Posts mit dem Label sonstnochwas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label sonstnochwas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 27. April 2020

Die jetzt auch noch!

Bild von Muhammad Naufal Subhiansyah auf Pixabay 

Ja es nervt, und ich hatte mir ganz fest vorgenommen, zu dem Thema nix, aber auch rein gar nix zu schreiben, aber irgendwie kommt man ja nicht so richtig drumherum. Dem Einen mag es schneller gelingen, der Andere braucht vielleicht ein bisschen länger, aber am Ende müssen wir uns wohl alle damit abfinden, dass Corona unser Leben, vermutlich nachhaltig, verändert. Und deshalb MUSS darüber nachgedacht und gesprochen werden. Selbst wenn wir die Augen ganz feste zu machen, ist es immer noch da. Versprochen.

Mir fällt es nicht so wirklich schwer, mich der neuen Situation anzupassen. Ich gehe seit Jahren wenig raus und ich habe seit Jahren nur wenig Kontakte. Jetzt bewährt sich das Leben in selbstgewählter Isolation.

Meine Familie habe ich bis vor zwei Jahren nur alle paar Monate mal gesehen (als dann der Mucki auf die Welt kam, verkürzten sich die Abstände allerdings stark, und wenn ich ihn nicht mindestens alle vier Wochen sehen konnte, litt ich schon extrem darunter. Jetzt sind es bereits zehn (10!) Wochen und das macht mir aktuell am meisten zu schaffen. WhatsApp-Videochats sind definitiv kein Ersatz, aber doch besser als nichts.)

Andere Kontakte habe ich kaum: meine Kollegen (die ich teilweise schon auch vermisse), eine Bekannte, mit der ich mich zwei-, dreimal im Jahr zum Essen treffe, meine Tanzmädels, die ich inzwischen auch schon seit knapp einem Jahr nicht mehr gesehen habe. Nur meine Steffi sehe ich alle zwei bis vier Wochen (also vor Corona), und die fehlt mir schon auch. Selbst mit meinem Arzt kommuniziere ich seit Jahren fast nur noch telefonisch. Und das war es dann auch schon. Ich mag dieses Leben sehr, niemand geht mir auf die Nerven und ich muss hauptsächlich mich selbst ertragen. 

Also Kontaktsperre kann ich! 

"Bitte bleiben Sie zuhause!" kann ich auch (zuhause ist es eh am schönsten!).


Ab Mittwoch ist in Schleswig-Holstein "Maskenpflicht" in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich finde das gut, und auf müßige Diskussionen ("Masken nützen nix!" "Masken sind schädlich!" "Ich werde in meinen Grundrechten eingeschränkt!") lasse ich mich nur noch selten ein. Das muss ich noch in den Griff kriegen.


Wenn jeder den anderen schützt, sind alle geschützt, 
und manchmal ist es einfach notwendig, 
das Wohl der anderen über das eigene Wohl zu stellen. 
In der Krise zeigt sich, wer die Guten sind.  💕


Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Bleibt zuhause und gesund! 💜



Für mehr Informationen was man in Schleswig-Holstein gerade so darf und was nicht,  hier der Link zur Landesverordnung vom 18.04.2020:

Freitag, 17. April 2020

Die neue Lust

… am Schreiben.
Ich bin mit WordPress nie richtig warm geworden. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich damals so an Blogger.com gewöhnt hatte, es blind bedienen konnte und man sowieso einen alten Baum nicht verpflanzen sollte? Who knows?
Vor einigen Tagen bereits hatte ich mich dazu entschlossen, wieder zu schreiben und einen Teil davon auch wieder zu bloggen. Lediglich der Gedanke an WP machte mir Bauchschmerzen. Inzwischen habe ich einen neuen Rechner und ein Test ergab, dass Blogger.com wieder ganz der? die? das? Alte war.
Nun stellt sich die Frage: WordPress oder Blogger.com? Oder vielleicht sogar beide parallel?
Ich probiere einfach ein bisschen aus, vielleicht beantwortet sich die Frage am Ende von selbst. Und wer weiß, vielleicht ist diese neue Lust am Schreiben auch nur ein kurzer, vorübergehender Anfall. Bis das klar ist:
Habt Spaß!
hier geht es zum WordPress-Blog:    klick!


PS: ich habe gerade mal alle bei WP veröffentlichten Beiträge hierher kopiert. Der Ordnung halber. Schöne Grüße vom Monk.

