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Montag, 16. Januar 2017

*Meine Prinzessin

… ist tot. Einfach so.
Als ich gestern Morgen ins Wohnzimmer kam, lag sie da auf dem Boden. Tot. Einfach so. Ich begreife es nicht. Ich bin so todtraurig.
Meine süße Prinzessin,
warum bist du denn einfach weggegangen?
Du fehlst mir so!
❤   ❤   ❤
molly

*kopiert aus meinem WP-Blog

Samstag, 13. Juni 2015

H*E*L*P ... blogger.com-Auskenner hier?

Ich bin kurz davor, das Blog zu schließen!

Seit einer Ewigkeit kann ich mich nicht mehr in meinem Blog anmelden. Also ich kann mich bei Google anmelden, dann auf mein Blog gehen, dann bestätigen, dass ich einverstanden bin, dass Cookies gesetzt werden (diese Zeile steht permanent am oberen Blogrand), 



rechts oben, wo man sich schon immer anmelden konnte, sind zwei Schaltflächen: 
1. Blog erstellen und 2. Anmelden.



Gehe ich auf "Anmelden", öffnet sich das Blogger-Dashboard


Gehe ich auf mein Blog, fängt das ganze Spiel von vorne an ...

Dass ich angemeldet bin, kann man ja sehen, aber warum sehe ich es nicht im Blog oben rechts?

Und warum kann ich nicht mehr kommentieren?

Und warum können auch andere (teilweise) auch nicht mehr kommentieren?


Ich bin inzwischen dermaßen genervt, dass ich tatsächlich überlege, das Blog zu schließen!


Kann mir denn nicht irgendwer helfen?

(Google und Blogger-Hilfe haben mich bisher nicht weitergebracht ...)

Sonntag, 21. September 2014

Der Facebook-Fluch

Facebook ist toll, ich hasse es.

Es ist so schön einfach: mal eben gucken, was seine Leute so machen, einen kurzen Schnack mit Freunden, Bekannten, Kollegen oder der Familie halten, die Laune mit einem lustigen Foto heben lassen, facebooken halt. Und das jederzeit und überall, mit dem Handy kein Problem ...

Ich blogge. Ich blogge gern. Seit Facebook blogge ich kaum noch. Warum?

Vielleicht weil nix mehr zurück kommt? Also nicht im Blog, in Facebook schon.

Praktisch sieht das dann so aus:
Ich blogge und verlinke auf Facebook. Kommentiert werden meine Beiträge dann da, bei Facebook, nicht im Blog. Blöd irgendwie.

Und wieso soll ich überhaupt noch bloggen, wenn ich doch auch alles gleich facebooken kann? Fragen über Fragen.

Ihr lieben facebookenden Blogger und bloggenden Facebooker, 
wie macht IHR das denn?

Montag, 9. Dezember 2013

Sendeschluss


... oder Sendepause?

Dreizehn Beiträge in elf Monaten. Es nervt mich. Einerseits möchte ich gern wieder mehr schreiben, andererseits habe ich so viele andere Dinge um die ich mich kümmern muss und möchte. Vierundzwanzig Stunden pro Tag reichen mir nicht. Ständig mache ich mir Notizen und denke: "Das muss ich unbedingt bloggen!" ... und mache es dann doch nicht. Weil die Zeit fehlt. Oder die Lust. Oder beides. Und nach einiger Zeit ist das Thema, über das ich so unbedingt bloggen wollte, schon wieder uninteressant. An dem einen Tag hätte ich so viel zu erzählen (und den Marvin erst!) und am nächsten Tag ist die Spannung schon wieder raus. Und ohne diese innere Spannung schreibt es sich schlecht. Dann lieber gar nicht.

Ich habe oft in letzter Zeit darüber nachgedacht, das Blog zu schließen und mich aus der Bloggerwelt zu verabschieden, aber irgendwas in mir sträubt sich dagegen. (Und den Marvin sträubt sich auch!)
Aber es brach liegen zu lassen ist auch keine Lösung. Das macht mir Stress. Ich mache mir Stress. Immer dieses: "Ich müsste mal wieder ...", spätestens dann habe ich keine Lust mehr.

