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Dienstag, 23. Juni 2020

Ich und meine Fritte

Seit letzter Woche bin ich Besitzerin einer Heißluftfritteuse. Ziemlich lange steht sie bereits auf meinem Wünschezettel und ich hatte mich nach ausgiebiger Recherche dann irgendwann auch für ein Modell entschieden, war mir aber nicht sicher, ob ich nun auch ganz wirklich eine möchte oder nicht. Ist ja auch nicht so ganz billig so´n Teil. Mein Umfeld war mir auch keine besonders große Hilfe: die Einen lieben ihre heiß und innig, die Nächsten lehnen sie kategorisch ab ("Braucht kein Mensch!") und wieder welche lassen ihre im Schrank verstauben. Irgendwie das gleiche Spiel wie mit dem Thermomix. Bleibt also nur eins: selbst ausprobieren. 

Wie der Zufall manchmal so spielt (oder war es das Schicksal? ... hm ... no plan), hatte Aldi Nord am Donnerstag Heißluftfritteusen im Angebot, für 70 Euronen. Zum "Ausprobieren" kam die mir sehr gelegen, und weil ich eh gerade da war, habe ich dann auch gleich Kartoffeln und Würstchen gekauft. Der hauptsächliche Hauptgrund für den Wunsch nach einer Heißluftfritte sind nämlich: Currywurst und Pommes (das was man außerhalb der Ruhrpottgrenzen als "Currywurst" vorgesetzt bekommt, ist eine bodenlose Frechheit und spottet jeder Beschreibung!), und beides möglichst so, dass es in mein Gewichtswächterernährungsumstellungsprogramm passt.

Während die Soße im Thermomix vor sich hin gerührt wurde, habe ich zuerst die Würste gebraten


und dann die Kartoffelstäbchen "frittiert", also quasi mit heißer Luft geföhnt. 


Dann die Würste klein geschnitten (ja, die GEHÖREN klein geschnitten!) und in der Soße versenkt, die fertigen Pommes mit Pommesgewürzsalz bestreut und mit Miraceldingens Balance garniert.


So lecker!

Mein Urteil:

Bei der Wurst konnte ich keinen Unterschied zwischen Bratpfanne und HLF feststellen.
Die Pommes schmecken (logischerweise) anders als aus der Fettfritteuse, eher so wie aus dem Backofen. Sie sind kross (wenn man ihnen ein bisschen Fett gegeben und sie lange genug geföhnt hat) und für mich waren sie perfekt, aber gerade bei Pommes scheiden sich bekanntlich die Geister. Bleibt also nur: selbst ausprobieren. Soße und Salz sind der Hammer, und zusammenfassend kann ich nur sagen: meine Lieblingspommesbude (seit mehr als 40 Jahren!) macht es nur ein winziges Bisschen besser ...

Rezepte:

Currywurstsoße (Rezept aus der Thermomix-Rezeptwelt)
500 ml passierte Tomaten
4 TL Honig
1 EL Currypulver
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Cayennepfeffer oder Chilipulver
2 TL Gemüsebrühpulver oder -paste
2 TL Sojasoße
1 EL Worcestersoße
1 TL Tabasco
Thermomix: 15 Min./100°C/Stufe 1
Topf: zusammenrühren, kochen, zwischendurch umrühren, damit es nicht anbrennt

Bratwurst
ca. 12 Min./200°C (ohne Zugabe von Fett!)
Zwischendurch einmal wenden.

Pommes
Kartoffeln in Stifte schneiden und 30 Minuten ins Wasserbad legen, damit die Stärke ausgeschwemmt wird. Zwischendurch einmal das Wasser wechseln.
Gut (!) abtrocknen, ich gebe sie in ein Geschirrtuch und rubble sie richtig trocken) und anschließend mit ca. 1 - 2 TL Öl benetzen. Ich arbeite das Öl mit den Händen ein, damit so viel Fläche wie möglich geölt ist.
In den Korb der HLF geben und das Pommesprogramm anstellen (20 Min./200°C). Zwischendurch immer mal schütteln und zum Ende probieren. Wenn sie noch nicht "gut" sind, einfach nochmal ein paar Minuten nachstellen. Anschließend in eine Schüssel umfüllen und sofort mit (Pommesgewürz)Salz würzen.

Pommesgewürzsalz (Rezept vom #PommesMän)
2 EL Salz
1 EL Paprika edelsüß
1 TL Knoblauchgranulat
1 TL Kurkuma
optional:
1 TL Zwiebelpulver
1 TL Paprikapulver rosenscharf
___________________

Ich probiere mich jetzt mal durch die unendlichen Weiten der Heißluftfritteusenrezeptwelten.

Und ihr so?

Freitag, 29. Mai 2020

Melonen-Feta-Salat

Ich bin ja eher nicht so der Obstfan, ich esse es zwar trotzdem hin und wieder, aber die große Liebe ist es nicht. Ich bin auch kein Kürbisfan (bevor hier jemand auf "Klugscheißer-Wassermelone-ist-ein-Kürbisgewächs" machen will), aber dieser Salat ist einfach köstlich:


Für mich ist das Rezept nicht ganz neu, ich habe den Salat schon oft gemacht, allerdings nach einem anderen, aber sehr ähnlichen Rezept, lange vergessen gehabt und kurzfristig beschlossen, dass es ihn am Wochenende geben wird. (Ich passe ihn etwas an, damit er besser in mein Punktebudget passt, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch.)