Mittwoch, 7. Februar 2018

*Fünf Fragen am Fünften

… ist die neue Frage-Antwort-Kolumne von Luzia Pimpinella, die ich zufällig bei Jana ambaZamba entdeckt habe. Nun ist zwar schon der Siebte, aber ich schleiche mich einfach noch dazu. Vielleicht merkt es niemand …
Seit fast einem Jahr liegt dieses Blog brach, immer wieder mal wollte ich schreiben, und immer wieder fand ich keine Worte. In diesem Jahr ist so viel passiert, Schönes und Schreckliches, und ich glaube, das musste ich erstmal irgendwie hinter mich bringen. Seit einigen Tagen denke ich darüber nach, wie ich wohl den Wiedereinstieg ins Bloggen finde,und da kommt mir diese Aktion doch gerade recht.
Also:
Fünf Fragen (und fünf Antworten) am Fünften (Februar)
1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?
Inzwischen ja. Früher, so bis vor 15, 20 Jahren etwa, war ich extrem morgenmuffelig, da ging vor dem dritten Kaffee gar nix. Inzwischen hat sich das komplett gelegt, und obwohl mein Wecker jeden Morgen bereits um 3 Uhr 45 klingelt, bin ich dann auch sofort richtig wach. Ich genieße die frühen Morgenstunden, in denen der Rest der Welt noch schläft, sehr. Ganz besonders im Frühling und Sommer.
2. Würdest du gern in  die Zukunft blicken können?
Auf keinen Fall! Ich lasse mich gern vom Leben überraschen. Sicherlich wäre es vielleicht manchmal ganz schön, wenn man wüsste was kommt, um sich entsprechend vorbereiten zu können, aber ich glaube, die „großen Dinge“ passieren sowieso, die lassen sich nicht beeinflussen oder lenken, und ich glaube, so wirklich vorbereiten kann man sich darauf auch nicht. Ich stelle es mir schrecklich vor, jetzt schon zu wissen, dass etwas Schlimmes passiert und mir womöglich ewig im Voraus Sorgen zu machen und genau zu wissen, dass ich es nicht ändern kann. Und bei den schönen Dingen fände ich es auch total schade, keine freudigen Überraschungen mehr zu erleben. Zu erfahren, dass ich Oma werde, per Ultraschallbild via Skype … um nichts in der Welt hätte ich das schon vorher wissen wollen! ❤
3. Bist du gern allein?
Ja, sehr gerne! Meinen Bedarf an sozialem Leben decke ich bei der Arbeit, und hin und wieder gehe ich zum Nachbarschaftsstammtisch. Ansonsten liebe ich es, zuhause zu sein und meinen gefühlt dreimillionen Hobbys nachzugehen, da würden andere Menschen nur stören.
4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?
Klar! Wenn ich tanzen will, tanze ich, das mache ich doch nicht von anderen abhängig. (Wie ich übrigens so ziemlich niemals mein Verhalten von dem Verhalten anderer abhängig mache. Ich bin ich, und nicht die anderen.)
5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?
Heiraten. Fremder Typ, blöde Wette. Gewonnen. Und verheiratet.
Kurz gesagt:
Frühaufsteherin, die sich gern von der Zukunft überraschen lässt, am liebsten allein ist, sich nicht nach dem Verhalten anderer richtet, und die nicht davor zurückschreckt zu heiraten, um eine Wette nicht zu verlieren.
Und ihr so?

*kopiert von meinem WP-Blog

Sonntag, 14. Februar 2016

*Mitten im Februar ...

… ist standardmäßig Valentinstag. Valentinstag hat mich noch nie interessiert, deshalb:
von mir KEIN Valentinstagspost heute! (Ich weiß eh nicht, wie und wo man hier in diesem WordPress die scheiß Herzen einfügen kann.)
Mitten im Februar heißt aber auch: sechs Wochen neues Jahr, zweimal Frischgeld (und nix gespart *grmpf*) und 3 Kilo weniger auf der Waage (Yeah!). Und bisher kein Überbordwerfen der guten Vorsätze für 2016 (Doppelyeah!). Allein an der Umsetzung hakt es noch hier und da. Also eigentlich überall. Und ständig. Ich bin so schrecklich undiszipliniert, und wenn mich die blöde RheumaQ nicht gerade in die Knie zwingt, bin ich einfach nur faul und träge und dauermüde (ok, daran ist auch die blöde RheumaQ schuld). Aber: ich krieg das hin. Das verspreche ich mir.
Allen Valentinstaginteressierten a happy day! Und den anderen auch.
Herz
(Oups …)
*kopiert von meinem WP-Blog

Freitag, 25. Dezember 2015

*Weihnachten 2015


3d619-weihnachten2011
Zeit der Ruhe, der Besinnlichkeit und der familiären Kleinkriege. Fest der Liebe und (möglichst großen, besser noch teuren, aber am allerbesten großen UND teuren) Geschenke. Ich weiß, ich bin böse. Und ungerecht. Und neidisch. (Neidisch aber nur theoretisch, praktisch weiß ich ja, was sich hinter so manchem „friedvollen Familienfest“ verbirgt.) Ich will auch Weihnachten feiern. Ich, Bea W., aka der Grinch. Jetzt!
Wenn ich erstmal wieder zuhause bin, wird alles anders. Da wird Weihnachten gefeiert was das Zeug hält. Meine Weihnachtspartys werden legendär werden! Da gibt es dann weder rührselige Weihnachtsgedichte noch schief gesungene O Tannenbaums (ok, die dann vielleicht später doch). Da gibt es Schrottwichteln. Und Spaghetti Bolognese. Und ganz viel Spaß. In Jeans und Jogginghose. (Eins gibt es dann allerdings ganz sicher nicht: Erdbeerbowle. Aber das ist eine andere Geschichte.)
Ich brauche einen Plan. Dringend.

*kopiert von meinem WP-Blog

Samstag, 19. Dezember 2015

*19. Dezember?

Ist nicht wahr, oder? Wo sind denn die letzten Monate, ja, wo ist das Jahr geblieben? Die Zeit rennt an mir vorbei und ich komme nicht hinterher. Ich habe lange gebraucht, um mich neu zu sortieren, und so ganz fertig bin ich damit noch nicht. Aber so langsam ist Land in Sicht. Darauf erstmal ein Fässchen.

Eierlikör am Morgen

*kopiert von meinem WP-Blog

Samstag, 3. Januar 2015

(Gute) Vorsätze?!?

So sehr ich die Vorteile meines Alleinlebens auch genieße, keine Familie zu versorgen, kein Haus, kein Garten, keinerlei sonstiger Verpflichtungen in diese Richtung - herrlich!, einen großen Nachteil hat das Ganze doch: es fehlt mir an festen Strukturen, Ritualen, Gewohnheiten. Früher musste ich morgens früh hoch, egal ob ich in der Nacht Taxi gefahren, für meine Ausbildung gelernt oder Party gemacht habe. Das Kind wollte Cornflakes und Kakao. Auch am Wochenende. Heute schlafe ich solange ich will, lasse das Frühstück ausfallen und verschlafe den Rest des Tages. Wenn ich es will. Und ich merke, dass mir das gar nicht gut tut. Abgesehen davon, dass ich aus Gründen nicht mehr so aktiv sein kann wie früher, fällt es mir auch an "guten Tagen" zunehmend schwerer, den Hintern hoch zu kriegen. Chronische Antriebsschwäche. Chronische Faulheit. Chronische Strukturlosigkeit. Völlig verplant. 


Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird, 
aber ich weiß, dass es anders werden muss, 
wenn es besser werden soll.
(Georg Christoph Lichtenberg)

(Gute) Vorsätze für 2015? Ja klar!

  • 15 Kilo abnehmen (immer noch)
  • 2 x pro Woche Sport machen (wieder)
  • sparen, sparen, sparen! (Hungerjahr)
  • 1 Inchie pro Tag gestalten (Inchie-Challenge)
  • sinnlose Aufregung vermeiden (weil sinnlos und schlecht für Herz und Teng)
  • weniger fernsehen (1 Film pro Woche sollte reichen, statt wie in 2014 3 bis 4)
  • SuB "abarbeiten"
  • mindestens 1 x pro Woche bloggen
  • Ordnung in mein Rezeptesammelsurium bringen (Schluss mit Zettelwirtschaft!)
  • kochen


Zwei, drei weitere hab ich noch, aber die sind so geheim, dass ich jeden, der davon erfährt, auf der Stelle erschießen müsste. Das will ich euch ersparen.  :)

***********

Und dann waren da noch die Inchies von gestern und heute:




Samstag, 15. November 2014

Vorratshaltung

14 Dosen geschälte Tomaten
8 Dosen stückige Tomaten
8 Tetrapacks passierte Tomaten
6 Flaschen Schampoo (verschiedene Sorten)
3 2er-Pakete Zahnbürsten
4 Tuben Zahnpasta (verschiedene Sorten)
3 Pakete Sauerkraut
12 Pakete Nudeln (Spaghetti, Spirelli, Penne)
4 Dosen weiße Bohnen mit Suppengrün
...

Ich könnte noch einige Zeit so weiter machen. Mach ich aber nich. Zu peinlich.

Nur mal so zur Info für den unwissenden Leser: 
Ich lebe allein. Ich bekomme keinen Besuch, und wenn doch, bringt der seine Zahnbürste in aller Regel selbst mit ...

*****

Was das Thema Vorratshaltung angeht, bin ich extrem vorgeschädigt. Sowohl meine Oma als auch meine Mutter haben, solange ich denken kann, Vorräte gehortet als wenn ab morgen alle Aldis, Konsums und Divis für immer unwiderruflich vom Erdboden verschwunden wären. Beim Divi (gibts den Laden eigentlich noch?) wurde meine Mutter an der Kasse regelmäßig gefragt, ob sie für die Bundeswehr oder eine Großveranstaltung oder sowas einkauft. Im ernst! Ich habe es gehasst, wenn ich mit zum Einkaufen musste. Alle 14 Tage. 3 bis 4 große (!) Einkaufswagen voll. Und wenn ich schreibe "voll", dann MEINE ich auch voll. Also mit Berg drauf. Und danach gings zum Aldi ...

*****

Der Vorteil an meiner Horterei ist, dass ich viele Dinge erstmal nicht einkaufen muss. Zeit, sich die Frage zu stellen: 

Wieviel Vorrat ist sinnvoll?

*****


Sauerkraut 
mit weißen Bohnen 
und Kartoffeln




Für 2 Portionen:

2 Mettenden (0,86 €) - klein schneiden und bei mittlerer Hitze auslassen



1 Zwiebel (0,17 €) - klein schneiden, zu den Mettwurststücken geben und anschmoren


2 El Tomatenmark  (0,10 €)- dazu geben und mitschmoren

1 Tüten Sauerkraut (0,39 €) - auswringen und dazu geben

1 Dosen weiße Bohnen mit Suppengrün (0,95 €) - dazu geben

3 Kartoffeln (0,30 €) - in Würfel schneiden und dazu geben

125 ml Wasser - dazu geben

mit


4 Tl Instant-Gemüsebrühe  (0,05 €) würzen 





(ich gebe gern auch ein bisschen Kümmel dazu)



Köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.


Guten Appetit!

Kosten: 1,40 € pro Portion

Sonntag, 9. November 2014

Wiegen, messen, zählen


Wieviel Gramm Kaffeepulver braucht man für einen 300-ml-Becker Kaffee?
Wieviel wiegt eine mittelgroße Kartoffel? Und was ist überhaupt "mittelgroß"?
Brauche ich wirklich 3 Portionspackungen Kaffeesahne, oder tun es auch 2?

Die vergangene Woche war alles andere als langweilig. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr Dinge fallen mir ein, die eine Rolle spielen, wenn es darum geht, was der Mensch wirklich (!) zum Leben braucht. Und obwohl ich tatsächlich nicht verschwenderisch lebe, preisbewusst einkaufe, und lieber mit dem Rad fahre als mit dem Bus (nicht aus Geiz, sondern weil ich Radfahren liebe und Busfahren hasse), ist mir bewusst geworden, wie viel Geld ich ausgebe, ohne mir Gedanken darüber zu machen, dass ich dieses Geld genauso gut aus dem Fenster hätte schmeißen können. Oder sparen. Oder spenden. Oder so.

Beispiel? Beispiel:

Ich könnte STUNDEN im Supermarkt vor dem Zeitschriftenregal verbringen. Handarbeitshefte, Wirtschaftsmagazine, Rezepte, Schöner-leichter-besser-bewusster-Leben-Zeitschriften. Aber es reicht natürlich nicht, in den Heften zu blättern, nein, ich muss eins kaufen. Dafür gebe ich dann auch gerne mal 5 Euro oder mehr aus. Zuhause lege ich das Heft auf den Wohnzimmertisch. Schiebe es im Laufe von etwa vier Wochen von einer Ecke in die andere, lege es dann zu den anderen (ungelesenen!) Zeitschriften, und vergesse es. Doof, oder? Ja, doof!


