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Dienstag, 29. September 2020

Einmal mit Profis

(Beitrag enthält unbezahlte Werbung.)


Ich: "Ich brauche eine Creme zum Schutz vor Wundreiben."


Apotheker: "Hm ... was genau meinen Sie?"

Ich: "Zum Schutz gegen Wundreiben beim Laufen oder Radfahren. Gibt es zum Beispiel von Linola." (Kaufe ich regelmäßig.)

Apotheker: "Da nehmen Sie am besten Bepanthen Wund- und Heilsalbe."

Ich: "Nein, die ist zum Heilen. Ich hätte gerne was zum Schutz, damit es nicht wundreibt."

Apotheker: "Sowas gibt es nicht." (Kaufe ich regelmäßig!)

Ich gucke mich um, entdecke hinter mir ein Linola-Regal mit Linola Schutzbalsam.

"Hier ist sie doch." (Kaufe ich regelmäßig.)

Apotheker: " ... "
          __________________________________

Ahnt jemand, warum ich lieber in der Online-Apotheke einkaufe?


(Für Interessierte: das funktioniert übrigens auch mit Gleitgel.)


Freitag, 1. Mai 2020

Homeoffice



Bild von Anrita1705 auf Pixabay 

Heimarbeit ist nix für mich!

Früher, also so vor 20+ Jahren, habe ich ziemlich viel auch zuhause gearbeitet, was mir aber immer sehr schwer gefallen ist. Ich schiebe ja gerne, ... am liebsten auf. Und so kam es regelmäßig zu extrem stressigen Aktionen á la "Arbeit von einer Woche in einer Nacht erledigen". Dann kam die Gründung von klingeley und auch da hatte ich so meine liebe Not, Aufträge habe ich grundsätzlich in der letzten Sekunde fertiggestellt (zu meiner Ehrenrettung: ich habe es immer pünktlich geschafft!).

Jetzt bin ich seit vier Wochen im Homeoffice, ich habe selbst darum gebeten, weil mir sonst die Decke auf den Kopf gefallen wäre. Zur Dienststelle darf ich nicht, und "Freistellung vom Dienst bei vollen Bezügen" hört sich nur im allerersten Moment reizvoll an. Für mich jedenfalls. Jetzt erledige ich also einen Teil meiner Arbeit von Zuhause aus, und ich finde es großartig! Niemals vorher bekam ich so viel weggeschafft wie in den letzten vier Wochen. Plus: dadurch, dass ich feste Arbeitszeiten habe, hat mein Tag wieder Struktur. Ich muss morgens aufstehen, duschen, mich anziehen und pünktlich den Rechner hochfahren ... äh ... ok, ich muss aufstehen und pünktlich den Rechner hochfahren.

Aber so ein Homeoffice hat auch seine Tücken: man merkt gelegentlich nicht, dass Feiertag ist ...


Was immer ihr tut und wo immer ihr seid: 

Bleibt gesund! 💜

Sonntag, 1. Juni 2014

Familie Wüst?

Flughafen Barcelona, 12 Uhr 44:

"Sind Sie Familie Wüst?"

"Ja."

"Schön, dass Sie da sind, wir wollten soeben ihr Gepäck wieder ausladen."

Oups ...


In meinen Reiseunterlagen steht eindeutig: Abflug ab Barcelona 12 Uhr 45 ... und wenn ich in Kiel mit dem Bus in die Stadt fahre, reicht es ja auch wenn ich pünktlich an der Bushaltestelle bin. Kann ICH doch nich wissen, dass das bei der Lufthansa anders is! Boarding? So´n Quatsch!

Egal, wir (die Göre, der Marvin und ich) haben es ja noch geschafft. Und die Aufmerksamkeit aller Mitreisenden ebenfalls. Es ist unter Umständen ein weiter Weg bis Reihe 31, das sach ich Euch!

Und als wir in Frankfurt ausstiegen (um in den Flieger nach Hamburg umzusteigen), wurden alle Passagiere mit einem freundlichen "Auf Wiedersehen" verabschiedet. Nur wir nicht. Zu uns ham sie "Tschüß" gesagt ...