Ich weiß, dass es vielen Bloggern so geht. Woran liegt das nur? Oder hat, wie alles andere im Leben auch, auch das Bloggen einfach irgendwann mal ein Ende? ...


Sonntag, 20. Oktober 2013

Sauer, sauer, sauer, süß, hurra!


Ich bin sauer,
weil in meinem Kopf soviel Energie ist und in meinem Körper so wenig.


Der Marvin ist sauer,
weil das PC-Internetgedönse so lange kaputt war und er euch doch so gerne noch so viel von unserem Barcelona-Urlaub erzählen wollte.



Die Tigermädchen sind sauer,
weil ich so selten die Energie aufbringen kann, um mit ihnen eine ausgiebige Clickersession einzulegen.




Meine beiden Enkelkatzenkinder sind ...
... soooo süß!




Und zum Schluss noch das Hurra! des Jahres:

Heute vor 7 Jahren (!) habe ich meine letzte Zigarette geraucht! 

Hurra!


Samstag, 12. Mai 2012

Flowers



Ich glaube, ich werde ihn (schweren Herzens!) zurückgeben. Zu viele ungeplante Ausgaben diesen Monat ... *heul*.

Samstag, 18. Februar 2012

Nur tanzen

Ich habe jetzt seit gut neun Wochen kein Mtx mehr genommen und baue seit etwa 14 Tagen ab. Jeden Tag ein bisschen mehr. Physisch und psychisch. (Mehr Details hier: klick)  "Sie müssen lernen, mit der Krankheit zu leben, nicht dagegen." Leichter gesagt als getan.

Gestern war ich eine Stunde beim Linedance. Es war toll. Es hat Spaß gemacht. Ich habe mich gefreut. Heute fühle ich mich wie vom Panzer überrollt. Bin übersät mit entzündeten Hautschwellungen. Jeder einzelne Muskel in meinen Körper vibriert. Mein Körper scheint nur noch aus Schmerz zu bestehen. "Sie müssen lernen, mit der Krankheit zu leben, nicht dagegen." ... 


Ich will doch nur tanzen!



Donnerstag, 5. Januar 2012

Stille Leserin

Liebe Frau DüneSieben,

ich war meist eine stille Leserin ihres Blogs, kannte sie leider nicht persönlich und werde sie trotzdem vermissen, bin traurig, dass Sie nicht mehr hier sind und zuversichtlich, dass es Ihnen dort besser geht.

Bea Wüst 

Freitag, 23. Dezember 2011

Es ist vorbei

... und was jetzt werden soll und wie es weitergehen soll, weiß ich nicht.

Ein Jahr Mtx und so wie dieses Jahr anfing (Klick hier!), so endet es jetzt auch. Es ist zum Kotzen, im allerwahrsten Sinne des Wortes. Eigentlich wäre ich gestern dran gewesen, aber mir war so schlecht, dass ich es auf heute verschoben habe. Heute war mir so schlecht, dass ich nach dreimaliger Kotzerei Magen-Komplettentleerung um elf beschlossen habe, mich für den Rest des Tages krank zu melden. Jetzt liege ich auf der Couch, trinke Magen-Tee und kämpfe gegen die Übelkeit, die trotz Höchstdosis VomexA nicht verschwinden will. Ich kann das nicht mehr. Diese ständige Übelkeit macht mir so zu schaffen. Inzwischen fängt es oft schon am Tag vor der Spritze an, meine Psyche dreht völlig ab wenn es um das Thema Mtx geht. Also habe ich heute entschieden, dass ich absetze. 

Ich weiß, was auf mich zukommt und  davor habe ich eine Heidenangst. Aber was soll ich denn tun? Ich habe versucht herauszufinden, ob es eine Alternative zum Mtx gibt, habe aber bisher keine Antwort gefunden. Am 19. habe ich meinen halbjährlichen Termin beim Rheuma-Doc. Ich hoffe, der weiß eine Lösung.

Und dabei geht es mir körperlich so gut mit dem Zeug ...


Mittwoch, 26. Oktober 2011

Amy Winehouse

Endlich sind die Obduktionsergebnisse da:

" ... Amy Winehouse hatte über 4 o/oo Alkohol im Blut und ist somit an einer Alkoholvergiftung gestorben und nicht, wie es gerüchteweise hieß, an einer Überdosis Drogen. ..." 