*****

Im Laufe der letzten Woche habe ich einen Speiseplan für den laufenden Monat geschrieben. Und den dazu passenden Einkaufszettel. Da mein Gefrierschrank leider den Geist aufgegeben hat, und ich nicht die Kohle habe, jetzt einen neuen zu kaufen, muss ich wohl oder übel jeden zweiten Tag kochen. Das wird schwierig und ich vermute, dass so manche Hauptmahlzeit aus Käsebroten bestehen wird ...

Vorgestern und gestern gab es 


"Tortilla española" 

mit Salat:



Für 2 Portionen:

3 Kartoffeln (0,30 €)
1 Zwiebel (0,17 €)
4 Eier (0,88 €)
Salz
Olivenöl (0,30 €)

Kartoffeln und Zwiebel in Würfel schneiden, in Olivenöl anbraten und bei niedrigerer Temperatur garen.
Eier mit Salz in einer Schüssel verquirlen.
Kartoffel-Zwiebel-Mischung zu den Eiern geben (NICHT die Eier zu den Kartoffeln!) und verrühren.
Alles zusammen zurück in die Pfanne* geben und bei niedriger Temperatur stocken lassen.
Wenn die Unterseite gold-braun ist, die Tortilla mit Hilfe eines Tellers wenden und auch die andere Seite gold-braun werden lassen.

Dazu einen grünen Salat (0,20 €) mit einem Essig-Öl-Dressing (0,20 €).

*(Ich benutze eine Pfanne mit Ø 20 cm und backe 2 Tortillas. Das macht das Wenden        einfacher und ich finde, es sieht auch schöner aus als eine große.)


Guten Appetit!



Kosten: 1,03 € pro Portion. Einmal satt für einen Euro. Perfekt!

(Ohne Stromkosten ... man muss es mit der Rechnerei ja auch nicht übertreiben.)

Donnerstag, 6. November 2014

Hungerjahr


Am Montag habe ich mich dazu entschlossen, ein Hungerjahr einzulegen.


Das Ziel ist, ein Jahr lang darauf zu verzichten, unnötige Sachen zu kaufen. Angefangen von Lebensmitteln (von denen ich üblicherweise ziemlich viel wegwerfe) bis hin zu überflüssigem Schnicksachnack. Nur noch das, was ich zum Leben brauche.


Seit dem recherchiere ich Preise bei Aldi, Lidl, Rewe und Sky, meinen Haupteinkaufsläden, schreibe Mahlzeitenpläne und überlege mir, in welchen Bereichen des Lebens man Einsparungen vornehmen kann. Gar nicht so einfach. Ich gehe nicht aus (Kino, Kneipe & Co.), habe keine preisintensiven Hobbys wie Segeln, Fallschirmspringen oder Muckibude und bin kein Klamotten- und/oder Schuhjunkie. Mein Smartphone hat 19 Euro gekostet und ich hasse telefonieren. Wo könnte man da noch sparen?

Bücher. Ich kaufe schon ziemlich viele Bücher, das muss ich zugeben. Also: Bücherkaufen ist ab sofort gestrichen. Und Pizzataxi. Pizzataxi auch.


Ein Jahr lang. Ich bin gespannt.

Dienstag, 1. Januar 2013

Liebes 2013,


es wäre schön, wenn Du Dir kein Beispiel 
an Deinem Vorgänger nehmen würdest.

Ich freu´ mich auf Dich!

Freitag, 23. März 2012

Günstige Gelegenheiten

... soll man nutzen. Sagt man.

Mir geht es gut. Ich bin (dank Cortison) nahezu schmerzfrei, mein Zahn  hat sich (dank Antibiotikum) wieder beruhigt, der Kühlschrank kühlt und das Wetter lässt kaum Wünsche offen. Und weil die Gelegenheiten günstig sind, will ich an diesem Wochenende zu einem Ostermarkt fahren, einkaufen, nordicwalken, Fenster putzen, geocachen, nähen, linedancen, mich um Marvin kümmern, kochen, mich mit Menschen treffen, den Balkon sommerklar machen, an (m)einem stark vernachlässigten Kreativprojekt weiterarbeiten und meine Küchenschränke entrümpeln.

Und ihr so?

Samstag, 28. Januar 2012

rauchfrei online

Inzwischen bin ich seit gut 5 Jahren Nicht(mehr)raucherin und mächtig stolz darauf. Wie bei so vielen anderen hat es auch bei mir nicht beim ersten Anlauf geklappt, aber ich habe nicht aufgegeben und darauf bin ich ganz besonders stolz. Wie oft habe ich gedacht: "Das schaffe ich nie. Das ist viel zu schwer." und ich weiß, dass das nahezu jeder Raucher denkt. Dann habe ich erfahren dürfen, dass es nicht schwer sein muss, und nur dann schwer ist, wenn man es sich selbst schwer macht. Reine Kopfsache.

Jedem, der ernsthaft darüber nachdenkt, mit dem Rauchen aufzuhören und bei dem es nicht nur ein vorübergehender Anfall von Neujahresvorsätzen ist, möchte ich diese Seite ans Herz legen:


Ohne sie wäre ich wahrscheinlich immer noch dabei, Anlauf zu nehmen.

