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Mittwoch, 6. Mai 2020

Das Leben ist zu kurz für Grau!


"Don’t let anyone rob you of your imagination, 
your creativity, or your curiosity. 
It’s your place in the world; it’s your life. 
Go on and do all you can with it, 
and make it the life you want to live."

Mae Jemison

(Photo by Katwise)

(Ein Klick auf´s Foto zeigt es in Originalgröße.)



Mittwoch, 14. Dezember 2011

Überraschungspost

Als ich heute in meinen Briefkasten sah, erwartete ich die üblichen Ärgernisse: Rechnungen und Werbung. Was ich nicht erwartet hatte war ein Brief mit einem goldenen Stern auf dem Umschlag und einer von Hand geschriebenen Adresse. Auf der Rückseite stand zwar eine Absenderin, aber die war mit völlig fremd. Ich grübelte und überlegte, ob ich den Namen schon mal irgendwo gelesen oder gehört habe, kam aber zu keinem Ergebnis. In meiner Wohnung angekommen öffnete ich neugierig den Umschlag und heraus kam eine hübsche Weihnachtskarte aus der eine handgebastelte Schneeflocke fiel (es ist doch eine Schneeflocke?).



Und nachdem ich den Text gelesen hatte, musste ich mir schnell die Nase putzen. ich glaube, ich bekomme eine Erkältung ... oder sowas ...


Vom Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk
Du selber bist.

von Joachim Ringelnatz 1883 - 1934

Und dann stand da noch ein persönlicher Text an mich, mit guten Wünschen und dass sie, die Absenderin, gern in meinem Blog liest. Ich bin noch immer ganz überrascht und gerührt und auch ein bisschen stolz. 

Vielen Dank liebe Bea, ich habe mich sehr über Deine Post gefreut!

Dienstag, 9. August 2011

Operation Trojaner

"Mit einem trojanischen Shirt hat EXIT-Deutschland für Aufsehen in der rechtsextremen Szene gesorgt. Auf dem Rechtsrockfestival „Rock für Deutschland“ am 6. August in Gera hat die Organisation T-Shirts verteilen lassen, die erst in den eigenen vier Wänden ihre wahre Absicht offenbarten. ..."

Geniale Aktion!  ----->   Klick!



Sonntag, 10. April 2011

"Man muss nicht ständig alles korrigieren."


"Unser Minivan stand in der Garage und mein VW-Cabrio in der Einfahrt. Jai fuhr den Van heraus und dachte nicht daran, dass  das andere Auto im Weg stand: krach, bum, peng!
Jai verbrachte den ganzen Tag mit verzweifelten Proben, wie sie mir das alles erklären sollte, wenn ich nach Hause komme.
Zuerst einmal hielt sie es für das beste, die richtige Atmosphäre für den Moment ihrer Beichte zu schaffen. Sie fuhr beide Autos in die Garage und stellte sicher, dass das Garagentor geschlossen war. Sie zirpte süßer als sonst um mich herum, als ich heimkam, und fragte nach jedem Detail aus meinem Tag. Sie legte Schmusemusik auf. Sie kochte mir mein Lieblingsgericht. Sie trug zwar kein Negligé - so viel Glück hatte ich denn doch nicht -, tat aber ansonsten alles, um die perfekte, Ehefrau zu geben.
Gegen Ende unseres grandiosen Dinners sagte sie: "Randy, ich muss Dir was sagen. Ich hab ein Auto mit dem anderen Auto zertrümmert."
Ich fragte, wie das geschehen sei, und ließ sie den Schaden schildern. Sie sagte, das Cabrio habe am meisten abgekriegt, aber beide Autos liefen prima. "Willst Du einen Blick in die Garage werfen?", fragte sie.
"Nein, lass uns fertig essen."
Sie war überrascht: Ich war nicht verärgert, es schien mich nicht einmal zu kümmern. Sie sollte bald erfahren, dass meine zivilisierte Reaktion nur meinem Elternhaus zu verdanken war. 
Nach dem Essen sahen wir uns die Autos an. Ich zuckte lediglich die Achseln und konnte sehen, wie ein ganzer Tag voller Ängste einfach abfiel von Jai. "Morgen früh", versprach sie, "lass ich die Reparaturkosten schätzen." Ich sagte, das sei nicht nötig. Die Beulen seien okay. Meine Eltern hatten mir beigebracht, dass Autos zu nichts anderem da sind als einen von A nach B zu bringen. Sie sind Gebrauchsgegenstände und keine Statussymbole. Deshalb konnte ich Jai leichten Herzens erklären, dass wir keine kosmetischen Reparaturen bräuchten. Wir könnten gut mit Schrammen und Dellen leben.
Jai war ein wenig schockiert. "Wir werden wirklich in zerbeulten Autos herumfahren?"
"Na ja, Jai", sagte ich, "du kannst nicht nur ein bisschen von mir haben. Du magst den Teil von mir, der sich nicht ärgert, wenn zwei "Dinge" aus unserem Besitz beschädigt wurden. Die Kehrseite dieser Medaille ist meine Überzeugung, dass man Dinge nicht zu reparieren braucht, solange sie tun, was sie tun sollen. Die Autos fahren noch. Also lass sie uns einfach fahren."