Trotzdem war es ein gelungener (und für uns total lustiger) Abschluss, eines supertollen, superlustigen, superanstrendenden, supersuper Geocachingtrips nach Barcelona.

Jetzt muss ich erstmal Fotos sichten, die nichtherzeigbaren vernichten, die herzeigbaren bearbeiten und die anderen ... äh ... ok, war warm in Katalonien. Später mehr.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Tschüß Hackenporsche!

Das geht ja gut los ...


Na und? Ich mochte Dich sowieso nicht leiden! 
Ich such´ mir jetzt einen neuen. 
Einen schönen. 
In bunt. 
So!

Mittwoch, 12. September 2012

Fast versaut

Fast hätte ich´s versaut. Letzten Freitag. Eine Moods. Und eine halbe. Aber ohne Lunge. Immerhin. Ich sollte das lassen mit dem Rotwein. Das bringt mich nur auf dämliche Gedanken.


Donnerstag, 5. Juli 2012

Coole Sau!


Doc: "Sie sind also am ... (kurzer Blick auf die Patientenkarte) ... Dienstagmorgen aufgewacht und hatten Schmerzen im Fuß?"

Ich: "Nein, ich habe seit 3 Wochen Schmerzen im Fuß."

Doc: (guckt erst auf das Röntgenbild, dann auf meinen Fuß, dann in mein Gesicht) ... "Aber der Fuß ist gebrochen!"

Ich: "Ja, besser als Rheuma, ne?"

Doc: ".................."


Ich laufe seit 3 Wochen mit einem gebrochenen Fuß rum. Ihr dürft mich coole Sau nennen!


Samstag, 28. April 2012

Adiööö meine lieben Monsterkinder!

Inzwischen dürfte wohl jeder mitbekommen haben, dass ich es seit einiger Zeit für Geld tue. Nähen. Unter anderem habe ich mich schon lange darauf gefreut, viele kleine Monsterkinder in die Welt zu schubsen. Daraus wird nun wohl erstmal nix.  :(
Monsterkinder gehören nämlich zur Kategorie "Kinderspielzeug" und da gibt es jede Menge Bestimmungen, die man einzuhalten hat, damit das Spielzeug das CE-Siegel (oder wie immer das heißt) bekommt. Man muss zum Beispiel nachweisen, dass der vernähte Stoff öko-gesund-und-kindertauglich ist, man muss das "Spielzeug" einigen Tests unterziehen (lassen), so zum Beispiel, dass Köpfe oder andere aufgenähte Sachen so fest sind, dass ein Kind das auf keinen Fall entfernen und zum Beispiel verschlucken kann, und so weiter. Und da ich so grundsätzlich eigentlich eher weniger Monsterkinder oder andere Stoff puppen oder -tiere nähen werde, habe ich beschlossen, es aus den oben genannten Gründen ganz zu lassen. Schade eigentlich ...



Und dann waren da ja noch die Kirschkernkissen. Die darf ich jetzt auch nicht mehr nähen. Kirschkernkissen verheißen Gesundheit im weitesten Sinne und sind somit eine Art "Heilmittel" und dürfen somit nur von anerkannten "Heilern", Apotheken und so weiter hergestellt (?) und verkauft werden. Sowas blödes aber auch! Wie gut, dass ich erst 10 Kirschkernkissen plus 10 Kirschkernkissenbezüge genäht habe.

Kann jemand hier vielleicht 10 Kilo Kirschkerne brauchen?

Mittwoch, 14. März 2012

Wieso immer ich?


Mein Essen steht im ... Dunkeln



Gestern Abend, als ich die Kühlschranktür öffnete, machte es einen lauten Knall und ich stand im Dunkeln. Peng. Nachdem ich erstmal überlegen musste, wo die Taschenlampe ist, tastete ich mich in den Flur vor, fand die Taschenlampe zum Glück relativ schnell (ich hab Schiss im Dunkeln!) und schaltete den Sicherungshebel wieder auf Betrieb. Ich war ziemlich erleichtert, als überall das Licht wieder an ging. Nur im Kühlschrank, da blieb´s dunkel ...