Der schmeckt übrigens auch superlecker mit Serranoschinken         ... mhhhhhhh!



Und was esst ihr so?

Samstag, 16. Mai 2020

Ich habe eine andere

Werbung. Werbung? Werbung!

Damit niemand mutmaßt. ich würde hier gegen Geld für ein Produkt werben: tue ich nicht! Ich werde für diesen Beitrag weder mit Geld, noch mit Haselnusscreme bezahlt, und weil ich durch den Dschungel der rechtlichen Do´s und Dont´s leider (noch!) nicht durchblicke, warne ich lieber mal vorab: 

Dieser Beitrag könnte (unbezahlte!) Werbung enthalten.

Jetzt aber:

Heute beim Rewe: "NEU! Garantiert ohne Palmöl!" 
Ich so: "Mir doch egal, es steht Milka drauf!" 

Niemals hätte ich gedacht, dass ich meinem geliebten Nutella jemals untreu werden könnte, keine andere konnte da geschmacklich mithalten, und glaubt mir: ich hatte sie alle! Und wenn Schokolade am Stück, dann Milka Alpenmilch, was anderes kommt mir nicht unter den Gaumen. Und jetzt das. 

Ich so: "Ok, mal gucken." Ab nach Hause, Löffel rein und ... hmmmmmm ... lecker! Tschüss Bikinifigur. (Ach nee, die hatte  mich ja schon vor längerem verlassen. ... anderes Thema.)

Fazit: sie ist etwas flüssiger als Nutella, was ich als Nachteil empfinde, aber der Geschmack ist genauso gut wie der von Nutella, und weil es das nun mal nicht ohne Palmöl gibt, habe ich jetzt einen neuen Favoriten. 

Darauf ein fröhliches lilanes Muuuhhhhh!


Samstag, 15. November 2014

Vorratshaltung

14 Dosen geschälte Tomaten
8 Dosen stückige Tomaten
8 Tetrapacks passierte Tomaten
6 Flaschen Schampoo (verschiedene Sorten)
3 2er-Pakete Zahnbürsten
4 Tuben Zahnpasta (verschiedene Sorten)
3 Pakete Sauerkraut
12 Pakete Nudeln (Spaghetti, Spirelli, Penne)
4 Dosen weiße Bohnen mit Suppengrün
...

Ich könnte noch einige Zeit so weiter machen. Mach ich aber nich. Zu peinlich.

Nur mal so zur Info für den unwissenden Leser: 
Ich lebe allein. Ich bekomme keinen Besuch, und wenn doch, bringt der seine Zahnbürste in aller Regel selbst mit ...

*****

Was das Thema Vorratshaltung angeht, bin ich extrem vorgeschädigt. Sowohl meine Oma als auch meine Mutter haben, solange ich denken kann, Vorräte gehortet als wenn ab morgen alle Aldis, Konsums und Divis für immer unwiderruflich vom Erdboden verschwunden wären. Beim Divi (gibts den Laden eigentlich noch?) wurde meine Mutter an der Kasse regelmäßig gefragt, ob sie für die Bundeswehr oder eine Großveranstaltung oder sowas einkauft. Im ernst! Ich habe es gehasst, wenn ich mit zum Einkaufen musste. Alle 14 Tage. 3 bis 4 große (!) Einkaufswagen voll. Und wenn ich schreibe "voll", dann MEINE ich auch voll. Also mit Berg drauf. Und danach gings zum Aldi ...

*****

Der Vorteil an meiner Horterei ist, dass ich viele Dinge erstmal nicht einkaufen muss. Zeit, sich die Frage zu stellen: 

Wieviel Vorrat ist sinnvoll?

*****


Sauerkraut 
mit weißen Bohnen 
und Kartoffeln




Für 2 Portionen:

2 Mettenden (0,86 €) - klein schneiden und bei mittlerer Hitze auslassen



1 Zwiebel (0,17 €) - klein schneiden, zu den Mettwurststücken geben und anschmoren


2 El Tomatenmark  (0,10 €)- dazu geben und mitschmoren

1 Tüten Sauerkraut (0,39 €) - auswringen und dazu geben

1 Dosen weiße Bohnen mit Suppengrün (0,95 €) - dazu geben

3 Kartoffeln (0,30 €) - in Würfel schneiden und dazu geben

125 ml Wasser - dazu geben

mit


4 Tl Instant-Gemüsebrühe  (0,05 €) würzen 





(ich gebe gern auch ein bisschen Kümmel dazu)



Köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.


Guten Appetit!

Kosten: 1,40 € pro Portion

Sonntag, 9. November 2014

Wiegen, messen, zählen


Wieviel Gramm Kaffeepulver braucht man für einen 300-ml-Becker Kaffee?
Wieviel wiegt eine mittelgroße Kartoffel? Und was ist überhaupt "mittelgroß"?
Brauche ich wirklich 3 Portionspackungen Kaffeesahne, oder tun es auch 2?