Okay, vielleicht lässt mich das schrullig erscheinen. Aber wenn dein Mülleimer oder deine Schubkarre eine Beule hat, kaufst du doch auch nicht gleich neue. Vielleicht, weil wir Mülleimer und Schubkarren anderen nicht als Statussymbole oder Ausdrucksformen unserer Identität vorführen? Unsere zerbeulten Autos wurden jedenfalls zu einem Symbol für uns und zu einem Statement für unsere Ehe. 
Man muss nicht ständig alles korrigieren. ..."


Als ich dieses Kapitel gelesen hatte, hätte ich Randy Pausch küssen mögen! Wie oft musste ich mir anhören, dass ich wohl nicht ganz dicht sei, dass kein Mensch auf der Welt solch verschrobenen und absurden Einstellungen zu den verschiedensten Dingen des Lebens hätte wie ich. In meiner Kindheit, meiner Jugend, bis heute. Manchmal dachte ich schon selbst, ich sei nicht normal. Am anderen Ende der Welt gibt (bzw. gab) es jemanden, der genau so denkt wie ich. Vielleicht sind gar nicht wir es, vielleicht sind es die anderen, die nicht "richtig" ticken? ...

Als ich noch ein Auto besaß, habe ich das immer mal wieder verliehen. An Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen, wer auch immer es brauchte. Und ich habe es nie mit einem "unguten Gefühl" weggegeben. Und es gab immer wieder andere Leute, Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen, die verständnislos den Kopf schüttelten: "Du kannst doch nicht einfach dein Auto verleihen. Was, wenn derjenige eine Beule hineinfährt oder Schlimmeres?" "Das kann doch jedem jederzeit passieren. Auch mir. Macht es einen Unterschied, WER eine Beule hineinfährt? Bleibt das Ergebnis, nämlich eine Beule im Auto zu haben, nicht das gleiche?" (Jeder der diese "Auto-Diskussion" schon einmal mit mir geführt hat und hier mitliest, wird jetzt vermutlich grinsend mit dem Kopf nicken.) 

Mein Leben ist zu kurz, um mich über eine lächerliche Beule in einem leblosen Gegenstand, der zudem mit und ohne Beule seine Funktion einwandfrei erfüllt, aufzuregen. (Das ist metaphorisch gemeint und betrifft natürlich nicht nur verbeulte Autos.)

Gibt es da draußen noch mehr von uns? Ich bin bisher leider noch keinem begegnet ...

Samstag, 25. September 2010

Winter


Wenn die Blätter von den Bäumen stürzen,
die Tage täglich sich verkürzen,
wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen,
die Koffer packen und verreisen,
wenn all die Maden, Motten, Mücken,
die wir versäumten zu zerdrücken,
von selber sterben - so glaubt es mir:
steht der Winter vor der Tür!

(Heinz Erhardt)

Freitag, 19. Februar 2010

Der Winter

(zu sehen auf dem Foto in dem Viertel unten rechts)


Am 20. März 2010 um 18:32 Uhr MEZ ist Frühlingsanfang. Das sind noch 29 Tage. Und bis zum Frühlingsanfang ist Winter. So sieht es der Kalender, die Natur, der liebe Gott, die Frau Holle, der Herr Petrus oder wer auch immer, vor.

Wie viele Winter lang haben wir uns über fieses, graues Schmuddelwetter beschwert? Wie oft haben wir gesagt, dass es früher noch "richtige" Winter gab, kalt und knackig und mit viel Schnee, damals als noch alles besser war und unser Klima noch kein heilloses Durcheinander?

Jetzt ist Winter! Und wenn ich mich nicht täusche, ist der etwa zwei Monate alt, darf also der Gerechtigkeit halber noch einen Monat lang dauern.