Und so muss ich wohl oder übel die zweihundertundnochwas Tacken, die ich für meine Reha zusammengespart hatte, nun für einen neuen Kühlschrank hinblättern. (Rehabilitationsmaßnahmen werden sowieso total überbewertet ...)

Jedenfalls habe ich einen Kühlschrank bestellt, der in 2 bis 3 Tagen geliefert wird. Die Lebensmittel, die sich jetzt noch im inzwischen kuschelig warmen Kühlschrank befinden, wandern in den Müll (ist eh nicht viel). Aber das macht überhaupt nix, denn essen kann ich zurzeit sowieso nicht. Ich hab seit gestern Zahnwurzelentzündung und gehe morgen früh erstmal zum Zahnarzt. 

Aber sonst ist alles ok im Hause Wüst ...

Freitag, 20. Januar 2012

So gings weiter, am Postschalter


Aufgrund mehrerer Nachfragen, wie es denn weiter ging, hier der (eher unspektakuläre) Rest der Geschichte:

Ich sah also auf die Uhr und fragte extra besonders höflich: 
"Soll ich lieber noch 7 (kurzer Blick auf die Uhr), nein, 6 Minuten warten?"

"Darauf könnte es hinauslaufen falls Ihr Brief noch nicht da ist, denn hier steht ja groß und deutlich AB 10 Uhr. Aber dann müssen Sie sich nochmal neu anstellen."

Ich, zuckersüß lächelnd: "Ok, das mache ich dann."

Er geht nach hinten und kommt nach weit weniger als einer Minute mit einem Briefumschlag wieder raus.

Mein Lächeln wurde breiter.

"Da haben Sie aber Glück gehabt, dass der Brief schon mit der ersten Lieferung zurückgekommen ist. Die zweite ist nämlich noch nicht da, es ist ja auch noch nicht 10 Uhr."

Bloß nicht provozieren lassen, schließlich hatte ich eindeutig die besseren Karten und den Triumph wollte ich doch gern ausnutzen.

"Ja da habe ich ja Glück gehabt, aber es wäre auch nicht so schlimm gewesen, wenn er nicht dabei gewesen wäre, denn", (Blick auf die Uhr) "in spätestens 3 Minuten (nochmal Blick auf die Uhr) nein, in spätestens zweieinhalb Minuten wäre der Brief dann ja gekommen. In der Zwischenzeit hätten Sie mir einfach ein paar Briefmarken verkaufen oder mich über die Vorteile eines Postbankkontos informieren können, da verfliegen zwei, drei Minuten wie nix. Schönen Tag noch."

Nachdem er meinen Guten-Morgen-Gruß nicht erwidert hatte, hatte ich auch gar nicht wirklich damit gerechnet, dass er meinen Abschiedsgruß erwidert. Gutes Benehmen lernt man eben nicht bei der Post.


Donnerstag, 19. Januar 2012

Am Postschalter


Gestern Vormittag klingelte es an meiner Tür und weil ich die Tür grundsätzlich nicht auf mache, sofern ich keinen Besuch oder ein Päckchen erwarte, blieb dem Postzusteller nichts anderes übrig, als eine gelbe Karte in meinen Briefkasten zu werfen mit dem Hinweis, ich könne morgen (also heute) ab 10 Uhr eine Briefpostsendung (die offensichtlich nicht in den Kasten gepasst hat) bei der Hauptpost in der Stadt abholen. Ärgerlich einerseits, weil ich extra deswegen bis in die Stadt runter musste, nicht ganz so schlimm andererseits, da ich um halb 11 zum Frühstück verabredet war und deshalb sowieso vor die Tür musste. So weit so gut.