Sonntag, 1. Januar 2012

Fleißig ins neue Jahr



Es ist halb zwei Uhr nachts und obwohl ich schon vor mindestens 3 Stunden ins Bett gehen wollte, sitze ich noch immer am Rechner. Nein, ich habe nicht ins neue Jahr hinein gedaddelt, gechattet oder geskyped, ich habe ins neue Jahr hinein gearbeitet, jawohl! Ich habe Belege, die hier teilweise seit März (!) in einem Schuhkarton vor sich hin gammelten, sortiert und ausgewertet, Rechnungen abgeheftet und den Finanz- und Haushaltsplan für 2012 aufgestellt. Und jetzt hätte ich gern ein Bier. Dummerweise hab ich selten bis nie Bier im Haus, also bleiben mir zwei Möglichkeiten ... ich könnte mich auf eine der drei Studentenpartys hier im Haus einladen ... oder ... ich hab mich entschieden, ins Bett zu gehen, Studentenpartys sind dann vielleicht doch nicht mehr das richtige für mich. Erstmal richtig ausschlafen, schließlich will ich morgen, also heute, alle meine Vorsätze für´s neue Jahr in die Tat umsetzen ... dann hab ich das hinter mir.

Und ihr so?

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Jahresrückblick? Nein!


In vielen Blogs kann man inzwischen von Jahresrückblicken lesen. Hab ich auch mal gemacht, zurückgeguckt, mach ich aber nicht mehr. Was war, das war, und da brauch ich nicht nochmal hingucken. Ich habe gelacht und ich habe geweint, ich hatte gute Tage und ich hatte schlechte Tage, ich war traurig und ich war fröhlich, ich war optimistisch und ich war verzweifelt, nichts davon werde ich verlieren, alles bleibt in meiner Erinnerung. Alles war gut wie es war, auch wenn es schlecht war. Zurück zu gucken bringt mich kein Stück weiter, viel wichtiger ist es für mich, nach vorne zu sehen. In diesem Sinne wünsche ich mir genau so ein Jahr wie das letzte war: bunt gemischt und von allem etwas ...

Mittwoch, 28. September 2011

Frohen Weinachten!

Heute kam den Bea von einkaufen und hat sagt:

"Marvin", hat ihn sagt, "was hälst Du davon, wenn wir den Weinachten einfach vorvergelegen? Dann haben wir den ganzen Scheiß Stress für diesen Jahr hinter uns."

"Nein", hab ich sagt, "guck doch ma ausn Fenster raus. Den Sonne scheint und allen Leute sind mit ein kurzen Hose draußen. Da kann nich ein Weinachten sein!"

"Man kann doch Weinachten feiern wann man will, das kann uns doch niemand verbieten!"

"Nein, den Marvin hat auch noch gar kein Weinachtsstimmung!"

"Willst Du es Dir nicht noch mal übergelegen?"

"Nein."

Dann hat ihn ein Teller aus ihrn Schrank holt und dann hab ich sagt:

"Okeh!"

(Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße.)

"Frohe Weihnachten, Marvin."

"Frohe Weinachten, Bea"

Frohe Weinachten alle!

Montag, 25. April 2011

Liebe Gläubige! Ostern und so ...


Ich weiß nichts über Ostern. Also fast nichts. Ich weiß weder warum es gefeiert wird noch seit wann. Ein paar Traditionen dazu kenne ich natürlich schon bereits seit meiner Kindheit. Zum Beispiel, dass vom Osterhasen (?) bunte Eier versteckt werden, die die Kinder dann suchen müssen/sollen/wollen/dürfen. Und dass wir ausgeblasene Eier bunt angemalt haben. Aber warum das so ist? - keine Ahnung. Oder dass manche Leute ein Osterlamm essen (das musste ich zum Glück nie). Und an einem bestimmten Tag gibt es Fisch ... oder ist das an Pfingsten? Egal. Das wichtigste für mich als Kind waren in diesem Zusammenhang natürlich die Ferien, die Osterferien. Der Rest hat mich nicht interessiert und das tut er bis heute nicht. Ich hab halt andere Interessen.

Vorgestern fand ich einen Artikel mit dem Titel: "Liebe Christen oder - die Karfreitagsansprache eines Ungläubigen" und obwohl der Karfreitag bereits vorbei ist, möchte ich Euch den Artikel nicht vorenthalten. Der Autor schreibt mir aus der Seele und hat mir erlaubt, seinen Artikel in mein Blog zu kopieren. (Dafür auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Arnold Voss!)

Liebe Christen oder – die Karfreitagsansprache eines Ungläubigen

Liebe Christen, liebe Gläubige,

heute ist Karfreitag. Aber nur für Sie. Für mich ist es ein ganz normaler Wochentag. Nehmen sie das bitte nicht persönlich, denn ich glaube nun mal nicht an Gott. Ich wüsste also nicht, was es für mich heute zu trauern oder zu frohlocken gäbe. Geschweige denn mit anderen zusammen. Nicht dass ich ihnen ihren Feiertag miesmachen möchte. Im Gegenteil, denn S i e haben ja einen Grund dafür. S i e  glauben an Gott und folgen den Aufforderungen der Kirche aus Überzeugung, hoffe ich.

Ich allerdings bin davon überzeugt, dass es weder ein Gott noch einen Teufel gibt. Genauso wenig kann ich Gefühle wie Trauer oder Freude auf Zuruf mobilisieren. Sie kommen aus meinem Inneren und das hat seinen eigenen Rhythmus. Ich mag sie deswegen auch nicht vorspielen, wenn sie in Wirklichkeit nicht da sind. Wenn ich sie nicht wahrhaftig spüre. Ich lüge einfach nicht gerne. Ich mache den Menschen ungern etwas vor. Weder als einzelner noch in der Gruppe. Und ich müsste ihnen etwas vorspielen, wenn ich heute die Einkehr und die Selbstbesinnung an den Tag legen sollte, die der Karfreitag von den Christen verlangt.