Ein Aufschrei geht durchs Bloggerland!

Stimmt, ich hab gut reden. Ich bin nicht aufs Autofahren angewiesen. Dafür muss ich alles zu Fuß erledigen. Auch nicht immer ein Vergnügen bei Tiefschnee und Glatteis und mit Rheuma im Gepäck. Trotzdem genieße ich diesen Winter. Ausgerechnet ich, die ich diese Jahreszeit immer abgrundtief gehasst habe, außer als Kind, aber da gabs ja auch noch "richtige" Winter, kalt und knackig und mit viel Schnee ...

Ich geb Euch recht, ich hätte auch kein´ Bock mehr, zum achthundertdrölfzigsten Mal die Einfahrt frei zu schaufeln. Andererseits, wenn wir mal in uns rein horchen und ganz ehrlich zu uns sind: was wäre denn, wenn wir von jetzt auf gleich keine Möglichkeit mehr hätten, Auto zu fahren? Würden wir dann vielleicht eine Möglichkeit finden, mit Bus,  Bahn oder gar zu Fuß zur Arbeit zu kommen? Oder zum Kindergarten? Oder zum Einkaufen? (Auch hier bestätigen natürlich Ausnahmen die Regel.) Jedenfalls: dann könnte die Einfahrt zugeschneit bleiben ...

" ... gib mir die Gelassenheit, das anzunehmen, was ich nicht ändern kann ..."  (Hl. Ignatius? Konfuzius?)

" ... gib mir die Gelassenheit, das anzunehmen, was ich nicht ändern kann, denn Meckern nützt auch nix!" (Bea W. aus V. bei D. am R.)

Ich warte ganz gelassen auf den Frühlingsanfang. Und ich bin sehr gespannt, ab wann dann über die nervigen Frühlingsgewitter, die unerträgliche Sommerhitze und die deprimierenden Herbststürme geschimpft wird.

Scheiß Jahreszeiten!  ;-)

Freitag, 15. Januar 2010

Vorausschauend

In einem außerordentlich heißen Sommer war ein tiefer Sumpf ausgetrocknet und die Frösche, die bisherigen Bewohner des Sumpfes, mussten sich nach einem anderen Wohnort umsehen. Zwei Frösche kamen auf ihrer Wanderschaft zu einem tiefen Brunnen, worin es noch Wasser gab. "Ei! Sieh da!" rief der eine. "Warum wollen wir weitergehen? Lass uns hier hinunter hüpfen!" "Halt!" antwortete der andere, "das Hinunterkommen ist zwar ganz leicht, aber wenn auch der Brunnen eintrocknet, wie willst du dann wieder herauskommen?"
Was dir heute nutzt, das kann dir morgen schaden, darum denke nach, bevor du handelst.

(Nach Aesop, griechischer Fabeldichter, um 550 v. Chr.)

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Rückgrat


"... Grade klare Menschen wär´n ein schönes Ziel,
Menschen ohne Rückgrat hab´n wir schon zuviel."

(Bettina Wegner)

Samstag, 31. Oktober 2009

Mensch ärgere Dich nicht

MENSCH - ÄRGERE - DICH - NICHT ...

Wer Glück hat,
hohe Punkte und vielleicht
gut mogeln kann,
gewinnt meistens.

Wer stets rausgeschmissen wird,
weil er anderen im Weg ist,
die siegen wollen,
gewinnt wahrscheinlich nicht.

Und wenn er noch so ehrlich spielt.

... IST EIN GESELLSCHAFTSSPIEL


Quelle:
















(ISBN 3-922028-02-0)

Donnerstag, 24. September 2009

Die Liebe


Eines Tages entschloss sich der Wahnsinn, seine Freunde zu einer Party einzuladen.

Als sie alle beisammen waren, schlug die Lust vor, Verstecken zu spielen.

"Verstecken? Was ist das?", fragte die Unwissenheit.

"Verstecken ist ein Spiel: einer zählt bis 100, der Rest versteckt sich und wird dann gesucht", erklärte die Schlauheit.

Alle willigten ein bis auf die Furcht und die Faulheit.

Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und erklärte sich bereit, zu zählen.

Das Durcheinander begann, denn jeder lief durch den Garten auf der Suche nach einem guten Versteck.

Die Sicherheit lief ins Nachbarhaus auf den Dachboden, man weiß ja nie.