Gegen halb 10 bin ich dann zuhause losgefahren, habe mein Fahrrad wettergeschützt bei Karstadt vor der Tür geparkt und bin ein paar Meter über die Straße zur Post gegangen. Dort war, wie üblich, eine recht lange Schlange vor den Schaltern an die ich mich brav hinten anstellte und wartete bis ich an die Reihe kam. Während ich so wartete, beobachtete ich die Postangestellten (-beamte? - bedienstete? ... keine Ahnung wie die sich schimpfen) und sah ein weit verbreitetes Vorurteil mal wieder bestätigt: denen kann man beim Laufen die Schuhe besohlen! Jemanden wie mich, der eher der Typ "Zack-zack, schnell gemacht" ist, bringst sowas ja auf die Palme. Da warten zig Leute darauf, bedient zu werden, und die "Servicekräfte" schlafen während des Bedienens ein ... und wieder mal ging mir ein Satz durch den Kopf "Typisch deutscher Beamter!" ... ich weiß, dass man da nicht alle über einen Kamm scheren sollte und dass nicht alle gleich sind und so weiter und so fort, aber es war eben das was ich dort gerade wahrnahm und was mir dazu einfiel. Aber das war noch nicht alles:

Als ich endlich an der Reihe war, legte ich dem Herrn hinter dem Schalter den gelben Zettel vom Postzusteller und meinen Personalausweis hin, während ich ihm fröhlich einen guten Morgen wünschte. Ok, dass der Gruß nicht erwidert wurde, ist zu verschmerzen. Was dann kam, machte sogar MICH mundtot. Der Herr hinter dem Schalter guckte auf den gelben Zettel, dann mich an und sagte: "Sie haben die Anweisungen des Postzustellers nicht befolgt!" ... (und ich so: Hä? ... und überhaupt: seit wann hat mir ein Postzusteller ANWEISUNGEN zu erteilen???) ... ich sagte nichts sondern guckte ihn nur fragend an. Dann zeigte er mit seinem Bleistift auf ein kleines Feld auf der Karte: "Hier steht doch, dass Sie die Sendung heute ab 10 Uhr abholen können. Wenn Sie die Sendung VOR 10 Uhr hätten abholen können, hätte das wohl auf der Karte gestanden!" Ich guck auf die Uhr: 9 Uhr 53 ... 


Donnerstag, 12. Januar 2012

Der zweite Tag - Teil 2

Nur der Vollständigkeit halber: ich habe seit gestern insgesamt 4 Mal (!) mein Badezimmer fluten müssen, weil immer wieder der Pumpenflügel gestreikt hat. Ich habe fünf (5!) Tintenpatronen aus dem Pumpenflügel gepuhlt (nein, ich habe nicht 5 Patronen ohne Wäschesäckchen mitgewaschen, ich schwöre! ... *hust*). Ich habe mir die Finger verbrüht, weil ich vergessen hatte, dass ich 90°C-Wäsche hatte. Ich habe kein einziges trockenes Hand-, Bade-, Dusch-, Gäste-, Strand- oder Abtrockentuch mehr im Haus. Das wurde mir allerdings erst bewusst, als ich fertig geduscht war und mich abtrocknen wollte ... (kleiner Tipp, falls Euch sowas mal passiert: ein Frotteespannbettlaken tuts im Notfall auch)  und jetzt gehe ich schlafen und hoffe, Murphy krepiert heute Nacht!

Freitag, 30. Dezember 2011

Sylvester

Wenn ich noch einmal im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel das Wort Sylvester lese, kriege ich einen Tobsuchtsanfall! 


Liebe Nichtwissende: 

Sylvester ist der Typ, der den Rocky und den Rambo spielte und der so fies aussieht, dass man gerne gleich wieder wegguckt


 und Sylvester ist der Kater, der dauernd auf der Jagd nach dem kleinen süßen Tweety ist und ihn dennoch nie erwischt.



Der letzte Tag im Jahr 


heißt 

Silvester!



*klugscheißermodus aus*

Sonntag, 18. Dezember 2011

Freihandgesteppt

... und gleich ab in die Tonne.

Heute wollte ich mal besonders kreativ sein und mich im Freihandsteppen üben. (Heißt das überhaupt so?) Man nennt das auch: Malen mit der Nähmaschine. Hier ein Beispiel wie es geht und wie es am Ende aussehen soll kann:

(ich empfehle, den Ton aus zu machen, mich nervt der unglaublich!)