Und ich so: "Häh?" 

Alkohol IST eine Droge und mit über 4 o/oo Alkohol im Blut HAT man eine Überdosis! 

Merkwürdige Denke ...

Sonntag, 18. September 2011

Fürs Leben gelernt

Gestern war ich in der Stadt. Vor der Rolltreppe ins Einkaufszentrum sitzt häufig ein Mann mit einem Schild: "Bitte um eine kleine Hilfe." Mich stört das nicht. Weder der Mann noch das Schild noch die Sammelschale vor seinen Füßen. Manchmal tu ich was rein, manchmal nicht.

Gestern also stehe ich auf der Rolltreppe Richtung oben. Hinter mir ein Paar, um und bei Mitte fünfzig, in Begleitung eines Jungen von etwa sieben oder acht, ich vermute mal, ihr Enkel. Vom optischen Erscheinungsbild (ja ich weiß, das sagt gar nichts) nicht unvermögend (allein ihr Handtäschchen kostet im legalen Handel so viel wie ich im Monat verdiene. Brutto.) Der Junge hatte offenbar nach dem Mann am Fuße der Treppe gefragt. Die Antwort seiner Oma: 

"... In Deutschland gibt es mehr als genug Arbeit für alle, aber der ruht sich lieber aus und lebt auf anderer Leute Kosten."

Schön, wenn Kinder gleich richtig eingenordet werden.

Wenn ich mich umgedreht hätte, hätte ich jetzt eine Beleidigungsklage am Arsch, wenn nicht gar Schlimmeres. Und trotzdem ärgere ich mich inzwischen, dass ich es nicht getan habe ...

Samstag, 27. August 2011

Neun von zehn


... Verabredungen sage ich ab. Seit mehr als einem Jahr gehe ich weder zum Laufen noch zum Tanzen. In der gleichen Zeit habe ich mehr als 15 Kilo zugenommen. Achtundneunzig Prozent meiner geplanten Unternehmungen finden nicht statt. Meine letzten schmerz- und kotzfreien Tage waren die vier Tage vor Ostern. Meine Wochentage: arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen, arbeiten, .......
Samstag: einkaufen, schlafen, Wäsche waschen, schlafen.
Sonntag: abwaschen, schlafen, Müll raus bringen, schlafen.
Und ab und zu gehe ich ins Internet um zu sehen, ob es noch Leben gibt da draußen.

Kann mir mal bitte jemand sagen, wo der Sinn ist?

Montag, 8. August 2011

Das Allerletzte!!!

Ich wohne in einer Alten- und Behindertenwohnanlage. Diese Nachricht hängt bei uns im Haus am Schwarzen Brett:

(Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße.)

Wer macht sowas?
Und warum?!?!?

Donnerstag, 16. September 2010

Kultursterben in Kiel


Zum Ende des Jahres 2010 sollen die Stadtgalerie Kiel sowie das KulturForum Kiel geschlossen werden. Zwei Orte, die für mich persönlich sehr wichtig geworden sind, seit ich vor knapp zwei Jahren hierher zog. So viele Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen wie in den letzten beiden Jahren, habe ich in den zehn Jahren davor nicht besucht. Und ich bin noch lange nicht satt. Die Nachricht über die geplante Schließung traf mich sehr und sie macht mich wütend.

Warum machen sie die Kunsthochschule nicht auch gleich dicht?



  • 02.09.2010

PROTEST

Kiel droht kultureller Kahlschlag

Gegen die fürs Jahresende geplante Schließung der Stadtgalerie Kiel hat sich ein siegessicherer Förderverein gebildet. Denn der Einspar-Effekt wäre minimal, andererseits ginge eine Institution verloren, deren Renommee in den gesamten Ostseeraum hineinreicht.VON FRANK KEIL