Die vergangene Woche war alles andere als langweilig. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr Dinge fallen mir ein, die eine Rolle spielen, wenn es darum geht, was der Mensch wirklich (!) zum Leben braucht. Und obwohl ich tatsächlich nicht verschwenderisch lebe, preisbewusst einkaufe, und lieber mit dem Rad fahre als mit dem Bus (nicht aus Geiz, sondern weil ich Radfahren liebe und Busfahren hasse), ist mir bewusst geworden, wie viel Geld ich ausgebe, ohne mir Gedanken darüber zu machen, dass ich dieses Geld genauso gut aus dem Fenster hätte schmeißen können. Oder sparen. Oder spenden. Oder so.

Beispiel? Beispiel:

Ich könnte STUNDEN im Supermarkt vor dem Zeitschriftenregal verbringen. Handarbeitshefte, Wirtschaftsmagazine, Rezepte, Schöner-leichter-besser-bewusster-Leben-Zeitschriften. Aber es reicht natürlich nicht, in den Heften zu blättern, nein, ich muss eins kaufen. Dafür gebe ich dann auch gerne mal 5 Euro oder mehr aus. Zuhause lege ich das Heft auf den Wohnzimmertisch. Schiebe es im Laufe von etwa vier Wochen von einer Ecke in die andere, lege es dann zu den anderen (ungelesenen!) Zeitschriften, und vergesse es. Doof, oder? Ja, doof!


*****

Im Laufe der letzten Woche habe ich einen Speiseplan für den laufenden Monat geschrieben. Und den dazu passenden Einkaufszettel. Da mein Gefrierschrank leider den Geist aufgegeben hat, und ich nicht die Kohle habe, jetzt einen neuen zu kaufen, muss ich wohl oder übel jeden zweiten Tag kochen. Das wird schwierig und ich vermute, dass so manche Hauptmahlzeit aus Käsebroten bestehen wird ...

Vorgestern und gestern gab es 


"Tortilla española" 

mit Salat:



Für 2 Portionen:

3 Kartoffeln (0,30 €)
1 Zwiebel (0,17 €)
4 Eier (0,88 €)
Salz
Olivenöl (0,30 €)

Kartoffeln und Zwiebel in Würfel schneiden, in Olivenöl anbraten und bei niedrigerer Temperatur garen.
Eier mit Salz in einer Schüssel verquirlen.
Kartoffel-Zwiebel-Mischung zu den Eiern geben (NICHT die Eier zu den Kartoffeln!) und verrühren.
Alles zusammen zurück in die Pfanne* geben und bei niedriger Temperatur stocken lassen.
Wenn die Unterseite gold-braun ist, die Tortilla mit Hilfe eines Tellers wenden und auch die andere Seite gold-braun werden lassen.

Dazu einen grünen Salat (0,20 €) mit einem Essig-Öl-Dressing (0,20 €).

*(Ich benutze eine Pfanne mit Ø 20 cm und backe 2 Tortillas. Das macht das Wenden        einfacher und ich finde, es sieht auch schöner aus als eine große.)


Guten Appetit!



Kosten: 1,03 € pro Portion. Einmal satt für einen Euro. Perfekt!

(Ohne Stromkosten ... man muss es mit der Rechnerei ja auch nicht übertreiben.)

Samstag, 4. Januar 2014

Lieblingsschweinerei

Gestern war der erste Wiegetag und ich habe doch tatsächlich 1,6 Kilo abgenommen. *Juchhuuu!* Kann gerne so weiter gehen.

Und ich darf sogar eine meiner Lieblingsschweinereien essen: Milchreis. So viel ich will. Bis ich satt bin. Heute habe ich die Variante "Warmer Milchreis mit heißen Zimtäpfeln" gekocht ... göttlich!




Rezept:
Für den Reis:
1 l Milch (0,5 %)
2 TL Öl
200 g Milchreis 
1 Prise Salz
4 TL Zucker
(man kann auch Vanillezucker nehmen)

Milch mit Reis und Salz ankochen und auf niedrigster Stufe ca. 30 Minuten ausquellen lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit es nicht ansetzt. Anschließend mit Zucker süßen.


Für die Zimtäpfel:
2 Äpfel
4 EL Wasser
Zimtpulver


Äpfel schälen und in Stücke schneiden. Mit Wasser und Zimt ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Milchreis mit etwas Zimt bestreuen und mit den Zimtäpfeln anrichten. (Schmeckt auch kalt sehr gut.)

Das Rezept ist für 2 bis 3 Portionen als Hauptmahlzeit oder für 4 bis 6 Portionen als Dessert.

Samstag, 19. November 2011

Hähnchen süß-sauer(-scharf)



2 Möhren
2 Zwiebeln
2 rote Paprika
1 Stange Lauch
4 Scheiben Ananas (Konserve)

putzen und kleinschneiden.

500 g Hähnchen-Geschnetzeltes (TK)
in
1 EL Öl rundherum anbraten und beiseite stellen.

