Sonntag, 11. September 2011

Roggenmischbrot

Vergesst alles was ich Euch bisher über 
selbstgebackenes Brot 
erzählt habe!

Nach einigen missglückten Versuchen ist es mir heute gelungen ein Brot zu backen, dass nicht zu klebrig, nicht zu fluffig und nicht zu trocken ist. Dessen Kruste nicht so hart ist, dass man sich die Zähne daran ausbeißt und nicht so weich, dass man es auch ohne Zähne essen könnte. Kurz gesagt:

das perfekte Brot!

*darf man eigentlich "Roggenbrot" sagen, wenn es nur zur Hälfte aus Roggenmehl besteht?



Backofen (Ober- und Unterhitze) auf 50°C vorheizen.

300 g Roggenmehl,
300 g Weizenmehl,
2 El Trockensauerteig (Vollkorn-Roggen-),
2 Pck. Trockenhefe,
1 El Salz

miteinander vermischen und mit

300 ml warmes Wasser und
1 El Zuckerrübensirup

zu einem glatten Teig kneten bis der Teig nicht mehr an der Schüssel kleben bleibt.

Teigschüssel mit einem Küchentuch abdecken und ca. 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen stellen.

Anschließend mit etwas Mehl bestäuben und zu einem Brotlaib formen, mit einem Messer drei- bis viermal diagonal ca. 1 cm tief einritzen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech noch einmal 15 bis 20 Minuten gehen lassen.

Dann den Brotlaib mit Wasser einpinseln und eine mit Wasser gefüllte Schale auf den Boden des Backofens stellen.

Bei ca. 180°C (Ober-und Unterhitze) ca. 50 Minuten backen. Zwischendurch ein bis zweimal mit Wasser einpinseln.

Das Brot ist fertig, wenn es beim Draufklopfen hohl klingt.

Das fertige Brot direkt aus dem Backofen in ein Geschirrtuch einschlagen und dort auskühlen lassen.




Guten Appetit!


Kommentare:

  1. Wenn's nur zur Hälfte aus Roggenmehl besteht, heißt es "Roggenmischbrot". :-)
    Versuch dich doch mal an selbstgemachtem Sauerteig, hier http://bit.ly/luxtX2 findest du eine gute Anleitung. Der richtige Sauerteig (im Gegensatz zu den zu kaufenden Sauerteigextrakten und ähnlichem, die nur für Sauerteiggeschmack sorgen sollen) hat den Vorteil, das du dann gar keine Hefe mehr brauchst und nach meiner Erfahrung bleibt das Brot so noch länger frisch als das mit Hefe. Und hat nicht dieses Hefearoma, das ich in süßem Hefegebäck sehr gern mag, im Brot aber irgendwie nicht so...
    Ich backe mein Brot jetzt seit einem knappen Jahr so, mittlerweile klappt es auch sehr gut und inzwischen findet kaum noch ein Brot vom Bäcker Gnade vor meinen Geschmacksknospen. :-)

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  2. Ah, RoggenMISCHbrot, da hätte ich eigentlich auch von selbst drauf kommen können. Hab ich gleich mal geändert. Danke :-)

    Das mit dem selbstgemachten Sauerteig habe ich vor Jahren mal versucht, aber ich fand den Geruch so ekelig, dass ich es auch gleich wieder gelassen habe. Außerdem habe ich gar keine Möglichkeit, den irgendwo warm zu stellen ohne dass die Miezies mit den "Kleinstlebewesen" spielen wollen. ;-)
    Ich mag den Hefegeschmack eigentlich ganz gerne. Ich glaube, heutzutage kommt kein Bäckerbrot mehr mit selbstgebackenem mit. Mal sehen, ob das die letzte Version meines neuen Lieblingsbrotes ist oder ob und wie oft ich da noch dran rumschraube. Ich glaube fast, das kann jetzt so bleiben. Ich warte mal ab wie es sich morgen anfühlt und so.

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  3. Oh, das sieht so so so so so lecker aus !!!!
    Leider darf ich heute keine Kohlenhydrate mehr essen, mache ja SIS. Aber morgen werden ich es mal nachbacken.