Es ist ein schöner Tag. Die Sonne lässt schon die Wärme erahnen, die sie zu spenden fähig ist, wenn der Sommer in voller Kraft steht. Ich möchte nicht still sein, geschweige denn still sitzen, geschweige denn zuhause. Ich möchte raus, aufs Fahrrad und der Natur die Ehre erweisen. Auch meiner eigenen, denn mein Körper braucht das: Bewegung. Dafür hat ihn die Evolution gemacht. Wir Menschen sind zur Mobilität verurteilt. Wenn wir zu viel sitzen werden wir fett und träge. Wenn wir zu viel  nachdenken auch. Geist und Körper sind eine Einheit.

Ich möchte heute nicht nachdenken. Weder über mich noch über die Welt. Verzeihen sie mir verehrte Gläubige, aber Besinnlichkeit mag bei so einem herrlichen Wetter bei mir einfach nicht aufkommen. Nicht dass ich oberflächlich bin, glauben sie mir. Manchmal schon, aber ich bin von meiner Art eher ein nachdenklicher Mensch. Manchmal bis zum Exzess und darüber keineswegs immer glücklich. Aber heute ruft alles in mir nach körperlichem und nicht nach geistigem Genuss. Mein Gehirn sendet offensichtlich die entsprechenden Botenstoffe in Hülle und Fülle aus, und gegen diese chemischen Prozesse ist nun mal kein Kraut gewachsen.

Schön, dass sie mir das Radfahren heute nicht verbieten, liebe Christen. Dass ich einfach auf den Drahtesel steigen darf um die Sonne und den Wind zu genießen. Dass ich keine Strecken oder Orte meiden muss, weil sie sie heute für unpassierbar oder sogar zum räumlichen Tabu erklärt haben. Natürlich nicht sie selbst, sondern der Staat per Gesetz. Für alle, nicht nur für sie, liebe Christen. So ist so ein Gesetz nun mal. Vor dem sind ja bekanntlich alle gleich. Und wer es nicht befolgt, muss bestraft werden. Ist doch klar.

Da ist man als Christ auch schon mal verlockt, dem Staat etwas nachzuhelfen, denn die Polizei kann ja nicht immer überall sein. Da muss man sie zur besonderen Aufmerksamkeit auffordern und wenn das nicht hilft, auch mal selber zum Telefon greifen und sie herbeiholen. Als Bürgerpflicht sozusagen. Was ist denn so ein Feiertag, wenn nicht alle mitspielen? Wenn nicht alle, d.h. wirklich alle, die Regeln befolgen? Überall! In einem Rechtsstaat darf es nun mal keine rechtsfreien Räume geben. Auch dann nicht, wenn die Gesetze einem selbst vielleicht fragwürdig erscheinen, oder?

Also nochmal vielen Dank liebe Christen. Es gibt Länder und Religionen, da wird man einfach erschlagen, wenn man sich den Regeln der Gläubigen nicht beugt. Auf offener Straße, und niemand wird dafür zur Rechenschaft gezogen. Hier bei uns darf das kein Gläubiger machen. Zumindest nicht ohne das er bestraft wird. Er kann nicht einfach sagen, dass Gott ihm das befohlen hat. Dass er aus tiefster Überzeugung gehandelt hat, oder aus Tradition. Hier darf niemand beleidigt sein, wenn ich heute Fahrrad fahre. Zumindest nicht offiziell. Nur wenn ich heute Abend auch noch Tanzen gehe. Dann allerdings schon.

Tanzen mit Musik, und bekanntlich geht das nicht ohne Musik, haben sie mir heute verboten, liebe Christen. Zuhause alleine dürfte ich es schon, wenn ich die Musik entsprechend leise drehen würde, aber draußen oder in dazu vorgesehenen Gebäuden oder Räumen, das läuft nicht. Per Gesetz natürlich. Allerdings macht Tangotanzen eigentlich nur Freude, wenn man dazu ausgeht und es zusammen mit anderen macht. Öffentlich sozusagen.

Tango Argentino ist keine Musik, die man übermäßig laut spielt. Das täte ihr selbst nicht gut. Und auch den Tänzerinnen und Tänzern nicht. Sie ist in gewisser Weise sogar eine nachdenkliche Musik. Ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann, hat einmal ein großer Dichter geschrieben. Aber wenn man ihn dann wirklich tanzt vergeht die Trauer und eine innere Zufriedenheit und Freude kehrt ein. In Harmonie mit einem anderen Menschen, denn dieser Tanz ist für Paare gemacht. Und er ist sogar zusammen mit der Musik im letzten Jahr zum Weltkulturerbe erklärt worden, liebe Christen.

Weltkulturerbe! Stellen sie sich das vor. Verzeihen sie mir die Anmaßung, aber in meinen Augen ist er dadurch ihrem Glauben ebenbürtig. Nur das ein Tangotänzer oder Musiker niemals auf die Idee kommen würde, ihnen die Ausführung ihres Glaubens auch nur an einem Tag des Jahres zu verbieten. Sie jedoch lassen mir heute per Staat den schönsten Abschluss dieses Tages den ich mir vorstellen kann unter Strafe stellen.

Ok, die Tangoleute dieser Welt sind natürlich weniger als sie. Viel viel weniger. Und sie sind religiös gemischt, die Ungläubigen wie mich mit eingeschlossen. Aber auch wir sind doch, zumindest in ihren Augen, wenn ich ihre Religion richtig verstanden habe, alle miteinander Kinder Gottes, oder? Seine Geschöpfe? Ich habe sogar mal was von Ebenbild, gelesen. Also ist ihr Gott doch auch irgendwie in uns. In unserem Tanz, in unserer Musik. Viele von uns sprechen sogar davon, dass der Tango einfach göttlich ist. Oder ist das jetzt in ihren Augen Blasphemie. Dann bitte ich erneut um Verzeihung.