10 El Essig (Reis- oder Weißweinessig)
10 El Sojasoße
6 El Tomatenmark
6 El Zucker
6 El Apfelsaft
und 
200 ml Ananassaft (aus der Dose)

mit dem Schneebesen zu einer Soße verrühren.

6 Tl Stärkemehl
mit 6 El Wasser 
verrühren und zu der Soße geben.

Gemüse in 1 EL Öl anbraten.

Hähnchen zu dem Gemüse geben, 


verrühren, mit der Soße übergießen


und kurz aufkochen lassen.

Wenn die Soße zu dickflüssig wird, einfach mit etwas Gemüsebrühe (Instant) verdünnen.

Für die Schärfe gebe ich ca. 2 - 3 Tl Sambal Oelek dazu.
(Kann man natürlich auch weg lassen, dann ist es halt "nur" süß-sauer.)



Guten Appetit!

Sonntag, 13. November 2011

Samstag, 5. November 2011

Gulasch mit Paprika





500 g Rindergulasch,
3 große Zwiebeln,
3 rote Paprika und
1 Knoblauchzehe

klein schneiden.

Das Fleisch in

2 El Sonnenblumenöl

von allen Seiten anbraten.

Zwiebeln, Knoblauch und Paprika dazugeben und kurz anschmoren.

2 El Tomatenmark 

unterrühren und ebenfalls mit schmoren.

Mit 

2 El Paprika (edelsüß) und
1 Tl Rosenpaprika

würzen und mit

200 ml Rotwein

ablöschen. 
Auf höchster Stufe einkochen lassen bis die Flüssigkeit verkocht ist.

500 ml Fleischbrühe 

dazu geben und das Ganze mit Deckel auf kleiner Stufe
ca. 1 bis 1 1/2 Stunden köcheln lassen.

Bei Bedarf mit

Salz und Pfeffer

abschmecken.

Wenn die Soße noch zu dünn ist, einfach ohne Deckel weiterköcheln lassen,
bis die Soße etwas eingedickt ist.

Dazu passen Kartoffeln, Nudeln oder Reis.

Guten Appetit!

Montag, 31. Oktober 2011

So schmeckt der Winter!

Graupensuppe mit Rosenkohl und Cabanossi


3 Möhren,
1/2 Sellerieknolle,
1 Stange Lauch

putzen und in kleine Würfel schneiden.

2 l Wasser mit
4 El Instant-Gemüsebrühe und
1 El Sonnenblumenöl

aufkochen lassen.

Gemüse und
250 g Perlgraupen

dazu geben und 10 Minuten kochen lassen.

1 kg Rosenkohl* (TK) und
2 Kabanossi (in halbe Scheiben geschnitten)

dazu geben und weitere 10 Minuten kochen lassen.

Und am allerbesten schmeckt es morgen ...

Guten Appetit!

*Statt Rosenkohl kann man natürlich auch anderes Gemüse, z. B. Bohnen oder Blumenkohl, oder von allem etwas, nehmen.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Möhren-Kartoffel-Eintopf

... mit Sellerie und Petersilie

(Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße.)

2 kg Möhren schälen und in Scheiben schneiden,

1 kg Kartoffeln,
1/2 Sellerieknolle
und
2 - 3 Zwiebeln
schälen und in Würfel schneiden. (Wer mag, kann auch 1 bis 2 Zehen Knoblauch dazu geben.)

250 ml Wasser,
4 Tl Gemüsebrühe (Instantpulver, für ca. 1 Liter)
und
das Gemüse

in einen Schnellkochtopf geben und mit Deckel auf höchster Stufe ankochen. Sobald sich der volle Druck aufgebaut hat (bei meinem Fissler Vitavit ist dann der zweite Ring zu sehen), auf halbe Leistung herunter schalten und 10 Minuten kochen lassen.
Den Druck ablassen (ich stelle den Topf dazu in die Spüle und lasse kaltes Wasser drüber laufen, dann geht es schneller) und den Deckel abnehmen.

1 El Pflanzenöl (oder Margarine)
und
1 P. TK-Petersilie (40 g)

dazugeben und das Ganze grob stampfen, so dass die Flüssigkeit gebunden wird.

Je nach Geschmack mit Gemüsebrühe (Instantpulver), Salz oder Rauchsalz und Pfeffer abschmecken.

Die erste Portion frisch verzehren, die nächste einen Tag später aufwärmen und den Rest einfrieren.  ;-)

Guten Appetit!

PS: 
Dies ist die vegetarische, fettarme Variante. Man kann natürlich vor dem Kochen z. B. Kassler, Speck oder Mettwurst, oder nach dem Kochen krümelig gebratenes Hackfleisch dazu geben.

Sonntag, 16. Oktober 2011

"Apfelkuchen á la Wüst spezial" oder "a hot sunday"

Man nehme:

250 g Margarine,
250 g Zucker,
1 P. Vanillezucker
und
3 bis 4 Eier 

und verrühre alles so lange mit dem elektrischen Handrührgerät, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann vermische man 

250 g Mehl
mit
1/2 P. Backpulver

und gebe die Mischung zu der Margarine-Zucker-Eier-Masse.

