Sonntag, 3. Oktober 2010

Rudelcachen

(spricht sich: Ru-del-kä-schen)

Gestern habe ich an einem ganz besonderen Event teilgenommen: dem Rudelcachen. Und das geht so: man zieht mit acht weiteren Menschen los, um irgendwo in der Pampa nach versteckten Tupperdosen zu suchen. Fertig.

Das Wetter hat mitgespielt und gefunden haben wir auch, also die anderen haben gefunden, ich leider nicht, was aber nicht unbedingt daran gelegen hat, dass ich zu dämlich zum Finden war sondern ganz einfach daran, dass die anderen schneller vorgeprescht sind. Ok, vielleicht hätte ich auch allein nicht gefunden. Und genau da komme ich an den Punkt, an dem ich mich frage, ob das eigentlich alles so rechtens ist. Wenn ein Cache gefunden wurde, von wem auch immer, haben wir uns alle ins Logbuch eingetragen. Angeblich soll das so in Ordnung sein. Ich habe dabei ein merkwürdiges Gefühl. Ich soll den Cache als gefunden eintragen obwohl ich ihn gar nicht gefunden habe sondern ein anderer. Das widerstrebt mir. Andererseits müsste ich dann ja ausschließlich alleine zum Geocachen gehen, um dann die Funde einzutragen, die ich auch tatsächlich selbst gemacht habe. Aber das will ich ja auch nicht, also immer alleine losziehen. Que dilemma!

Trotzdem war es ein schöner Vormittag. Ich hatte ein paar Stunden Bewegung an der frischen Luft und ich habe ein paar Plätze gesehen, an die ich auf jeden Fall zurückkehren werde. Ganz oben auf der Liste: das Wildgehege Tannenberg im Projensdorfer Gehölz.

Ansonsten ist Rudelcachen nichts, was ich von nun an regelmäßig machen möchte, das Rudel war mir dann doch ein bisschen zu groß. Zu viel Gewusel, zu viel Gerede, zu viel Unruhe irgendwie. Damit komme ich nicht mehr so gut zurecht. Und wer hier schon ein bisschen länger mitliest weiß, dass ich nicht mehr wirklich gut zu Fuß bin und nach zwei Stunden Lauferei durch Wald und Flur gestern, bin ich heute völlig platt.

Die nächste Tour mache ich wieder mit dem Fahrrad. Ohne Rudel.


Kommentare:

  1. Ja, ein bißchen sehr wuselig fand ich es auch. Je weniger, desto besser kann man sich unterwegs abstimmen, wobei ich ganz alleine losziehen auch meistens eher langweilig finde. Aber ich fands trotzdem ganz gut, das mal gemacht zu haben, sich mit den anderen auszutauschen und zu sehen, was andere so an Equipment dabei haben. (Insbesondere Handschuhe muss ich mir dringend besorgen, damit ich nicht mehr mit bloßen, schutzlosen Pfoten in irgendwelche dunklen Löcher greifen muss.)
    Eigentlich hatte ich mir für heute noch die beiden Rätselcaches vorgenommen, die wir gestern nicht mehr gemacht haben, aber ich glaube, ich bin zu geplättet. Nachdem ich heute morgen schon für einen totalen Popelflohmarkt viel zu früh aus dem Bett gescheucht wurde...

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Bea.

    Ich versichere hiermit hoch und "geheiligt" - ein Blitz möge mich und diesen PC auf der Stelle treffen... autsch... - , dass ich weder oberflächlich noch sonstwie geartet bin. Aber halt nur ein Mann. ;-) Aus diesem Grund habe ich mir nach dem Fertiglesen deines vollständigen Artikels, wenigstens gleich die Mundwinkel mit geheiligtem Wasser gesalbt und die Rachenhöle mit nem Glas Rotwein gespüllt. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich auch noch ne Kerze als "Nichtchrist" irgendwo anfackeln. Versprochen. "Würklich"!!!