Voller Elan habe ich mich ans Werk gemacht, einen Fisch gemalt, in seine Einzelteile zerlegt, erst auf Bügelvlies und dann auf Stoff gebügelt, all meinen Mut zusammengenommen und dann "gemalt" ...




Und egal, was ihr sagt, ich finde ihn einfach nur Grotte! (Wer aufs Foto klickt, sieht, was ich meine.) Und jetzt möchte ich wissen, wie ich es wohl besser machen könnte. Ist das reine Übungssache, oder gibt es einen "Trick"?

Aufgeräumt

Leider ist der Platz in meiner Wohnung sehr begrenzt und deshalb muss ich mein Nähgedöns im Wohnzimmer aufbewahren. Leider schleicht sich da mit der Zeit eine gewisse Unordnung ein, die ich in einem separaten Nähzimmer (*soifz*) durchaus dulden würde, aber so eben nicht. Also beschloss ich heute Morgen mal wieder mein Stoffregal aufzuräumen. Das hatte es wirklich bitter nötig:


Sofort machte ich mich an die Arbeit, nahm mir jedes einzelne Stoffstück vor, entschied ob Reststück oder (noch) nicht Reststück, entsorgte, faltete, glättete, sortierte und räumte ein, bis es am Ende so aussah:


Und während ich so vor meinem Regal stehe und mich des Anblicks erfreue, klingelte es. Hm? Am Sonntagmittag? Wer kann denn das sein? Entgegen meiner Gewohnheit, grundsätzlich niemals die Tür zu öffnen, wenn ich niemanden erwarte, machte ich auf.

Steht da der DHL-Mann mit einem großen Paket unter dem Arm. Nachschub. Ich könnte heulen ...


(Ein Klick auf die Fotos zeigt sie in Originalgröße.)

Montag, 17. Oktober 2011

Nähwoche mit Görenpower - Teil 3 von 5

Nachdem ich mich zum x-ten Mal über meine alten, schmutzigen, zerschlissenen Topfhandschuhe aufgeregt hatte, beschlossen wir, dass die Göre ein paar neue nähen soll. War ja schließlich Nähwoche mit Görenpower. 


Ich bastelte ein Schnittmuster nach dem Vorbild der ollen Handschuhe und die Göre machte sich an die Arbeit 


Sie meinte zwar, sie könne nicht knappkantig nähen, gerade Nähte auch nicht und Rundungen schon gleich gar nicht, aber diese Bilder sagen da was ganz anderes:


Ruck-Zuck war das Werk vollbracht, aber zufrieden waren (und sind) wir nicht damit. Zwischen Daumen und Fingern "faltet" es sich sehr unhübsch:


(Ein Klick auf die Fotos zeigt sie in Originalgröße.)


Warum ist das so und was kann man dagegen tun?

Sonntag, 16. Oktober 2011

"Apfelkuchen á la Wüst spezial" oder "a hot sunday"

Man nehme:

250 g Margarine,
250 g Zucker,
1 P. Vanillezucker
und
3 bis 4 Eier 

und verrühre alles so lange mit dem elektrischen Handrührgerät, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann vermische man 

250 g Mehl
mit
1/2 P. Backpulver

und gebe die Mischung zu der Margarine-Zucker-Eier-Masse.

Dann rühre man einen glatten, fluffig-schaumigen Teig zusammen, probiere ihn drei bis fünf Mal, sorge dafür, dass (Ehe)männer/-frauen, Partner/innen und Kinder nicht in der Nähe sind und probiere deren Anteil auch bis einem leicht schlecht wird. Dann stelle man die Schüssel mit dem Teig beiseite.

Dann nehme man:

3 große Kochäpfel (oder entsprechend mehr kleine - ich hatte ungeschält etwa 750 g)

und schäle sie, befreie sie vom Kerngehäuse, schneide sie in Würfel und beträufle sie zwischendurch mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden.

Dann stelle man eine Zucker-Zimt-Mischung her und vermische sie mit den Apfelstücken.


Dann gebe man die Zucker-Zimt-Apfelstück-Mischung zu dem Teig (den man vorher gern nochmal probieren kann, zur Sicherheit) und verrühre alles miteinander.