Dann rühre man einen glatten, fluffig-schaumigen Teig zusammen, probiere ihn drei bis fünf Mal, sorge dafür, dass (Ehe)männer/-frauen, Partner/innen und Kinder nicht in der Nähe sind und probiere deren Anteil auch bis einem leicht schlecht wird. Dann stelle man die Schüssel mit dem Teig beiseite.

Dann nehme man:

3 große Kochäpfel (oder entsprechend mehr kleine - ich hatte ungeschält etwa 750 g)

und schäle sie, befreie sie vom Kerngehäuse, schneide sie in Würfel und beträufle sie zwischendurch mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden.

Dann stelle man eine Zucker-Zimt-Mischung her und vermische sie mit den Apfelstücken.


Dann gebe man die Zucker-Zimt-Apfelstück-Mischung zu dem Teig (den man vorher gern nochmal probieren kann, zur Sicherheit) und verrühre alles miteinander.

Anschließend fette man eine Springform mit Margarine und streue sie mit Paniermehl aus.


Man gebe den mit Apfelstücken vermischten Teig in die panierte Springform 


und stelle diese für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze, 175° C).

Hier ein Zwischenergebnis nach ca. 30 Minuten:


Kurz vor Ende der Backzeit nehme man den Kuchen aus dem Ofen und bestreue ihn dünn mit Zucker. Dann stelle man den Ofen auf 250° C und "Grill" und schiebe das Rost mit dem Kuchen in die oberste Schiene, gleich unter den Grill, damit der Zucker karamelisieren und eine schöne, knackige Kruste bilden kann. Man stelle den Kurzzeitwecker auf 3 Minuten und verlasse die Küche.

Nach ca. 2 Minuten beginnt der Rauchmelder im Wohnzimmer ein ohrenbetäubendes Geräusch abzusondern und schwarzer Rauch kommt aus der Küche. Man renne in die Küche und stelle fest, dass es hinter der Backofentür verdächtig flackert. Man reiße die Backofentür auf und springe mit einem Satz zurück, damit einen die Flammen nicht erwischen. Man fege mit dem Arm die Arbeitsplatte leer, greife nach der leeren Teigschüssel, fülle sie am Spülbecken mit Wasser und schütte dieses mit Schwung in den Backofen. Diesen Vorgang wiederhole man etwa fünf bis sechs Mal, so lange, bis keine Flammen mehr aus dem Backofen kommen. Dann renne man ins Schlafzimmer und hole die Trittleiter hinter der Tür hervor. Man bringe die Trittleiter ins Wohnzimmer und positioniere sie direkt unter dem, immer noch laute und entsetzlich schrille Geräusche absondernden, Rauchmelder. Man reiße den Rauchmelder von der Decke, da ein Auf-den-Knopf-drücken nicht den gewünschten Effekt bringt. Man steige mit dem immer noch alarmschlagenden Rauchmelder von der Leiter, hechte ins Schlafzimmer und lege ihn unter die Matratze des Bettes, wodurch sich die Lautstärke dieses Teils unverzüglich um ein Vielfaches minimiert. Man renne zur Wohnungstür, öffne sie und beruhige die Nachbarn, die sich zwischenzeitlich im Hausflur versammelt haben. Zurück in der Wohnung schäme man sich ein bisschen, weil die Nachbarn einen am frühen Sonntagnachmittag im ollsten Schlafanzug, ungeduscht und ungekämmt gesehen haben. Man denke kurz darüber nach, ob man vielleicht einen Arzt aufsuchen sollte, damit dieser sich mal kurz den Hals, in dem es ordentlich kratzt, ansehen kann, entscheide sich aber dagegen. Erstmal nach dem Kuchen sehen.


Ich denke, mit ein bisschen Puderzucker drauf ging´s vielleicht ...

Dienstag, 13. September 2011

Spinat-Linsen-Dhal (Sri Lanka)

"Dhal ist ein Gericht, das aus getrockneten Bohnen und/oder Linsen hergestellt wird. Landläufig bekannt ist, dass Dhal unter einer dicken, cremigen Sauce, die vorwiegend in Indien, Pakistan und Bangladesh zusammen mit Naan (Fladenbrot) gegessen wird. Ein Dhal wird aber auch mit Reis, zusammen mit Gemüse (Süd-Indien) serviert, oder mit Roti (flaches Weizenbrot) und Reis (Nord-Indien). Dhal ist aus der indischen und Sri Lankischen Küche nicht wegzudenken. Dhal versorgt den Körper mit viel Proteinen."

Quelle: Currywelten



Zutaten:
für 2 bis 3 Personen

450 g frischer Spinat oder 350 g TK-Spinat
1/2 Tasse orange Linsen
1/2 Tasse Kokosmilch
1 EL Senf, mittelscharf
1 EL Currypulver
1 EL Kurkumapulver
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
1/2 grüne Paprika
1 Prise Zimt
1/2 schwarzer Pfeffer, gemahlen
1 Tasse Wasser
1/2 TL Korianderpulver

Zubereitung:

Spinat waschen bzw. auftauen und in kleine Stücke schneiden. Knoblauch, Zwiebel und Paprika sehr fein würfeln und 2 - 3 Minuten in etwas Öl in einem Topf anbraten. Linsen waschen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Spinat in den Topf geben. Senf, Curry, Kurkuma, Knoblauch, Zwiebeln, Paprika, Zimt Koriander und Pfeffer in den Topf geben, Wasser dazu geben und ca. 10 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln. Kokosmilch dazu geben, ca. 2 - 3 Minuten auf kleiner Flamme erhitzen und mit Salz abschmecken. Dazu Fladenbrot oder Reis reichen.