    Warum dieser Aufwand und diese Einleitung? Nun. Ich habe als Überschrift folgendes gelesen:" Rudelkacheln..." :( :) ;-)
    Hauptsache es hat was gebracht. Also in diesem Fall das "Rudelcachen". :)

    Dennoch und nochmals selbst bei dir um "Abbitte" heuchelnd, ein erholsames Wochenende.

    LG rolf

    AntwortenLöschen
  3. zimtapfel,
    ich fand´s auch gut und ich würde das sicher auch mal wieder mitmachen, aber zu meinem Lieblingshobby wird das nicht. ;)
    Handschuhe - wie sinnvoll die sind, weiß man erst, wenn man mal mit bloßen Händen beherzt in einen Brennesselbusch, oder ein Rudel Kellerasseln gefasst hat.
    Ich hoffe, dass es nächste Woche noch mal einen oder zwei schöne Tage gibt, damit ich nicht so ziellos spazieren gehen muss.

    Lieber Rolf,
    extra für Dich und die, die ähnliche Gedanken haben, habe ich hinzugefügt, wie man(n) das Wort auszusprechen hat. Rudelkacheln ... also wirklich!
    Schön´ Sonntach! :)

    AntwortenLöschen
  4. Trotzdem finde ich es toll, dass Du mitgemacht hast und nun eben sagen kannst: ich kenne es - das Alleine losziehen, das Rudelchachen und eben das mit Freunden im kleinen Kreis... alles hat sicher Vor- und Nachteile und jede/r muss das Finden und machen, was für ihn/sie am besten ist. Und Du hast doch schon super schöne Erfolgserlebnisse.. allein das Buch!

    AntwortenLöschen
  5. Und schon wieder was neues gelernt.
    Heute: Das Kacheln offenbar auch irgendwas unanständiges sein können. Bei mir sind das ja die weißen Dinger, die in Küche und Bad an der Wand hängen. Ok, die sind manchmal auch schmutzig. Aber niemals unanständig, ich schwör! ;-)

    AntwortenLöschen
  6. Wir gehen meistens zu dritt oder zu viert cachen und ich finde es macht sehr viel mehr spaß als wenn man allein geht. mal finde der ein, mal der, mal ich. :-D Wie viele ward ihr denn wenn ich fragen darf?

    AntwortenLöschen
  7. Gesa,
    ja das stimmt und ich bin auch froh, dass ich mitgemacht habe. Mir blieb auch nichts anderes übrig: ich habe das Ganze organisiert. ;)
    Das mit dem Buch war allerdings kein Geocaching.

    zimtapfel,
    nicht DIE Kacheln, sondern DAS Kacheln ... ich bin immer noch fassungslos! ;)

    Julia,
    insgesamt waren wir neun. Ich denke auch, dass vier Leute die Höchstgrenze sind. Trotz allem gehe ich am allerliebsten alleine los. Nein, das ist auch nicht ganz richtig, ich würde sagen, es kommt immer auf die Situation an. Ob man gerade lieber allein sein möchte (wie ich meistens zurzeit) oder Lust auf Gesellschaft hat.

    AntwortenLöschen
  8. Und wieder habe ich einen Sommer verpasst, in dem ich das Hoecker-Buch durchlesen und dann mal auf die Pirsch gehen wollte :)
    Aber ich werds mir mal auf den Nachttisch legen, denn ich merke, dass ich nicht wie meine Eltern "einfach so spazieren" gehe, um an die frische Luft zu kommen.

    AntwortenLöschen
  9. Daniela,
    Geocaching kann man auch im Herbst machen. Und mir geht es genau so wie Dir: "einfach so" spazieren gehen mache ich zwar manchmal, um den Kopf frei zu kriegen, aber schöner isses, wenn man ein "Ziel" hat.

    AntwortenLöschen
  10. Ja also, ich würde sagen das du den Cache ganz getrost mitloggen kannst. Wieso auch nicht du warst ja dabei...
    Ich selber gehe am liebsten zu zweit bis zu viert cachen. Das macht mir persönlich zumindest am meisten Spass

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Florian,
    am liebsten finde ich die Caches natürlich selbst. ;-)
    Ich denke auch, zwei bis vier Leute sind genug.

    AntwortenLöschen