Kulturelles Zentrum unterm Damoklesschwert: die Stadtgalerie in Kiel von innen.Foto: Frank Molter
Wilm Feldt kann sehr deutlich werden. Dann schlägt der Diplom-Ingenieur, der als Projektmanager für eine Bank arbeitet, nicht mehr lässig das rechte Bein über das linke. Dann setzt er sich vielmehr kerzengerade hin und sagt mit fester Stimme: "Wir werden gewinnen, keine Frage." Feldt engagiert sich seit kurzem im Förderverein der Stadtgalerie Kiel. Seitdem hat er viel zu tun: Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig hat sich zum Ziel gesetzt das Kunsthaus zum 31. Dezember zu schließen.
Erfahren haben Feldt und seine Mitstreiter davon aus der Zeitung. Dabei liegt die Stadtgalerie im Erdgeschoss des Neuen Rathauses, im Zentrum der Stadt. Der Bürgermeister hätte also nur die sehr breite Treppe hinuntergehen müssen, um dieses Vorhaben persönlich mitzuteilen. "Da kommt natürlich Freude auf", sagt Feldt.
Wo soll man anfangen, die Aktivitäten der Stadtgalerie zu loben? Was alles anführen an lokalen, überregionalen bis internationalen Kunstausstellungen? Vielleicht nur dies: Seit Jahren richtet das Haus die "Ars Baltica" aus, die wichtigste Kunstschau des Ostseeraums. Nebenbei wob sie ein dichtes Netz aus Künstlern und Künstlergruppen von Trondheim über Kopenhagen bis Vilnius und St. Petersburg und eben Kiel. Seit Jahren ist sie erfolgreich im Auftreiben von Sponsorengeldern und Kooperationspartnern.
Trotz schwieriger Bedingungen: Der Ausstellungsetat hat sich allein in den letzten Jahren halbiert. Der Etat für Ankäufe, einst 90.000 D-Mark, ist bei 7.000 Euro angekommen. Sollte das Haus schließen, würden 80.000 Euro pro Jahr gespart. Kiel möchte seinen Etat im nächsten Jahr um zehn Millionen Euro entlasten.
Geschlossen werden soll bei der Gelegenheit auch das Kulturforum, ein benachbarter, fensterloser Raum mit Stuhlreihen, einer Bühne plus Ton- und Lichtanlage. Betrieben wird es vom Kulturamt der Stadt. Hier tritt die Jazzsängerin Lyambiko auf; hier liest der Erfolgsautor Kristof Magnusson.
Auch die Vorsitzende des Fördervereins für das Kulturforums klagt über mangelnde Kommunikation: "Es redet ja niemand mit uns", sagt Christine Kreß-Lindenberg. "Erst recht nicht über Inhalte. Dabei sind wir seit zwei Jahren dabei, Vorschläge zu erarbeiten, wie es trotz knapper Gelder weitergehen könnte." Von drei Stellen hat die Stadt das Personal auf zuletzt eine und eine Viertel Stelle heruntergekürzt. Sinnigerweise wurde im Sommer eine neue Kraft eingestellt, die die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit der Stadtgalerie mit dem Kulturforum, damit von Bildender Kunst, Theater und Musik ausloten soll. Das wäre dann nicht mehr nötig.
Geschlossen werden muss dann auch der Ehmsen-Saal, der sich den Räumen der Stadtgalerie anschließt: eine Bibliothek nebst Archiv und Depot. Heinrich Ehmsen, geboren 1886 in Kiel, Mitstreiter des Blauen Reiters, ist einer der wenigen Maler, auf den die Stadt stolz sein kann. Auch Ehmsens Enkeltochter Gabriele Ehmsen, die in Wien lebt, aber gerade in Berlin weilt und die sich jüngst die fünf Ehmsen-Bilder angeschaut hat, die in der Nationalgalerie hängen, hat ebenso von der Schließung aus der Zeitung erfahren.
Finanziell geht es erstmal um ganze 4.400 Euro, die die Stadt der Stiftung bisher jährlich zukommen lässt. Sollte der Saal geschlossen werden, würde die Stiftung ebenso ihren Sitz verlieren. "Man kann sich gut vorstellen, wie das auf die Kieler Bürger wirkt, in deren Villen manche Werke hängen, die man vielleicht später der Stadt überantworten könnte", kommentiert dies Feldt. Dazu kommt, dass erst vor zwei Jahren jener Saal mit städtischen Geldern umgebaut wurde. Gekostet hat das 400.000 Euro.
