber praktisch fällt es mir total schwer, den Anfang zu finden. Wenn ich dann einmal angefangen habe, macht es mir Spaß und ich finde kein Ende. Blöd, oder? Ich bin schon total nervös deswegen. Und ich weiß genau, dass ich mich spätestens am Dienstag, wenn ich wieder zum Dienst muss, maßlos über mich selbst ärgern werde ...

Kommentare:

  1. Vielleicht beruhigt es Dich ein klitzekleines bisschen, wenn ich Dir sage, dass es mir schon seit Januar so geht..?!

    Mach Dir keinen Kopf deswegen - man soll Spaß an der Sache haben!!!

    Liebe Grüße
    Britta

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    1. Ist es nicht furchtbar?
      Das Schlimme ist ja, ich HABE Spaß dabei, so viel, dass ich oft gar nicht mehr aufhören will und schon so manche Nacht durchgemacht habe. Ich weiß nicht, was es ist, dass mich davon abhält, anzufangen. *?*

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  2. Hallo Bea,
    dafür gibt es einen tollen Tipp von der "Ordnungshüterin" (Bloggerin):
    Kurzzeitwecker, also Küchenuhr, auf ... 5 oder 10 oder 15 oder 20 min stellen und dann loslegen und erst mal nur so lange etwas machen (nähen).
    Meist ist man dann mitten bei der Arbeit - es sei denn, man hat etwas gewählt,das man gut in 5 oder 10 ... Minuten schaffen kann, was eigentlich der Sinn der Sache aus Sicht der Ordnungshürtin war.
    Dann kann man auch gleich weiter machen.

    Anzufangen ist oft ein Problem, weil man denkt, hm, ich könnte/ müsste doch eigentlich erst mal das und das und das und jedes machen und dann - türmt sich alles wie ein Berg vor einem auf und fängt gar nicht erst an.
    Oder man glaubt, die Aufgabe würde sooo viel Zeit in Anspruch nehmen, dass man sie lieber auf später verschiebt.

    Oder man hat ein Hindernis vor der Aufgabe, das einem zu mühsam erscheint (erst mal Stoffe sortieren oder Nähmaschine aus der hintersten Schrankecke befreien, dabei erst mal alles, was davor liegt, wegräumen usw.).
    Auch dann kann die Küchenuhr helfen, die Zeit für das "Hindernis" besser zu überblicken und sich an sie Sache zu trauen.

    Also statt "ich nähe gleich..." lieber sagen "ich nähe JETZT für eine Stunde..." - Uhr in den Flur stellen.
    Wenn man die (nicht so aufdringliche!) Uhr nach der Stunde nicht gehört hat, war man wohl im Flow...

    Frohe Ostern wünscht
    Fidi

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    1. Das ist ein guter Tipp, den werde ich auf jeden Fall ausprobieren!
      Danke und gleichfalls frohe Ostern. :)

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