Guten Appetit!

Sonntag, 11. September 2011

Roggenmischbrot

Vergesst alles was ich Euch bisher über 
selbstgebackenes Brot 
erzählt habe!

Nach einigen missglückten Versuchen ist es mir heute gelungen ein Brot zu backen, dass nicht zu klebrig, nicht zu fluffig und nicht zu trocken ist. Dessen Kruste nicht so hart ist, dass man sich die Zähne daran ausbeißt und nicht so weich, dass man es auch ohne Zähne essen könnte. Kurz gesagt:

das perfekte Brot!

*darf man eigentlich "Roggenbrot" sagen, wenn es nur zur Hälfte aus Roggenmehl besteht?



Backofen (Ober- und Unterhitze) auf 50°C vorheizen.

300 g Roggenmehl,
300 g Weizenmehl,
2 El Trockensauerteig (Vollkorn-Roggen-),
2 Pck. Trockenhefe,
1 El Salz

miteinander vermischen und mit

300 ml warmes Wasser und
1 El Zuckerrübensirup

zu einem glatten Teig kneten bis der Teig nicht mehr an der Schüssel kleben bleibt.

Teigschüssel mit einem Küchentuch abdecken und ca. 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen stellen.

Anschließend mit etwas Mehl bestäuben und zu einem Brotlaib formen, mit einem Messer drei- bis viermal diagonal ca. 1 cm tief einritzen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech noch einmal 15 bis 20 Minuten gehen lassen.

Dann den Brotlaib mit Wasser einpinseln und eine mit Wasser gefüllte Schale auf den Boden des Backofens stellen.

Bei ca. 180°C (Ober-und Unterhitze) ca. 50 Minuten backen. Zwischendurch ein bis zweimal mit Wasser einpinseln.

Das Brot ist fertig, wenn es beim Draufklopfen hohl klingt.

Das fertige Brot direkt aus dem Backofen in ein Geschirrtuch einschlagen und dort auskühlen lassen.




Guten Appetit!


Samstag, 10. September 2011

Currymanie


Ich koche gern, ich mag Eintöpfe, ich liebe exotisches Essen, was liegt da näher als ein Curry? Indisch, thailändisch, marokkanisch - meine Rezeptsammlung wird mit jedem Tag größer und ich werde sie alle ausprobieren. Und dann werde ich Euch den Mund wässerig machen und Euch freundlicherweise die Rezepte zur Verfügung stellen. 
Ich bin ja gar nicht so.  :-)


Lammcurry mit Kichererbsen



Zutaten
für 4 Personen:

4 Tomaten
2 grüne Paprika
2 Ds. Kichererbsen (á 240 g Abtropfgewicht)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
15 g Ingwer
1 TL rote Currypaste
500 g Lammfilet
1 EL Pflanzenöl
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Kurkuma
1/ 2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 Msp. gemahlener Zimt
1 Msp. Nelke
Salz
400 ml Wasser

Zubereitung:

Tomaten heiß überbrühen, häuten und in grobe Stücke schneiden.
Paprika waschen, entkernen und in Stücke schneiden.
Kichererbsen abgießen, kalt abspülen und gut abtropfen lassen.
Zwiebeln, Koblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Lammfilet waschen, trocken tupfen und in Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, Lammwürfel darin rundherum kräftig anbraten und herausnehmen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Currypaste im Bratfett andünsten. Gewürzen anstäuben und kurz mitbraten. Paprika und Kichererbsen dazu geben und ebenfalls kurz mitbraten.

Tomaten dazugeben, 400 ml Wasser angießen und aufkochen lassen. Curry im geschlossenen Topf ca. 10 Minuten schmoren. Lammfleich wieder dazu geben, weitere 5 Minuten schmoren und mit Salz abschmecken.

Guten Appetit!

Sonntag, 4. September 2011

Kartoffel-Erbsen-Curry



Zutaten
für 2 Personen:

8 festkochende Kartoffeln
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 TL Pflanzenöl
200 g TK-Erbsen
Salz und Pfeffer
2 TL Currypilver
250 ml fettarme Milch
300 ml Gemüsebrühe (1 TL Instantpulver)
1 TL rote Currypaste
8 Pfirsichhälften (1 große Konserve)
2 EL Magermilchjoghurt

Zubereitung:

Kartoffeln und Zwiebel in kleine Würfel schneiden, Knoblauch zerdrücken. Öl in einem beschichteten Topf erhitzen, Kartoffel-, Zwiebelwürfel, Knoblauch und Erbsen darin ca. 5 Min. andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Currypulver bestäuben. Mit Milch und Brühe ablöschen, Currypaste einrühren und ca. 15 Min. cremig einköcheln lassen.