Anschließend fette man eine Springform mit Margarine und streue sie mit Paniermehl aus.


Man gebe den mit Apfelstücken vermischten Teig in die panierte Springform 


und stelle diese für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze, 175° C).

Hier ein Zwischenergebnis nach ca. 30 Minuten:


Kurz vor Ende der Backzeit nehme man den Kuchen aus dem Ofen und bestreue ihn dünn mit Zucker. Dann stelle man den Ofen auf 250° C und "Grill" und schiebe das Rost mit dem Kuchen in die oberste Schiene, gleich unter den Grill, damit der Zucker karamelisieren und eine schöne, knackige Kruste bilden kann. Man stelle den Kurzzeitwecker auf 3 Minuten und verlasse die Küche.

Nach ca. 2 Minuten beginnt der Rauchmelder im Wohnzimmer ein ohrenbetäubendes Geräusch abzusondern und schwarzer Rauch kommt aus der Küche. Man renne in die Küche und stelle fest, dass es hinter der Backofentür verdächtig flackert. Man reiße die Backofentür auf und springe mit einem Satz zurück, damit einen die Flammen nicht erwischen. Man fege mit dem Arm die Arbeitsplatte leer, greife nach der leeren Teigschüssel, fülle sie am Spülbecken mit Wasser und schütte dieses mit Schwung in den Backofen. Diesen Vorgang wiederhole man etwa fünf bis sechs Mal, so lange, bis keine Flammen mehr aus dem Backofen kommen. Dann renne man ins Schlafzimmer und hole die Trittleiter hinter der Tür hervor. Man bringe die Trittleiter ins Wohnzimmer und positioniere sie direkt unter dem, immer noch laute und entsetzlich schrille Geräusche absondernden, Rauchmelder. Man reiße den Rauchmelder von der Decke, da ein Auf-den-Knopf-drücken nicht den gewünschten Effekt bringt. Man steige mit dem immer noch alarmschlagenden Rauchmelder von der Leiter, hechte ins Schlafzimmer und lege ihn unter die Matratze des Bettes, wodurch sich die Lautstärke dieses Teils unverzüglich um ein Vielfaches minimiert. Man renne zur Wohnungstür, öffne sie und beruhige die Nachbarn, die sich zwischenzeitlich im Hausflur versammelt haben. Zurück in der Wohnung schäme man sich ein bisschen, weil die Nachbarn einen am frühen Sonntagnachmittag im ollsten Schlafanzug, ungeduscht und ungekämmt gesehen haben. Man denke kurz darüber nach, ob man vielleicht einen Arzt aufsuchen sollte, damit dieser sich mal kurz den Hals, in dem es ordentlich kratzt, ansehen kann, entscheide sich aber dagegen. Erstmal nach dem Kuchen sehen.


Ich denke, mit ein bisschen Puderzucker drauf ging´s vielleicht ...

Donnerstag, 8. September 2011

Outing

Die dunkle Seite der Bea W. aus V. bei D. am R. 

Ja, ich hab´s getan und ich schäme mich sehr. Wirklich. Bereits am nächsten Tag war mir meine Tat so peinlich, dass ich gleich alles wieder storniert, widerrufen und rückgängig gemacht habe und ich habe gedacht, dass damit alles gut wäre, mein Ruf vielleicht nur einen kleinen Kratzer abbekommen hätte und ich einfach weiterleben könnte wie bisher. Aber ganz so einfach scheint es nicht zu sein ... 

Aber von vorne:

Jeder der mich ein bisschen besser kennt weiß, dass ich schon seit Jahren nicht mehr fernsehe. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, wenn ich zum Beispiel mitbekomme, dass im Fernsehen ein Film (in der Regel ein Kinofilm) läuft, den ich gern sehen würde, schaue ich mir den auch an, aber das kommt nur alle Jubeljahre mal vor. Nun begab es sich vor ein paar Tagen, dass ich eine schlaflose Nacht hatte, in der ich zum Lesen zu unruhig war. Aus lauter Langeweile machte ich den Fernseher an und "zappte" mich durch die Programme. Bei einem Shopping-Sender blieb ich hängen, weil ich irrtümlicherweise dachte, es würde sich um eine Kochsendung handeln. Dort wurde gerade ein Küchengerät angepriesen, dass mich sehr interessierte. Es handelte sich um ein Gerät, dass die Arbeit beim Gemüsezerkleinern erheblich vereinfachen sollte und das würde mir und meinen rheumageplagten Händen sehr entgegenkommen. Vereinfachung ist immer gut. Ich war so begeistert, dass ich gleich via Internet eine Bestellung aufgegeben habe.  

