Montag, 29. Juni 2009
Freitag, 26. Juni 2009
Gedankenlos?
"Wir denken selten bei dem Licht an Finsternis, beim Glück ans Elend, bei der Zufriedenheit an Schmerz; aber umgekehrt jederzeit."
(Immanuel Kant)
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Mittwoch, 24. Juni 2009
Jung und hübsch ...
Nachdem ich einige Jahre beim selben Revier meinen Dienst versehen hatte, beschloss ich, mich neu zu orientieren und den Dienstort zu wechseln. Je näher mein letzter Arbeitstag, desto bedrückter meine Stimmung. Ich tu mich halt schwer mit Trennungen und die Kolleginnen und Kollegen waren mir in den Jahren doch ans Herz gewachsen. Die einen mehr, die anderen weniger und alles in allem war es dann doch nicht ganz so einfach, dort wegzugehen, wie ich es mir vorgestellt hatte.
An einem meiner letzten Arbeitstage, ich war gerade auf der Wache, spricht mich ein junger Kollege an:
Ob ich denn schon wisse, wer meine Nachfolgerin werden würde.
"Nein, keine Ahnung."
Ob ich denn vielleicht irgendeinen Einfluss auf die Einstellung einer Nachfolgerin nehmen könne.
"Nein. Ich weiß noch nicht einmal, ob sich jemand auf meine Stelle beworben hat."
„Das ist ja schade, es wäre doch schön, wenn im Geschäftszimmer mal so eine Hübsche wäre.“
„Danke.“
„Öhm, nein, ich meine doch so eine junge Hübsche.“
„Danke!“
„Oh nee, so meine ich das doch gar nicht, ich meine …“
Daraufhin kam ein Kollege hinzu und meinte:
„Junge, da ist nur noch Treibsand. Da rutschst Du immer tiefer rein. Da kommste nie wieder raus. Sag jetzt besser einfach nix mehr!“
Der Kollege am Wachtisch hat sich fast ins Hemd gemacht vor Lachen.
Und ich bin erstmal beleidigt abgezogen.
Autsch!
Dienstag, 23. Juni 2009
Meine Kieler Woche 2009 - Tag 2
Sonntag, 21. Juni 2009
Ich hatte beschlossen, der Kieler Woche noch eine zweite Chance zu geben. Um 14:45 Uhr wollte ich mir eine Figurentheater-Aufführung im Hiroshimapark ansehen und so machte ich mich bereits gegen halb zwei auf den Weg in die Stadt, um vorher noch ein wenig zu bummeln. (Sonntags haben die Geschäfte zu, da DARF man ungestraft bummeln!) Das gleiche Bild wie gestern. Nein, nicht ganz. Heute waren NOCH mehr Kinderwägen, Schreihälse, Hunde und abgenervte Eltern unterwegs. Ich frage mich ernsthaft, warum Eltern sich und ihren Kleinsten (oder Herrchen sich und ihren Hunden) das antun , wenn doch beide Seiten offensichtlich keinen Spaß dabei haben? Wie auch immer. Nachdem ich mich vom Rathausplatz bis zur Einkaufsmeile und von dort bis zum Alten Markt vorgearbeitet hatte, war mir eines sonnenklar:
Kieler Woche is nix für mich!
Um halb drei war ich im „Pavillon“ in dem die Puppenbühne aufgebaut war. (Ein tolles Bühnenbild!) Die Bierzeltbänke darin waren bereits größtenteils belegt und ich war schon wieder kurz davor, mich darüber aufzuregen, dass es sich hauptsächlich Erwachsene auf den Sitzgelegenheiten bequem gemacht hatten, während jede Menge Kinder in den hintersten Reihen stehen mussten. Hauptsache Muddi, Vaddi, Omma und Oppa. haben es bequem. Und als Student muss man ja von Natur aus keine Rücksicht auf andere nehmen. Was haben auch Kinder in einem Kindertheater verloren? Ich stellte mich brav in eine der hinteren Reihen und freute mich auf das Stück. Bevor es so richtig losging, gab es eine kurze Einführung von Marc Schnittger himself, so dass auch die Kleinsten verstehen konnten, worum es geht. Das ist keineswegs selbstverständlich und hat mich positiv überrascht.
Der Anfang des Stückes war wirklich schön: ein tolles, mit viel Liebe zum Detail gestaltetes Bühnenbild, gut geführte und charakterisierte Puppen, witzige Dialoge.
Leider musste ich bereits nach einer halben Stunde gehen, weil sich Muskelkrämpfe in den Beinen ankündigten und ich nicht riskieren wollte, später keinen Schritt mehr alleine gehen zu können. Schweren Herzens und mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch („Scheiß Rheuma verfluchtes!“), habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht.
Resümee:
Ein Event, das etwas abgelegen vom „Kieler-Woche-Trubel“ stattfindet, würde ich jederzeit wieder besuchen. Der Rest ist mir definitiv too much.
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Montag, 22. Juni 2009
Meine Kieler Woche 2009 - Tag 1
Samstag, 20. Juni 2009
Nachdem es bis zum späten Vormittag wie aus Eimern gegossen hatte und dann plötzlich aufklarte, entschloss ich mich, doch noch in die Stadt zu fahren. Ich musste dringend zum Frisör und da ich gestern zu faul dazu war, musste das also heute passieren, wenn ich nicht am Montag mit meiner Wischmop-Frisur zum Dienst gehen wollte. Und das wollte ich nicht. Also ab aufs Fahrrad und los.
Bis zur Sparkassen-Arena war noch alles in Ordnung. Ab da ahnte ich bereits, was auf mich zukommen würde: Kinderwagen schiebende, Hunde und/oder schreiende Kleinkinder hinter sich her zerrende Menschenmassen, nervende Stadt-Bummler mit aller Zeit der Welt, Slalomlauf durch die Fußgängerzone. Prima. Genau das Richtige für mich! Die Wirklichkeit übertraf meine Erwartungen um ein Vielfaches. Auf einen entspannten Einkaufsbummel nach dem Frisörbesuch verzichtete ich und fuhr auf direktem Weg zu S., um sie mit meiner Gesellschaft ein bisschen zu erfreuen.
Der Kaffee war schon fertig und Kuchen hatte sie auch besorgt (obwohl sie doch genau weiß, dass mich Kuchen gewichtsmäßig gleich wieder um ein bis acht Kilos zurückwirft … aber ich verzeihe ihr, weil der Kuchen so hammerlecker war).
Resümee:
Das schönste an dem allerersten Kieler-Woche-Tag meines Lebens war der gemütliche Kaffeeklatsch bei S.
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