    Danke, liebe Bea

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  4. Und das sieht nicht nur so aus!
    Wichtig ist die Feuchtigkeit beim Backen und auch nachher das Auskühlen lassen in einem Geschirrtuch, sonst wird die Kruste so hart, dass man die nichtmal mehr mit dem Brotmesser schneiden kann.
    Wenn Du das nachbackst, erzähl doch mal, wie es gelungen ist, ja?

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  5. Okay, ich erzähle es Dir dann !

    Heute haben wir Hagebutten-Plätzchen gebacken, die sahen auch sie Hackfleisch-Fladen. Igitti

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  6. Ich würde sagen, privat darf man sein Brot nennen, wie man will ^^

    Es schaut wirklich superlecker aus!

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  7. Hagebuttenplätzchen??? Und wie haben die geschmeckt?

    Citara,
    das finde ich auch. Ich glaube, ich überlege mir noch einen neuen Namen, einen, der zu uns beiden passt, zum Brot und zu mir ...

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  8. Bea, mein Kind fand sie lecker (Rezept aus der Schule mitgebracht). Ich konnte sie nicht essen, fand die Optik einfach abstoßend. Das Auge isst mit ;o)

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  9. Ich glaube mit Recht sagen zu dürfen, dass ich bis ca. 32 Jahre noch als eine Art Mann galt. Jedenfalls was das Gehabe ectpp. usw. betraff. :D Dann plötzlich entdeckte ich "Vorlieben" und Interessen, die absolut Kontraproduktiv mit em männlichen Machogehabe waren und sind. Ich fing an "richtig" zu Kochen und auch zu Backen. ;-) im Ernst. Es war und ist nicht nur geniessbar, sondern schmeckt auch wirklich nicht schlecht, kommt gut an und macht Spass. Vor allem das Backen.
    Brot war allerdings so eine Sache, der ich konsequent aus dem Weg ging. War mir zu aufwendig und zu umständlich. Welches zu KAufen war einfacher und kostengünstiger, dachte ich. Aus diesem Grund wehrte ich mich innerlich auch lange gegen eine "Brotbackmaschiene". Letztes JAhr war ich allerdings der treibende Keil, welcher solch eine "Megamörderhammermaschiene" einfach in die Küche zu den anderen mehr oder weniger "nützlichen" anderen Gerätschaften versteckte. :D
    Und wenn ich ehrlich sein soll...ich berreue es bis heute nicht, auch wenn das Brot nicht wie ein gekauftes, oder aus dem Backofen aussieht.
    Der Vorteil allerdings ist echt genial. Abends gebe ich die Zutaten in die MAschiene, stelle den Zeittimer entsprechend ein und habe früh am Morgen wirklich frisches und warmes Brot. So wie ich es gerne hätte. Auch geschmacklich variabel. Der Kostenfaktor inkl. Mischung, Zutaten und Stromverbrauch liegt bei einem ca. 1 Kilobrot so um die 1 bis 2,50 Franken. Das selbe Brot würde mich beim Bäcker das 3 bis 4 fache kosten. Interessant ist auch, dass die Haltbarkeit deutlich höher liegt, als bei einem gekauften. Und wenn ich ein Körnerbrot, oder Olvivenbrot möchte, sind auch wirklich Körner oder Oliven drinnen und nicht nur "halbherzig" auf der Kruste verteilt. ;-) Ich bin mit dieser Anschaffung wirklich zufrieden. Zumal die MAschiene ja auch noch andere Vorzüge hat. Marmelade z.B. usw. Ausser "Zopf". Der wird natürlich wie eh und je, fals gewünscht, von HAnd gedrechselt und im Backoffen gebacken.

    Weiterhin viel Spass bei deinen Koch und BAckversuchen. Ist interessant bei dir die entsprechenden Rezepte zu verfolgen und auch als Anregung zu probieren. Also bitte auch weiterhin mehr davon. Und das sagt ein..... lese bitte oben den Anfang noch einmal. ;-)

    LG rolf

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  10. Schmedderling,
    dann hätte ich sie wohl auch nicht probiert. ;-)

    Rolf,
    die meisten Köche und Bäcker sind männlich ...
    Ich hatte auch mal eine Brotbackmaschine, aber das handgeklöppelte schmeckt um Klassen besser, finde ich. Ich befinde mich zurzeit im Koch- und Backwahn und ich schätze, da kommen in nächster Zeit noch einige Rezepte auf Euch zu. ;-)

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