Oh Mann, ich bin ein Opfer der Werbung einer FERNSEH-Sendung! - peinlicher geht´s wohl kaum ...

Bereits am nächsten Morgen bereute ich meine Tat und antwortete auf die Bestellbestätigungs-Mail, indem ich  mitteilte, dass ich meine Bestellung stornieren würde und bat um kurze schriftliche Bestätigung. 

Als auch am nächsten Tag noch keine Bestätigung da war, schrieb ich nochmal eine Mail, widerrief meine Bestellung erneut und bat nochmal um Bestätigung sowie Rückerstattung des bereits bezahlten Rechnungsbetrages (PayPal. Scheixxe, scheixxe, scheixxe!). Keine Reaktion.

Zwei Tage später hatte ich eine Benachrichtigung vom DPD im Briefkasten, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte, weil ich nicht zuhause war. Ich rief bei der Teleshopping-Firma an an und fragte als erstes, warum ich auf meine beiden Mails keine Antwort bekommen hätte. Die Antwort der Dame am anderen Ende der Leitung:

"Also wenn ich jede Mail, die wir hier bekommen, beantworten würde, käme ich zu nichts anderem mehr."  

Öhm ... ach so ... ja ... da hätte ich ja auch von selbst drauf kommen können ... entschuldigung.

Auf meine Frage, wie ich mich denn nun weiter verhalten müsse, ich wolle die bestellte Ware auf keinen Fall haben, meinte sie, ich solle einfach die Annahme verweigern und dann wäre die Sache für mich erledigt. Das bereits gezahlte Geld würde man mir ein paar Tage später erstatten. Ich rief also beim DPD an, teilte mit, dass sie keinen neuen Zustellversuch starten bräuchten und bat darum, das Paket an den Absender zurückzuschicken. Soweit so gut.

Gestern komme ich vom Dienst und habe eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter:

"... Das Paket ist zurückgekommen. Bitte rufen Sie zurück und teilen Sie mit, was mit der von Ihnen bestellten Ware geschehen soll." 

Ähm ... ?

Heute Morgen habe ich dann da angerufen. Warteschleife. 14 Cent pro Minute. Nach 10 Minuten habe ich aufgelegt. Ich habe eine Mail geschrieben. Ich bin gespannt ...

Ich habe sowas noch nie gemacht und tu´s auch nie wieder. Ich schwöre!

Sonntag, 5. Juni 2011

Brunchdesaster



Heute war ich Brunchen. 

Brunchen im Hofbräu, so richtig bayrisch, darauf hatte ich mich schon einige Tage lang gefreut. Das Wetter war heute bombastisch und außerdem fand ein paar Meter weiter, unter freiem Himmel, sowohl das Fest der Biere als auch ein großer Flohmarkt statt, womit sich die gähnende Leere in dem Lokal erklären ließ. Dachte ich jedenfalls zuerst. 

Nachdem wir uns einen Tisch ausgesucht hatten, wir hatten ja quasi die freie Auswahl, kam auch schon gleich eine freundliche Bedienung an unseren Tisch um uns mitzuteilen, dass die Getränke aber nicht im Brunchpreis von 9 Euro 80 enthalten wären sondern extra berechnet würden. Ungewöhnlich, unverständlich, aber wohl nicht zu ändern. 

Wir hatten Hunger und Kaffeedurst, also bestellten wir  Kaffee, Tee und Orangensaft und einmal Kaffee ohne Koffein. Gibts nicht. Kaffee ohne Koffein gibts nicht? Blöd, aber nicht zu ändern. 