Ihre gläubigen Gefühle sind mir nämlich nicht egal. Mir sind die Gefühle von Menschen grundsätzlich nicht egal. Auch wenn ich speziell zu ihrem Glaubensgefühl nicht in der Lage bin. Aber ich bitte sie umgekehrt auch meine Gefühle zu akzeptieren. Ja auch meine Gefühllosigkeit gegenüber Gott. Wie soll man denn etwas gegenüber etwas fühlen, von dem man sich sicher ist, dass es es nicht gibt? Verstehen sie was ich meine? Mir ist das unmöglich. Und selbst wenn es einen Gott oder welches höhere Wesen auch immer gäbe, sollte ich dem etwas vormachen? Und wozu? Er oder Es oder vielleicht sogar Sie würde es ja doch durchschauen.

Dafür fühle ich allerdings sehr viel wenn ich Tango tanze. Überhaupt wenn ich tanze. Ich fühle mich mit der Welt vereint, wissen sie. Über die Musik, über den Rhythmus, über die Melodien, die Instrumente, den Gesang, über meine Bewegung dazu. Ich mache das auch nicht  g e g e n Irgendjemanden. Natürlich auch nicht gegen irgendjemandes Glauben. Ich mache es für mich selbst. Mit anderen zusammen oder auch alleine. Wir Tangoleute wollen niemandem weh tun, und mir ist auch nicht klar, wie das durch Musik und Tanz überhaupt geschehen sollte.

Trotzdem verbieten sie mir das heute Abend, liebe Christen. Und sie finden das auch nicht schlimm, weil es doch nur für den heutigen Tag ist. Nach dem Motto, die können doch mal einen Tag Pause einlegen mit ihrer öffentlichen Tanzerei. Schön, dass sie so großzügig sind, mir meine Lieblingsbeschäftigung nur einen oder zwei Tage im Jahr verbieten zu lassen. Die Taliban machen das das ganze Jahr. Da kann man schon froh sein, dass man mit Christen Tür an Tür lebt. Aber das Prinzip ist doch letztlich das gleiche, oder? Ich verbiete ihnen nichts, sie aber verbieten mir etwas, dass niemandem weh tut und mir gut. Sie bestimmen mein Leben durch ihren Glauben, obwohl ich diesem gar nicht angehöre.

Wie fänden sie das umgekehrt, liebe Christen? Stellen sie sich vor, die Ungläubigen wären in der Mehrheit und würden ähnlich der CDU eine Partei der Ungläubigen, z.B.  die UDU gründen. Ich weiß, dass ihnen die Vorstellung schwer fällt, aber das Christentum gibt es erste ein paar Tausend Jahre, die Menschheit allerdings schon ein paar Millionen. Und ich hoffe sie wird es auch noch ein paar weitere Millionen geben. Obwohl sie konsequent am Gegenteil arbeitet. Also stellen sie sich vor, sie seien hier in diesem unseren Lande in der Minderheit. Das ist auch eine gute Übung zur Solidarität mit den Menschen ihres Glaubens die es in anderen Ländern schon lange sind oder immer schon waren.

So, und nun würde die Partei der Ungläubigen ein Gesetz im Bundestag durchbringen, an dem sie einen Tag auf jede gläubige Tätigkeit einschließlich des Betens verzichten müssten. Ihre Kirchen würden an diesen Tagen, und natürlich nur an ihm, geschlossen und niemand dürfte sie auch nur betreten. Alles natürlich nur, dass sie einen Tag Einkehr halten und die Gelegenheit bekommen darüber nachzudenken, ob es Gott wirklich gibt. Natürlich kann und will niemand ihre Gedanken kontrollieren und zuhause dürfen sie sehr wohl machen was sie wollen, wenn sie leise genug sind. Aber öffentlich haben sie sich konsequent zurück zu halten.

Würden sie dann nicht laut aufschreien und den Anfängen wehren wollen? Würden sie sich damit zufrieden geben, dass ihnen die Partei der Ungläubigen verspricht, dass es bei diesem einen Tag bleiben wird?  Würden sie abwarten bis die Hardliner der UDU und vor allem die immer etwas radikalere Jugendorganisation zuerst die Kontrollen verschärft, dann den nächsten religionsfreien Tag einführt und denn auch als arbeitsfrei deklariert, damit das Volk auch dem nächsten Coup, der religionsfreien Woche, zustimmt? Bis eben dieses Volk irgendwann johlt und jubelt, wenn ihre Kirchen ganz geschlossen oder niedergerissen werden?

Sie kennen das doch aus sozialistischen/kommunistischen Ländern. Und , umgekehrt, auch aus der Geschichte ihrer eigenen Religion, oder? Natürlich sind sie keine Fundamentalisten. Wollen sie auch nie werden. Aber haben sie dazu auch genügend Kontrolle über ihre Kirche? Wissen sie wirklich was da läuft? Welche Mächte und Kräfte da wirken? Können sie mir eine Garantie geben, dass das nie wieder passiert? Z.B. Die Inquisition? Die Menschenverbrennungen? Die Kreuzzüge? All das ist mal klein angefangen. Mit Verboten.

Ich wünsche ihnen trotzdem oder gerade deswegen einen besinnlichen Tag der Einkehr. Und ich gehe heute Abend auch nicht Tangotanzen. Ich fahre nur Fahrrad. Und nochmals vielen Dank, dass sie mir das für heute haben nicht verbieten lassen.

P.S. (nachträglich angefügt nach #25 der Diskussion, weil diese Argumentation immer wieder kommt)

Und liebe Christen, sagen sie mir jetzt nicht, dass mir ihre Kirche doch erst ermöglicht hat, heute den ganzen Tag Rad zu fahren anstatt meinem Job nachzugehen. Nicht die Kirche schenkt den Menschen einen freien Tag sondern alle Menschen die in diesem Lande arbeiten schenken ihn der Kirche. Freie Tage, egal ob sie nun Feiertage sind oder nicht, gibt es nur deswegen, weil sie vorher und nachher erarbeitet werden. Von den Menschen ganz zu schweigen, die auch während der Feiertage arbeiten müssen. So ist das nun mal in einer Volkswirtschaft.