Vorne, im Eingangsbereich, gibt es dann noch das Statt-Café, das selbst mit einer kleinen Jazzreihe aufwartet. Dessen Betreiber Frank Müller, der kraft seines Jobs rechnen kann, weiß, was auf ihn zukommt: "Das ist eine Art indirekte Kündigung, denn wir leben von den Gästen, die sich in der Stadtgalerie eine Ausstellung angeschaut haben oder die nach einem Konzert noch etwas trinken oder essen möchten."
Er zeigt auf das ausladende Foyer, auf die Skulpturen, die sich einem freundlich in den Weg stellen, auf den benachbarten Bilder-Ausleihdienst und auf den Aufgang zur Stadtbücherei, die im ersten Stock dann sehr einsam residieren würde: "Das Haus hier bildet für Kieler Verhältnisse ein einzigartiges Ensembles aus Kultureinrichtungen", sagt Müller. Verschwinden würde auch der seitlich angebrachte Kunstcontainer, in dem die Studenten der benachbarten Muthesius-Kunsthochschule sich ausprobieren können.
Und die Stadt? "Das ist ja ein sehr umfassendes Thema", haucht die junge Pressereferentin und verspricht, einen Gesprächspartner aufzutreiben. Der ist am nächsten Morgen am Telefon: Gert Meyer, Kulturdezernent und zugleich Kämmerer. Wortreich beschreibt er die bedrückende finanzielle Situation der Stadt, die einen zu solchen Schließungen zwinge. Er spricht von den Finanzen, die im Mittelpunkt ständen. Fachlich lobt er die Stadtgalerie ohne Wenn und Aber: "Das ist ein großer Schatz, der da verloren geht."
Kurzfristig ergebe sich nur ein geringer Einspareffekt, langfristig könnte aber Personal abgebaut werden, so dass andere Dienststellen in die Räume umziehen könnten. "Da beabsichtigt ist, durch Pensionierung frei werdende Stellen nicht wieder zu besetzen, hätte die Stadtgalerie in vier, fünf, sechs Jahren ohnehin kein Personal mehr und wäre dann auch so nicht mehr handlungsfähig", sagt er. Konkrete Pläne, was mit den leer stehenden Flächen ab Januar geschehen würde, gibt es nicht. Sie würden erstmal leer stehen, bezahlt, bewacht und beheizt.
Und nun? Oberbürgermeister Torsten Albig gilt als hemdsärmeliger Macher, der die Konfrontation sucht und genießt. "Neulich hat Albig bei einer Diskussion in der Kunsthalle den Bürgern, die sich seit Jahr und Tag engagieren, die fortlaufend Gelder auftreiben und selbst welche geben, vorgehalten, sie sollten aufhören zu jammern und lieber etwas tun. Das kam gar nicht gut", erzählt Wilm Feldt. Von der CDU, die schon zu ihrer Regierungszeit das Haus schließen wollte, ist wenig zu erwarten. Die Grünen haben mit der regierenden SPD einen Kooperationsvertrag geschlossen - und könnten wie gewohnt stillhalten.
So wird es an Feldt und den Seinen und auf Christine Kreß-Lindenberg und die Ihren ankommen, ob sie es vermögen, flankierend zu den Haushaltsberatungen ab Herbst genügend öffentlichen Druck aufzubauen. Feldt sagt: "Die Überschrift lautet: Rücknahme der Schließung. Die Unterzeile: Daseinsschutz für die nächsten fünf Jahre, damit wir vernünftig ein Zukunftsmodell entwickeln können." Er sagt: "Die Stadt erwartet professionelles Arbeiten - wir erwarten professionelle Rahmenbedingungen." Feldt sagt: "Zum Leben eines Bürgers gehört Kunst. Punkt!"
Als die Beamten und Verantwortlichen der Stadt Kiel in den Fünfzigern anfingen, Kunst zu sammeln und so einen ersten Grundstock für die spätere Stadtgalerie schufen, taten sie dies, um ihre Arbeits- und Büroräume zu dekorieren und zu schmücken. Dass ihnen selbst dieser Eigennutz abhanden gekommen ist, ist ein fatales Zeichen.