Pfirsiche in Würfel schneiden, untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Joghurt-Topping servieren.

Achtung, scharf!

Ich habe das Curry mit dem Pfirsichsaft aus der Dose abgemildert und das Joghurt-Topping nimmt auch noch ein bisschen von der Schärfe, trotzdem war die Schärfe für mich grenzwertig. Beim nächsten Mal nehme ich nur die Hälfte von der Currypaste.



Guten Appetit!


Freitag, 8. Juli 2011

"Faules Brot"

... so heißt es im Rezept, aber eigentlich muss es "Brot für Faule" heißen.

Heute habe ich mich an mein allererstes selbst gemachtes Brot gewagt. Um genau zu sein: den Teig habe ich bereits gestern Abend angesetzt und heute habe ich ihn dann abgebacken. Dabei habe ich weder eine Fertigbackmischung noch einen Brotbackautomaten benutzt. Das kann schließlich jeder. Dieses Brot zu backen kann allerdings auch jeder, weil es so einfach ist wie zum Bäcker gehen. Man braucht den Teig weder stundenlang zu kneten noch zigmal gehen zu lassen. Einfach Zutaten zusammenrühren, Teig über Nacht stehen lassen, umfüllen und backen. Fertig.

Auch wenn es ein bisschen merkwürdig aussieht (ich habe keinen kleineren Topf und deshalb ist es ein bisschen platt geraten), es hat eine tolle Konsistenz (nicht zu plusterig und nicht zu fest), eine knackige Kruste und es schmeckt einfach großartig. Und wie das duftet!

(Kriegt man von zu viel warmem Brot mit Frischkäse und Apfelkraut eigentlich Bauchweh? ...)

(Ein Klick auf´s Foto zeigt es in Originalgröße.)


Rezept
aus meinem derzeitigen Lieblingsbuch "Hab ich selbst gemacht" von Susanne Klingner

400 g Mehl, 
1 TL Salz und
1/4 TL Trockenhefe

vermischen.

Evtl. Gewürze, Kräuter, Nüsse, Samen dazugeben (ich habe es pur gelassen).

300 ml warmes Wasser mit einem Teigschaber einkneten. 

Mit Deckel oder Frischhaltefolie abdecken.

12 bis 24 Std. stehen lassen - je länger, desto saurer schmeckt es (ich habe ihn etwa 14 Std. ruhen lassen)

Teig in mit Margarine gefetteten Topf setzen und mit Deckel verschließen. (Ich habe einen Tupperware-Ultra mit Sonnenblumenöl eingefettet.)

Je nach gewünschter Festigkeit oder Fluffigkeit gleich in den Ofen oder noch mal ein paar Stunden stehen lassen. (Ich habe ihn noch mal etwa 2 Std. ruhen lassen.)

Im geschlossenen Topf 30 Min. bei 230° C (Umluft 210° C) backen.

Deckel abnehmen und weitere 20 Min. backen.

Guten Appetit!


Anmerkungen:

- der Teig ist ziemlich "klebrig", aber das muss so



Donnerstag, 30. Juni 2011

Nudelauflauf italienischer Art

Urlaub zu haben, heißt für mich auch, Zeit zum Kochen zu haben. Heute sollte es ein Nudelauflauf nach italienischer Art sein. Schade, dass es kein Geruchsinternet gibt ...


(Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße.)



Rezept
für 2 Personen:

1 Bund Frühlingszwiebeln,
2 gelbe Paprika,
4 Tomaten und 
2 Zucchini

in kleine Würfel schneiden.

250 g trockene Gabelspaghetti in
1 l Tomatensaft

bissfest garen und NICHT abtropfen lassen.

Gemüse zu den Nudeln geben und mit

4 TL Pizzagewürz,
2 EL Balsamicoessig,
Salz und Pfeffer

abschmecken.

Alles in eine Auflaufform füllen. Das sollte dann in etwa so aussehen:

 (Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße.)

zum Schluss mit

4 EL geriebenem Käse (30 % Fett i. Tr.)

bestreuen und

im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Gas: Stufe 2, Umluft: 160° C) auf mittlerer Schiene ca. 15 Min. überbacken.

Lecker!


Anmerkungen:

1. Ich habe eine ganze Tüte (150 g) Käse (Arla Finello light) genommen. Da der Auflauf ansonsten komplett ohne Fett gemacht wird, habe ich mir das erlaubt.  ;-)

2. Meine Auflaufform ist 30 cm lang, 20 cm breit und 8 cm hoch und sie ist bis zum Rand voll. Diese Menge dürfte locker für 4 Personen reichen.

3. Für die WWler unter meinen Lesern: der Auflauf hat 5 FlexPoints pro Portion

4. Man kann den Auflauf mit schwarzen Oliven, Knoblauch und/oder gebratenem Hackfleisch "aufpeppen". Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.  ;-)

Sonntag, 5. Juni 2011

Brunchdesaster



Heute war ich Brunchen. 

