Dienstag, 22. September 2009

Kopfgewitter

Die Migräne (von griech. ἡμικρανίον, hemikranion, hemikrania „halber Schädel“) ist eine neurologische Erkrankung, unter der etwa 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen etwa dreimal häufiger auf als bei Männern und hat ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Dieses ist bei Erwachsenen typischerweise durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet, der von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet werden kann. Bei manchen Patienten geht einem Migräneanfall eine Migräneaura voraus, während der häufig optische oder sensible Wahr-nehmungsstörungen auftreten. Es sind aber auch motorische Störungen möglich. Die Diagnose wird nach Ausschluss anderer Erkrankungen als Ursachen üblicherweise mit Hilfe einer Anamnese gestellt. (Quelle: Wikipedia)

Nein, diesmal war es nicht "anfallartig", diesmal verankerte es sich gaaaanz langsam, Stück für Stück in meinem Kopf. Schon seit gestern Mittag hatte ich Kopfschmerzen, die sich weder mit Paracetamol noch mit Novalgin vertreiben ließen. Da ahnte ich noch nichts. Kopfschmerzen halt, hat man ja mal, die gehen auch wieder vorbei. Heute Morgen um drei bin ich vom Kopfschmerz geweckt worden, hab gleich nochmal Paracetamol genommen und bin zum Dienst gegangen. Der Schmerz war zwar permanent da, aber auszuhalten. Dann, während der Frühsbesprechung, die ersten Anzeichen von Übelkeit, Sehstörungen und alle sprachen viel lauter als sonst. Alles klar. Schleunigst die Tasche wieder gepackt und ab nach Hause. Zum Glück hatte ich mir bei meinem letzten Migräneanfall, vor etwa anderthalb Jahren, Tabletten auf Vorrat verschreiben lassen. Rein damit und ins Bett. Nach vier Stunden (wieso sind es eigentlich immer GENAU vier Stunden?) schmerzfrei aufgewacht und bis jetzt geblieben. Ich denke, es ist vorbei und bin dankbar, dass es dieses Mal so harmlos ablief. Und jetzt hätte ich gern wieder anderthalb Jahre Ruhe. Mindestens.

Kommentare:

  1. Oha, du Ärmste. Migräne ist des Teufels- ich hab immer ein kurzes Fenster zwischen der Migräneaura, bei der ich ordentlich Gesichtsfeldausfälle habe, und dem Einsetzen des Schmerzes. Dann ist noch Zeit um a) mit relativ harmlosen Schmerzmitteln dagegen zu schießen, bevor mir so übel wird, dass ich nichts mehr im Magen behalte, und b)nach Hause zu fahren. Aber pronto.
    Übel ist das Wachwerden morgens mitten im Anfall. Und am übelsten ist, wenn erst anderthalb Stunden später wer im Büro ist, zum Krankmeldung-Entgegennehmen. Kopfgewitter trifft es sehr, sehr gut.

    AntwortenLöschen
  2. Oh weia... müssen wir einschläfern ? ^^

    AntwortenLöschen
  3. Lily,
    weiße Bescheid? (Teufelswerk ist auch ein gutes Wort dafür.)

    M.i.M.,
    ich denke, das wird langfristig die beste Lösung sein. Für alle Beteilligten.

    AntwortenLöschen
  4. oh oh, bloß gut dass ich von so etwas bisher verschont geblieben bin. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das keine lustige Geschichte ist.

    AntwortenLöschen
  5. Nein Chrisi, das ist es ganz und gar nicht und ich bin wirklich froh, dass ich inzwischen nur noch relativ selten damit zu tun habe.

    AntwortenLöschen
  6. Schrecklich. :-/ Gut, daß es Dir jetzt wieder besser geht und die vier Stunden sind ja wirklich seltsam.

    AntwortenLöschen
  7. Wolkenschmeckerin,
    ja, das mit den vier Stunden erstaunt mich auch immer wieder, aber es ist tatsächlich so. Man könnte zuverlässig die Uhr danach stellen.

    (23. September 2009, 11:24 Uhr)

    AntwortenLöschen