Also stattdessen Kakao bestellt und ans Buffet gestürmt, das ein bisschen stiefmütterlich in einer dunkle Ecke des weitläufigen und tageslichterhellten Lokals plaziert war. Schade, aber nicht zu ändern. 

Es gab einen kleinen Korb mit unterschiedlichen Brötchen. Wollte man ein Brötchen haben, das unter den anderen hervorlugte, musste man mit der Hand danach wühlen und dabei zwangsläufig Brötchen anfassen, die möglicherweise irgendjemand anders essen würde und weil ich nicht wusste, wer da schon alles rumgewühlt hatte, verzichtete ich auf Brötchen und nahm Brot. Außerdem hatte sich wohl leider noch nicht bis hierher rumgesprochen, dass man in Kiel auch am Sonntag FRISCHE Brötchen kaufen kann und dass aufgebackene Brötchen "bäh" sind und bei einem leckeren Frühstück nichts verloren haben. Sehr schade.

Rührei, Würstchen und Speck versteckten sich unter einer Metallhaube, die der freundliche junge Mann in Kochuniform, der hinter dem Tisch stand, gerne für mich anhob. Eine Brötchenzange holte er allerdings trotz meiner vorherigen Bemerkung: "Ich esse doch kein Brötchen, das schon jeder hier einmal in der Hand hatte!" nicht. Vermutlich hat er den Zusammenhang nicht begriffen. Schade, aber nicht zu ändern.

Gut fand ich, dass vor allen Speisebehältern kleine Kärtchen aufgestellt waren auf denen stand, was sich auf den Tellern, unter den Hauben und in den Körben befindet. Ok, irgendjemand hätte vielleicht vor dem Aufstellen die Rechtschreibung überprüfen können, aber ich will ja nicht kleinlich sein. Etwas verwirrend fand ich, dass auf der Rückseite der Kärtchen immer was anderes stand als auf der Vorderseite, zum Beispiel vorne "Vanillesoße" und hinten "Haxen". Gut, dass wir uns selbst bedienen konnten, wer weiß, was uns der freundliche junge Mann in Kochuniform sonst auf den Teller gepackt hätte ...

Zurück am Tisch freute ich mich auf den bereits servierten Kaffee. Zucker stand auf dem Tisch. Kaffeesahne auch. Sehr hübsch anzusehen, so ein ja!Kaffeesahneplastikkännchen ...


Aber ich will nicht meckern, immerhin passte es wunderbar zu den Plastikprimeln, die überall auf den Tischen standen.



Zurück zum Essen:
Rührei, Würstchen und Speck sahen wirklich toll aus. Leider war alles komplett kalt.
Im Gegensatz zu Butter und Margarine. Die waren schön warm. 

Artig aß ich meinen Teller leer (ich hatte wirklich wirklich Hunger!) und verwarf den Gedanken, mich später an Sauerkraut und Knödeln satt zu essen. Allerdings bin ich anschließend noch zweimal zum "Dessertbuffet" gegangen, die Bayrische Creme war zwar aus der Tüte, so wie der Wackelpudding und die Vanillesoße auch, aber lecker.

Meinen Vorsatz "Ich esse jetzt Bayrische Creme für 10 Euro!" habe ich dann doch nicht in die Tat umgesetzt. Mir war die Lust auf Brunchen gehörig vergangen und die Tatsache, dass der Laden so gut wie leer war, würde ich jetzt nicht mehr unbedingt auf das gute Wetter schieben ...

Aber der Brunch war nicht der einzige Grund, warum wir ins Hofbräu gegangen sind. Der Hauptgrund war der Auftritt von Double-Neck. 



Das hat uns gefallen. Da konnten wir uns mit Linedance von dem schrecklichen Essen ablenken.


Noch ein paar Worte zum Hofbräu:

Das Lokal gefällt mir wirklich außerordentlich gut. Es ist groß und trotzdem gemütlich. Ich war schon einmal zu einer Veranstaltung dort und habe seinerzeit á la carte (Schnitzel mit Pommes) gegessen und das war wirklich gut. Ich war da heute auch ganz sicher nicht zum letzten Mal, aber Brunchen werde ich da auf keinen Fall nochmal.