Brunchen im Hofbräu, so richtig bayrisch, darauf hatte ich mich schon einige Tage lang gefreut. Das Wetter war heute bombastisch und außerdem fand ein paar Meter weiter, unter freiem Himmel, sowohl das Fest der Biere als auch ein großer Flohmarkt statt, womit sich die gähnende Leere in dem Lokal erklären ließ. Dachte ich jedenfalls zuerst. 

Nachdem wir uns einen Tisch ausgesucht hatten, wir hatten ja quasi die freie Auswahl, kam auch schon gleich eine freundliche Bedienung an unseren Tisch um uns mitzuteilen, dass die Getränke aber nicht im Brunchpreis von 9 Euro 80 enthalten wären sondern extra berechnet würden. Ungewöhnlich, unverständlich, aber wohl nicht zu ändern. 

Wir hatten Hunger und Kaffeedurst, also bestellten wir  Kaffee, Tee und Orangensaft und einmal Kaffee ohne Koffein. Gibts nicht. Kaffee ohne Koffein gibts nicht? Blöd, aber nicht zu ändern. 

Also stattdessen Kakao bestellt und ans Buffet gestürmt, das ein bisschen stiefmütterlich in einer dunkle Ecke des weitläufigen und tageslichterhellten Lokals plaziert war. Schade, aber nicht zu ändern. 

Es gab einen kleinen Korb mit unterschiedlichen Brötchen. Wollte man ein Brötchen haben, das unter den anderen hervorlugte, musste man mit der Hand danach wühlen und dabei zwangsläufig Brötchen anfassen, die möglicherweise irgendjemand anders essen würde und weil ich nicht wusste, wer da schon alles rumgewühlt hatte, verzichtete ich auf Brötchen und nahm Brot. Außerdem hatte sich wohl leider noch nicht bis hierher rumgesprochen, dass man in Kiel auch am Sonntag FRISCHE Brötchen kaufen kann und dass aufgebackene Brötchen "bäh" sind und bei einem leckeren Frühstück nichts verloren haben. Sehr schade.

Rührei, Würstchen und Speck versteckten sich unter einer Metallhaube, die der freundliche junge Mann in Kochuniform, der hinter dem Tisch stand, gerne für mich anhob. Eine Brötchenzange holte er allerdings trotz meiner vorherigen Bemerkung: "Ich esse doch kein Brötchen, das schon jeder hier einmal in der Hand hatte!" nicht. Vermutlich hat er den Zusammenhang nicht begriffen. Schade, aber nicht zu ändern.

Gut fand ich, dass vor allen Speisebehältern kleine Kärtchen aufgestellt waren auf denen stand, was sich auf den Tellern, unter den Hauben und in den Körben befindet. Ok, irgendjemand hätte vielleicht vor dem Aufstellen die Rechtschreibung überprüfen können, aber ich will ja nicht kleinlich sein. Etwas verwirrend fand ich, dass auf der Rückseite der Kärtchen immer was anderes stand als auf der Vorderseite, zum Beispiel vorne "Vanillesoße" und hinten "Haxen". Gut, dass wir uns selbst bedienen konnten, wer weiß, was uns der freundliche junge Mann in Kochuniform sonst auf den Teller gepackt hätte ...

Zurück am Tisch freute ich mich auf den bereits servierten Kaffee. Zucker stand auf dem Tisch. Kaffeesahne auch. Sehr hübsch anzusehen, so ein ja!Kaffeesahneplastikkännchen ...


Aber ich will nicht meckern, immerhin passte es wunderbar zu den Plastikprimeln, die überall auf den Tischen standen.



Zurück zum Essen:
Rührei, Würstchen und Speck sahen wirklich toll aus. Leider war alles komplett kalt.
Im Gegensatz zu Butter und Margarine. Die waren schön warm. 

Artig aß ich meinen Teller leer (ich hatte wirklich wirklich Hunger!) und verwarf den Gedanken, mich später an Sauerkraut und Knödeln satt zu essen. Allerdings bin ich anschließend noch zweimal zum "Dessertbuffet" gegangen, die Bayrische Creme war zwar aus der Tüte, so wie der Wackelpudding und die Vanillesoße auch, aber lecker.

Meinen Vorsatz "Ich esse jetzt Bayrische Creme für 10 Euro!" habe ich dann doch nicht in die Tat umgesetzt. Mir war die Lust auf Brunchen gehörig vergangen und die Tatsache, dass der Laden so gut wie leer war, würde ich jetzt nicht mehr unbedingt auf das gute Wetter schieben ...

Aber der Brunch war nicht der einzige Grund, warum wir ins Hofbräu gegangen sind. Der Hauptgrund war der Auftritt von Double-Neck. 



Das hat uns gefallen. Da konnten wir uns mit Linedance von dem schrecklichen Essen ablenken.


Noch ein paar Worte zum Hofbräu:

Das Lokal gefällt mir wirklich außerordentlich gut. Es ist groß und trotzdem gemütlich. Ich war schon einmal zu einer Veranstaltung dort und habe seinerzeit á la carte (Schnitzel mit Pommes) gegessen und das war wirklich gut. Ich war da heute auch ganz sicher nicht zum letzten Mal, aber Brunchen werde ich da auf keinen Fall nochmal.