Ich feiere übrigens auch nicht Weihnachten und so.

Sonntag, 10. April 2011

"Man muss nicht ständig alles korrigieren."


"Unser Minivan stand in der Garage und mein VW-Cabrio in der Einfahrt. Jai fuhr den Van heraus und dachte nicht daran, dass  das andere Auto im Weg stand: krach, bum, peng!
Jai verbrachte den ganzen Tag mit verzweifelten Proben, wie sie mir das alles erklären sollte, wenn ich nach Hause komme.
Zuerst einmal hielt sie es für das beste, die richtige Atmosphäre für den Moment ihrer Beichte zu schaffen. Sie fuhr beide Autos in die Garage und stellte sicher, dass das Garagentor geschlossen war. Sie zirpte süßer als sonst um mich herum, als ich heimkam, und fragte nach jedem Detail aus meinem Tag. Sie legte Schmusemusik auf. Sie kochte mir mein Lieblingsgericht. Sie trug zwar kein Negligé - so viel Glück hatte ich denn doch nicht -, tat aber ansonsten alles, um die perfekte, Ehefrau zu geben.
Gegen Ende unseres grandiosen Dinners sagte sie: "Randy, ich muss Dir was sagen. Ich hab ein Auto mit dem anderen Auto zertrümmert."
Ich fragte, wie das geschehen sei, und ließ sie den Schaden schildern. Sie sagte, das Cabrio habe am meisten abgekriegt, aber beide Autos liefen prima. "Willst Du einen Blick in die Garage werfen?", fragte sie.
"Nein, lass uns fertig essen."
Sie war überrascht: Ich war nicht verärgert, es schien mich nicht einmal zu kümmern. Sie sollte bald erfahren, dass meine zivilisierte Reaktion nur meinem Elternhaus zu verdanken war. 
Nach dem Essen sahen wir uns die Autos an. Ich zuckte lediglich die Achseln und konnte sehen, wie ein ganzer Tag voller Ängste einfach abfiel von Jai. "Morgen früh", versprach sie, "lass ich die Reparaturkosten schätzen." Ich sagte, das sei nicht nötig. Die Beulen seien okay. Meine Eltern hatten mir beigebracht, dass Autos zu nichts anderem da sind als einen von A nach B zu bringen. Sie sind Gebrauchsgegenstände und keine Statussymbole. Deshalb konnte ich Jai leichten Herzens erklären, dass wir keine kosmetischen Reparaturen bräuchten. Wir könnten gut mit Schrammen und Dellen leben.
Jai war ein wenig schockiert. "Wir werden wirklich in zerbeulten Autos herumfahren?"
"Na ja, Jai", sagte ich, "du kannst nicht nur ein bisschen von mir haben. Du magst den Teil von mir, der sich nicht ärgert, wenn zwei "Dinge" aus unserem Besitz beschädigt wurden. Die Kehrseite dieser Medaille ist meine Überzeugung, dass man Dinge nicht zu reparieren braucht, solange sie tun, was sie tun sollen. Die Autos fahren noch. Also lass sie uns einfach fahren."

Okay, vielleicht lässt mich das schrullig erscheinen. Aber wenn dein Mülleimer oder deine Schubkarre eine Beule hat, kaufst du doch auch nicht gleich neue. Vielleicht, weil wir Mülleimer und Schubkarren anderen nicht als Statussymbole oder Ausdrucksformen unserer Identität vorführen? Unsere zerbeulten Autos wurden jedenfalls zu einem Symbol für uns und zu einem Statement für unsere Ehe. 
Man muss nicht ständig alles korrigieren. ..."


Als ich dieses Kapitel gelesen hatte, hätte ich Randy Pausch küssen mögen! Wie oft musste ich mir anhören, dass ich wohl nicht ganz dicht sei, dass kein Mensch auf der Welt solch verschrobenen und absurden Einstellungen zu den verschiedensten Dingen des Lebens hätte wie ich. In meiner Kindheit, meiner Jugend, bis heute. Manchmal dachte ich schon selbst, ich sei nicht normal. Am anderen Ende der Welt gibt (bzw. gab) es jemanden, der genau so denkt wie ich. Vielleicht sind gar nicht wir es, vielleicht sind es die anderen, die nicht "richtig" ticken? ...

Als ich noch ein Auto besaß, habe ich das immer mal wieder verliehen. An Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen, wer auch immer es brauchte. Und ich habe es nie mit einem "unguten Gefühl" weggegeben. Und es gab immer wieder andere Leute, Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen, die verständnislos den Kopf schüttelten: "Du kannst doch nicht einfach dein Auto verleihen. Was, wenn derjenige eine Beule hineinfährt oder Schlimmeres?" "Das kann doch jedem jederzeit passieren. Auch mir. Macht es einen Unterschied, WER eine Beule hineinfährt? Bleibt das Ergebnis, nämlich eine Beule im Auto zu haben, nicht das gleiche?" (Jeder der diese "Auto-Diskussion" schon einmal mit mir geführt hat und hier mitliest, wird jetzt vermutlich grinsend mit dem Kopf nicken.) 

Mein Leben ist zu kurz, um mich über eine lächerliche Beule in einem leblosen Gegenstand, der zudem mit und ohne Beule seine Funktion einwandfrei erfüllt, aufzuregen. (Das ist metaphorisch gemeint und betrifft natürlich nicht nur verbeulte Autos.)

Gibt es da draußen noch mehr von uns? Ich bin bisher leider noch keinem begegnet ...