Die Sorglosigkeit wählte das Erdbeerbeet.

Die Traurigkeit weinte einfach so drauf los.

Die Verzweiflung auch, denn sie wusste nicht, ob es besser war sich hinter oder vor der Mauer zu verstecken.

"...98, 99,100!" zählte der Wahnsinn. "Ich komme euch jetzt suchen!"

Die erste, die gefunden wurde, war die Neugier, denn sie wollte wissen, wer als erster geschnappt wird und lehnte sich zu weit heraus aus ihrem Versteck.

Auch die Freude wurde schnell gefunden, denn man konnte ihr Kichern nicht überhören.

Mit der Zeit fand der Wahnsinn all seine Freunde und selbst die Sicherheit war wieder da.

Doch dann fragte die Skepsis: "Wo ist denn die Liebe?"

Alle zuckten mit der Schulter, denn keiner hatte sie gesehen.

Also gingen alle suchen. Sie schauten unter Steinen, hinterm Regenbogen und auf den Bäumen.

Der Wahnsinn suchte in einem dornigen Gebüsch mit Hilfe eines Stöckchens.

Und plötzlich gab es einen Schrei! Es war die Liebe.

Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen das Auge rausgepiekst.

Er bat um Vergebung, flehte um Verzeihung und bot der Liebe an, sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden.

Die Liebe akzeptierte diese Entschuldigung natürlich.

Seitdem ist die Liebe blind und wird vom Wahnsinn begleitet.

(Verfasser unbekannt)

Samstag, 8. August 2009

Freund und Feind

Ein kleiner Vogel erfror während eines eisigen Winters im Fluge und stürzte zu Boden.


Eine Kuh kam vorbei und ließ einen Fladen auf ihn fallen. Der warme Dung taute den kleinen Kerl wieder auf. Vor Freude begann er zu zwitschern.


Das hörte die Katze, grub ihn aus und verspeiste ihn.


Merke:

Nicht jeder, der Dich bescheißt, ist Dein Feind.

Nicht jeder, der Dich aus der Scheiße holt, ist Dein Freund.

Und wenn Du tief drinsteckst, halt den Schnabel.


Donnerstag, 30. Juli 2009

Freundschaft

„Das ist also keine wahre Freundschaft, dass, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will, der andere zum Lügen bereit ist.“

(Marcus Tullius Cicero)

Samstag, 25. Juli 2009

Das Wort zum Sonntag

Christliche Regeln ...

Vorbemerkung:

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.

Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura,

vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt.

Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, dass würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt’s hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

Montag, 13. Juli 2009

Die Freiheit

Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo,

die Sonne schien, mir war ums Herz so froh.

Vor einem Käfig sah ich Leute stehn,

da ging ich hin, um mir das näher anzusehn.


"Nicht füttern" stand auf einem großen Schild,

und "Bitte nicht reizen, da sehr wild!".

Erwachsene und Kinder schauten dumm

und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm.


Ich fragte ihn: "Wie heißt denn dieses Tier?"

"Das ist die Freiheit", sagte er zu mir,

"die gibt es jetzt so selten auf der Welt,

drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt."


Ich schaute und ich sagte: "Lieber Herr,

ich seh ja nichts, der Käfig ist doch leer!"

"Das ist ja grade", sagte er , "der Gag,

man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg!"


Die Freiheit ist ein wundersames Tier

und manche Menschen haben Angst vor ihr.

Doch hinter Gitterstäben geht sie ein,

denn nur in Freiheit kann die Freiheit

Freiheit sein .


Georg Danzer (07.10.1946 - 21.06.2007)


Freitag, 26. Juni 2009

Gedankenlos?

"Wir denken selten bei dem Licht an Finsternis, beim Glück ans Elend, bei der Zufriedenheit an Schmerz; aber umgekehrt jederzeit."


(Immanuel Kant)



Sonntag, 14. Juni 2009

Samstag, 30. Mai 2009

Vernunft und Leidenschaft

"Durch die Leidenschaft lebt der Mensch,
durch die Vernunft existiert er bloß."

(Sébastien Chamfort)
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Montag, 25. Mai 2009

Überraschungen

"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt."

(Mrs. Gump)
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Sonntag, 10. Mai 2009

Das Paradies

"Es ist stets die Idee des Paradieses, auf die es ankommt. Und wenn eine hinreichende, ansprechende Illusion erschaffen werden kann, folgt die Wirklichkeit von selbst."
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(aus: Jenseits von Afrika)
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