Quelle: www.taz.de


Es gibt eine Petition gegen die Schließung der Stadtgalerie. Je mehr Unterschriften zusammenkommen, desto höher die Erfolgsaussichten. Unterschreiben kann man hier --->  Klick!

Montag, 5. April 2010

Der Marvin-Quatsch

Gestern Mittag bekam ich eine Mail, in der sinngemäß Folgendes stand:

Ob das hier jetzt ein "Marvin-Blog" würde und wenn ja, sollte ich das doch meinen Lesern mitteilen, damit die sich künftig den Weg in dieses Blog sparen können.

Wie einsam ich wohl sein müsse, dass ich mich mehr mit einem Plüschtier als mit Menschen beschäftigen würde.

Mein Blog wäre mal sehr unterhaltsam gewesen, inzwischen aber zu einem albernen Kinder-Blog verkommen.

Ob ich es wirklich nötig hätte, mich über eine alberne Puppe zu definieren.

Und überhaupt solle ich, schon meinen Lesern zuliebe, den infantilen Marvin-Quatsch lassen. Die Mehrheit meiner Leser würde mir dafür dankbar sein.
...

In diesem Stil ging es noch ein ganzes Stück weiter, ich mag das jetzt hier gar nicht alles aufführen. Unnötig zu erwähnen, dass mich diese Mail sehr getroffen hat.

Nachdem ich alle möglichen Emotionen durch hatte, wollte ich auf die Mail antworten, was aber nicht ging, weil es sich bei dem Absender um eine trash-mail-Adresse handelte. Schade, eigentlich. Trotzdem möchte ich gerne Stellung beziehen und ich bin sicher, der Absender (oder die Absenderin) der Mail liest hier noch immer fleißig mit. Trotz des ganzen Marvin-Quatsches.

Mir geht es seit einigen Monaten nicht besonders gut. Gründe, gesundheitliche wie auch emotionale, gibt es dafür einige. Das Schreiben, Blog, Tagebuch, Briefe, hat mir immer schon sehr geholfen, solche Krisen zu überstehen. In den meisten Fällen endet das dann in Jammer-Beiträgen oder Jammer-Mails. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man das eigene Gejammer leid ist und man braucht ein anderes Ventil. Ablenkung. Sport zum Beispiel. Oder ein anderes Hobby. Oder und. Und dann kam Marvin.

Ich könnte jetzt eine ellenlange Abhandlung darüber schreiben inwiefern Marvin mir gut und hilfreich ist. Mach ich aber nich. Nur soviel: Marvin bringt mich zum Lachen. Und wer das schafft, hat schon gewonnen!

Nun, werte Leserinnen und Leser, möchte ich dem, sicher gut gemeinten, Rat eines anonymen Mailschreibers folgen und Euch dies mitteilen:

Marvin wird auch in Zukunft mein Blog benutzen dürfen, um über seine Erlebnisse, bei und mit mir (und den blöde Mietzekatze), zu berichten. Das hier wird ganz sicher kein "Marvin-Blog" werden, dazu werde ich selbst noch viel zu viel zu erzählen haben, und ich benutze Marvin auch nicht als Platzhalter, um meine Leser "bei der Stange" zu halten, wenn ich selbst mal nichts zu berichten habe, denn auch wenn ich mich freue, wenn hier jemand gerne liest, so schreibe ich dieses Blog doch in allererster Linie für mich und nicht, um anderen zu gefallen. Dieses Blog ist öffentlich und -ganz wichtig- freiwillig! Niemand wird hierher gezwungen und wer den ganzen Quatsch hier nicht lesen möchte, der muss nicht. Aber wer will, der darf und ich freue mich über jeden einzelnen, der mein Geschreibsel (und das von den Marvin) lesen mag.

Und nun noch ganz speziell für den freundlichen Mailschreiber:

Lieber anonymer Mailschreiber,

ich wette, Du bist schon ganz richtig erwachsen, nicht wahr? Das ist schade, denn dann weißt Du nicht, wie spannend und lustig das Leben ist, wenn man sich ein kleines Stückchen Kindsein bewahrt hat. Und ich wette, Du bist auch immer total vernünftig, nicht wahr? Das ist auch schade, denn dann weißt Du nicht, wie viel Spaß es macht, den Kopf auszuschalten und einfach mal den Bauch und das Herz machen zu lassen. Ich wünsche Dir alles Gute in Deiner vernünftigen Erwachsenenwelt.

Bea